X

Beliebte Themen

Die Lust am Putzen

TEXT
03. April 2018

Chefredaktor Silvan Grütter

Putzen hat eine reinigende Wirkung. Nicht nur auf Fenster, Toiletten und Fussböden. Auch Seele und Geist profitieren.

Beim Putzen bieten sich ungeahnte Gelegenheiten: Störendes, Dreckiges und Altes einfach verschwinden lassen. Wisch und weg. Wer regelmässig und richtig putzt, lernt auch, die Dinge gründlich und endgültig anzupacken.

Für unsere Titelgeschichte machte sich meine Kollegin Yvonne Pini auf die Suche nach dem perfekten Frühlingsputz. Fündig wurde sie bei Alina Clavadetscher. Die 24-Jährige ist ausgebildete Hauswirtschafterin und Gewinnerin des Wettbewerbs Housekeeper 2018. Clavadetscher ist die beste Achtung! nicht Putzerin, sondern Reinigerin der Schweiz. Wir sind Profis und keine Putzfrauen, darum sprechen wir auch nicht vom Putzen, sondern vom Reinigen, so die Baslerin.

In Clavadetscher hatte Yvonne Pini, in Haushaltsfragen selber sehr versiert, ihre Meisterin gefunden: Ich war verblüfft, wie perfekt sie ihr Handwerk beherrscht. Plötzlich war vom Vier-Farben-System und vom Sinnerschen Kreis, dem Zusammenspiel von Zeit, Mechanik, Temperatur und Chemie, die Rede. Begriffe, die auch die Herzen von technikaffinen, aber putzmuffeligen Männern höher schlagen lassen sollten. Ein Schleck, das stellte Clavadetscher aber auch klar, wird der richtige Frühlingsputz trotzdem nicht: Eine Grundreinigung ist Schwerstarbeit, sollte gut vorbereitet und dann systematisch durchgeführt werden. Das spart Zeit und Nerven. Genau wie im richtigen Leben.