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Editorial

Ein Stück vom Glück

25. Februar 2019

Manchmal, da muss man es richtig krachen lassen und mit der grossen Kelle anrühren: Dann gibt es stundenlang niedergegartes Fleisch, raffiniert gewürzte Saucen und selbst gemachte Pasta, angerichtet wie ein Gemälde. Oder eine kunstvoll aufgetürmte Torte mit zig verschiedenen Schichten, eingedeckt mit quadratmeterweise Rollfondant.

Oft und vor allem im Alltag darf es aber auch etwas ganz Einfaches sein, das Leib und Seele glücklich macht: Knuspriges Brot mit Butter zum Beispiel. Spaghetti aglio e olio oder ein cremiges Rührei mit frischen Kräutern: «Reduce to the max – reduziert aufs Maximum» also.

Der Inbegriff dieses Prinzips ist eine hausgemachte Bouillon, wie sie Hansjörg Ladurner zubereitet. Der Koch verwendet dafür saisonales Gemüse aus der Region. Und er holt das Beste aus Dingen heraus, die allzu oft im Abfall landen: Knochen und Fischreste. Das Resultat ist nicht nur eine äusserst schmackhafte Basis für weitere Gerichte, sondern auch ein respektvoller Umgang mit dem, was die Natur bietet. Und wenn Hansjörg Ladurner erzählt, wie er eine Tasse Bouillon im Wald geniesst, will man sich am liebsten dazugesellen. Oder nicht?

Übrigens: Bouillon ist auch ein heisser Tipp, wenn Sie es nicht nur kulinarisch haben krachen lassen.