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Die Heilige Schrift des Irrsinns

19. August 2019

In meiner Jugend gab es genau drei ernstzunehmende Instanzen: Frau Gysel, die attraktive Primarschullehrerin, Hannes Bichsel, den Schiedsrichter aus Beni Thurnheers legendärem «Tell-Star» – und dann natürlich das «Guinness-Buch der Rekorde». Das Buch war die Heilige Schrift des Irrsinns, des Absurden, Unfassbaren und Abartigen. Die kleinste Frau der Welt, die längsten Fingernägel und die grössten Füsse: Alles im «Guinness-Buch der Rekorde». Jedes Jahr neu und eindrücklich bebildert. Das «Guinness-Buch» war Instagram, Facebook und Youtube, lange bevor es das Internet gab. Im Buch der Rekorde schon immer gut vertreten: die Schweiz. Mit dem Matterhorn stellen wir den tödlichsten Berg der Welt, in Santa Maria GR steht die kleinste Whisky-Bar und der Schweizer Gino Caspari hält den aktuellen Weltrekord im Kniebeugen-machen-mit-einem-lebenden-Schaf-auf-den-Schultern. 104 Mal ging er mit dem 50 Kilogramm schweren Schaf in die Knie und stand wieder auf. Respekt. Dass die Schweiz und die Schweizer im «Guinness-Buch der Rekorde» rekordverdächtig gut vertreten sind, hat für Nicolas Bideau, den Chef von Präsenz Schweiz, einen guten Grund: «Es ist vor allem dieses Streben nach Innovation und Perfektion». In welchen Disziplinen wir spitze sind, lesen Sie in unserem Beitrag. Viel Spass.