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Eine Schweizer Ente erobert die Welt

Vor 40 Jahren erblickte die WC-Ente in der Schweiz das Licht der Welt. Den Erfolg des Reinigungsmittels mit dem geschwungenen Entenhals trägt heute das Familienunternehmen SC Johnson in die weite Welt hinaus.

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Heiner H. Schmitt, zvg
23. November 2020

Man benutzt sie tagtäglich, spricht aber nicht gern über sie: die Toilette. Und doch mag sie jeder vorzugsweise in einem picobello Zustand. Zur perfekten Reinigung eines solch sauberen stillen Örtchens gehört die «WC-Ente». Das Reinigungsmittel mit der legendär geformten Flasche gehört zu SC Johnson, einem traditionsreichen Unternehmen aus der Nähe von Chicago (USA). 1886 gegründet, ist es seit fünf Generationen in Familienbesitz und hat sich zunächst mit Parkettpflegemitteln einen Namen gemacht.

Die WC-Ente wird 40

100: Die WC-Enten ist ein weltweiter Erfolg. Das wirksame Putzmittel in der raffinierten Flasche gibts in mehr als 100 Ländern.

75 Millionen: Über 75 Millionen Flaschen verlassen im Jahr die Produktionsanlagen.

3: Bei Coop sind drei Duftaromen der WC-Enten erhältlich: Marine, Citrus und Fruitopia.

5: SC Johnson, das Unternehmen, das die WC-Enten herstellt, ist in fünfter Generation in Familienhand.

Deutlich jünger als die 134-jährige Firmengeschichte von SC Johnson ist die «WC-Ente» – vor genau 40 Jahren kam sie nämlich auf den Markt. Die Idee dazu hat in den 1970er-Jahren ein Schweizer Ehepaar aus Dällikon ZH. Vera Düring (84) stört sich an den damals gängigen Reinigungsmitteln, die recht streng riechen. Kurzerhand mischt sie aus in der eigenen Drogerie vorrätigen Zutaten eine wohlduftende, aber überaus wirksame Reinigungsflüssigkeit. Und ihr Mann, Walter Düring (1936–2017) präsentiert ihr nach langem Tüfteln eine Flasche, die einen elegant geschwungenen Entenhals besitzt. Mit diesem lässt sich das Putzmittel einfach unter den Rand der Toilettenschüssel spritzen. Eine geniale Idee.

Marketing-Fachleute versuchen den Dürings noch, die geplante Bezeichnung «WC-Ente» auszureden. Zu negativ würde man das Produkt mit Begriffen wie der «lahmen Ente» oder der «Zeitungsente» verbinden. Die beiden bleiben beim Namen – und die «WC-Ente» erobert ab 1980 erst die Schweiz, dann Europa und die ganze Welt. Im Jahr 2008 wechseln dann die Eigentümer. Weil sich die Dürings auf ihre Entkalkungsmittel konzentrieren, geben sie «ihre» WC-Ente in die Hände von SC Johnson.

Modernste Standards bei Produktion.

Modern war auch schon Firmenlenker Sam Johnson (1928-2004, r.): Er verbannte 1975 sämtliche Fluorkohlenwasserstoffe.

Das Traditionsunternehmen ist ein Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Schon 1975 verzichtet es bei seinen Produkten auf Fluorkohlenwasserstoffe. Und im Jahr 2001 führt es dann die «Greenlist» ein. Mit diesem wissenschaftlich fundierten Bewertungsprozess überprüft SC Johnson jeden Inhaltsstoff seiner Produkte laufend auf die Verträglichkeit – sowohl in Bezug auf die Menschen als auch die Umwelt. In den europäischen Produktionsstätten setzt SC Johnson zudem auf Windenergie und vermeidet jeglichen Deponie-Abfall.

Und auch für die «WC-Ente» gibt es nachhaltige Neuigkeiten: Ab nächstem Jahr wird deren Flasche zu 30 Prozent aus rezykliertem Plastik bestehen. 

Reinigungs-Tipps

So bleibt das WC sauber

1. WC-Ente-Reinigungsgel mithilfe des Entenhalses unter den Toilettenrand spritzen.

2. Gel etwa fünf Minuten einwirken lassen. Weil das Gel gut an der Schüssel haftet, wirkt es ideal gegen Keime.

3. Mit einer Toilettenbürste das Rei­nigungsmittel in die letzte Stelle bürsten.

4. Spülung betätigen.

5. Die WC-Ente sorgt nicht nur für einen angenehmen Duft, sondern entfernt auch 99,9 Prozent der Bakterien.

6. Lang anhaltende Frische garantiert das Frische-Siegel, das es ebenfalls unter der Marke WC-Ente gibt. Dieser überdeckt die Gerüche nicht, sondern neutralisiert sie dank innovativer Geruchsschutztechnik.