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Kinotipp

Star Wars «at its best»

Das Warten hat ein Ende. In «Star Wars: The Rise of Skywalker» geht nicht nur der Kampf zwischen Gut und Böse in die letzte Runde. Mit einem epischen Finale findet die über vierzig Jahre andauernde Star-Wars-Saga ihren würdigen Abschluss.

18. Dezember 2019

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Nach dem Tod von Luke Skywalker in «The Last Jedi» ruhen nun die Hoffnungen des Widerstands auf der jungen Rey (Daisy Ridley), deren Kräfte als Jedi von Tag zu Tag stärker werden. Immer dicht auf ihren Versen ihr Widersacher, der Anführer der ersten Ordnung, Kylo Ren (Adam Driver). Doch er soll nicht das einzige Hindernis bleiben. Durch einen Spion in Rens Reihen erfahren die Kämpfer des Widerstandes, dass eine längst tot geglaubte Bedrohung zurückgekehrt ist. Auf Exogol, einem bisher noch unbekannten und dunklen Planeten tritt diese aus dem Schatten. Bewaffnet mit der grössten Flotte, die die Galaxie je gesehen hat und mit dem Ziel, die Macht endgültig an sich zu reissen. Gemeinsam mit ihren Freunden Finn (John Boyega), Poe (Oscar Isaac), dem Wookie Chewbacca (Joonas Suotamo) und den Droiden C-3PO (Anthony Daniels) und BB-8 begibt sich Rey auf die Mission, Exogol zu finden und somit die Machtübernahme der Sith zu verhindern. Immer verfolgt von Kylo Ren, dessen Verbindung zu Rey wie schon in «The Last Jedi» auch in diesem Film eine wichtige Rolle spielt. Immer wieder spürt er sie auf und will sie dazu überreden, zu ihm auf die dunkle Seite zu wechseln.

Kylo Ren ist es auch, der Rey ihre wahre Herkunft enthüllt, die schliesslich auch ihre starke Verbindung erklärt. Sowohl der jeweiligen persönlichen Entwicklung, als auch der Beziehung zueinander wird in «The Rise of Skywalker» viel Raum gegeben. Was gut ist, denn genau diese menschlichen Beziehungen, die Freundschaften sind es, die dem Film die nötige Tiefe und die richtige Portion Herz verleihen. Und natürlich kommt auch die Action nicht zu kurz. Im Gegenteil – Regisseur J. J. Abrams hat in seiner zweiten Star-Wars-Verfilmung nochmal alles aufgefahren: düstere und zugleich atemberaubende Szenerien, actiongeladene Kampfszenen, Charaktere mit Profil und Humor. Star Wars «at its best» eben. Und eines sei vorweggesagt: Der finale Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen der dunklen Seite und den Jedi, der entscheidet sich nicht nur für ein und allemal, er ist auch mehr als spektakulär.

Und spektakulär ist gerade das richtige Wort, um das finale Kapitel der Saga zu beschreiben. Ein Film, der auch nur gelegentliche Star-Wars-Gucker ins Kino locken kann. Doch auch die eingefleischten Fans werden nicht enttäuscht. Denn J. J. Abrams schafft es in nur 141 Minuten eine über vierzig Jahre andauernde und zusammenhängende Saga zu einem würdigen Ende zu bringen, die wichtigsten Fragen zu klären und mit vielen kleinen Hinweisen die Brücke zu den vergangenen Episoden zu schlagen. Dazu gehört, dass in «The Rise of Skywalker» auch die alten Helden nochmal ran dürfen: so schlüpft Billy Dee Williams erneut in die Rolle des Lando Calrissian, Harrison Ford erscheint ein letztes Mal als Han Solo und Mark Hamill verkörpert nochmal Luke Skywalker. Auch die 2016 verstorbene Carrie Fisher ist im letzten Teil der Saga als Leia Organa zu sehen, was durch noch unveröffentlichtes und für Episode VII gedrehtes Material möglich gemacht wurde.

Alles in allem ein actiongeladener, im positiven Sinne düsterer Film, der doch mit viel Herz und Witz überzeugt und nicht nur einen epischen, sondern absolut würdigen Abschluss der Star-Wars-Saga bildet.

Im Kino

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Filmstart: 18. Dezember 2019
Land: USA 2019
Länge: 141 Minuten
Besetzung: Daisy Ridley, Adam Driver, Mark Hamill, Keri Russell
Regie: J. J. Abrams