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«Ich freue mich auf das Freudemachen»

Auf zu den Coop-Kinderland-Openairs! Organisator Maik Ast sagt, wie er das openairlose Jahr er- und überlebt hat, was ihm gefehlt hat und was anders wird.

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ZVG
09. Juli 2021
Endlich wieder möglich: fröhliche Kinder,mitreissende Konzerte und spannende Begegnungen am Coop-Kinderland-Openair.

Endlich wieder möglich: fröhliche Kinder,mitreissende Konzerte und spannende Begegnungen am Coop-Kinderland-Openair.

Nichts ist mehr wie vorher, sagt man. Wie unterscheidet sich das Coop-Kinderland-Openair 2021 von der letzten Ausgabe 2019?

Wir müssen natürlich ein Schutzkonzept einhalten, das ist auch richtig so. Daher haben wir etwa neu zwei Eingänge beziehungsweise einen Ein- und einen Ausgang, damit die Besucherinnen und Besucher einander da nicht kreuzen. Und wir machen neu an jedem Veranstaltungsort zwei dreistündige Blöcke – einen am Morgen, einen am Nachmittag – und lassen pro Block nur noch 500 Besucherinnen und Besucher aufs Gelände; früher waren es bis 2500.

Und was bieten Sie jeweils in diesen drei Stunden?

Das Programm ist sehr vielfältig – wie immer. Auf der Bühne treten bekannte Schweizer Kinderliedermacher auf, etwa Ueli Schmezer und seine Chinderland-Band, Marius von der Jagdkapelle, Simu Fankhauser oder Linard Bardill, und hier gibt es auch eine Zaubershow. Weiter dürfen natürlich Klassiker wie Bastel- oder Schminkworkshops nicht fehlen, und wir haben neu einen Energieparcours, wo wir in spielerischer Form zeigen, was Energie ist und wie man sie sparen kann. Und es besteht die Möglichkeit, sich zu verpflegen. Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben; man weiss ja nie, in welche Richtung sich die Vorschriften verändern.

Wie viel bekommen Ihre Gäste von den Schutzmassnahmen mit?

Ich hoffe möglichst wenig. Es ist uns ein Anliegen, dass die Leute auf unser Gelände kommen und hier drei unvergessliche Stunden erleben.

Letztes Jahr fiel das Coop-Kinderland-Openair der Pandemie zum Opfer. Wie haben Sie das erlebt?

Es war eine harte Zeit. Wir haben gehofft und gebangt und waren trotz des abrupten Lockdowns immer aktiv. Wir wollten unbedingt etwas für Familien und Kinder auf die Beine stellen. Zwei Mal haben wir umprogrammiert und die Daten verschoben. Doch dann mussten wir kapitulieren, das Ganze schweren Herzens absagen und die Billette zurückerstatten.

Zum Frust kam also noch der finanzielle Schock!

Ja. Da kamen schon Ängste auf. Aber wir hatten in den vergangenen 18 Jahren, seit es das Kinderland-Openair gibt, immer gut arbeiten dürfen. Da konnten wir uns ein gewisses Polster aufbauen für Zeiten, in denen es mal nicht so super läuft. Dass es grad so heftig kommt, dass wir so lange nichts machen können, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet.

Die finanzielle Seite ist das eine, die psychische Belastung das andere.

Für unsere Familie sowieso. Das Kinderland-Openair ist das grösste Familien-Openair der Schweiz. Unsere Kinder sind damit aufgewachsen, wir sind seit 18 Jahren eine Nomadenfamilie – zumindest in den Sommermonaten. Und wir lieben dieses Leben.

Und dann ...

... wurden wir von einem Tag auf den andern von 100 auf 0 gebremst. Da mussten wir uns als Familie das erste Mal überlegen, was wir am Wochenende machen wollen – vorher war ja immer alles automatisch gelaufen.

Und was haben Sie gemacht?

Das, was man noch machen durfte und was viele andere auch gemacht haben: Wir gingen wandern, raus in die Natur, in die Berge. Es war wunderschön. Doch irgendwann hatte ich genug davon, unter der Woche nur im Büro zu hocken und diese deprimierenden Nachrichten zu hören. Ich sagte mir: Jetzt muss etwas passieren! Und innert 24 Stunden fand ich einen Job als Elektriker, dem Beruf, den ich mal gelernt hatte. Das war ein super Entscheid.

Inwiefern?

Ich kam wieder raus, arbeitete auf dem Bau, lernte neue Leute kennen, andere Umgangsformen. Ich verstand mich auch sofort sehr gut mit dem Chef der Firma und wir führten viele interessante Gespräche. Wir sind ja beide Unternehmer, allerdings mit einem grossen Unterschied: Er hatte während der Pandemie alle Hände voll zu tun und wir waren zum Nichtstun verurteilt. Ich vermisste aber noch etwas anderes ...

… nämlich?

Mir fehlten die Emotionen, die einem während eines Openairs entgegenschlagen. Die Kinder, die sich freuen, lachen, singen, rumtoben – das ist unbezahlbar. Ich vermisste es, keine Freude machen zu können. Dass mir das so sehr fehlen könnte, hätte ich nie gedacht. Das ist jetzt zum Glück vorbei und auf diese Emotionen freue ich mich am meisten.

Maik Ast, danke für das Gespräch.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter: www.kinder-land.ch

Coop-Kinderland-Openair

Hello-Family-Clubmitglieder profitieren

Eine Tageskarte für das Coop-Kinderland-Openair kostet Fr. 18.– (bei 1 bis 2 Personen), Fr. 16.– (bei 3 bis 4 Personen) oder Fr. 15.– (ab 5 Personen). Hello- Family-Clubmitglieder profitieren vom exklusiven Rabatt von 33 Prozent auf diese Preise. Vergünstigte Tickets sind nur im Vorverkauf erhältlich und zwar bei allen Coop-City- und den Ticketcorner-­Vorverkaufsstellen, über die Ticket-Hotline 0900 800 800 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz) und unter www.ticketcorner.ch