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Der Kampf gegen den Kühlschrank

Langeweile, Frustessen, wenig Bewegung und der Kühlschrank schnurrt einladend: Das Homeoffice hat so seine Tücken für unsere Linie. So bleiben Sie trotzdem in Form.

27. April 2020
Krisen-Pölsterchen - nein danke! Die Kalorienfalle Homeoffice stellt  viele von uns vor Herausforderungen.

Krisen-Pölsterchen - nein danke! Die Kalorienfalle Homeoffice stellt viele von uns vor Herausforderungen.

Wir sollten so selten wie möglich vor die Tür gehen, den Kontakt zu anderen Menschen so weit es geht einschränken. Was uns fehlt, sind nicht nur die sozialen Kontakte, sondern auch die Bewegung. Nix mit Radfahren ins Büro, dem Gerenne zum Drucker und zur nächsten Sitzung, kein Spaziergang in die Cafeteria: Momentan bewegen sich viele von uns nur zwischen Bett, Sofa, Schreibtisch und Kühlschrank. Wir verbrennen im Home-Office weniger Kalorien. Damit wir jetzt nicht zunehmen, gibt es eine einfache Lösung: mehr Sport, weniger Essen.

Doch so einfach ist es in der Praxis dann eben doch nicht. Im Gegenteil, wir essen momentan mehr als sonst – vor allem nebenbei. «Die grösste Gefahr im Homeoffice liegt darin, dass die Phasen von Arbeit, Pausen, Mahlzeiten und Freizeit nicht mehr klar abgegrenzt werden», erklärt Susanne Stalder (33), Leiterin der Coop-Fachstelle Ernährung. Regelmässige Mahlzeiten fallen deshalb teilweise weg und werden durch Snacks ersetzt. «Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant hoch, was eine Gewichtszunahme begünstigt.» Zudem werden beim Essen nebenbei oft unbewusst viele Kalorien aufgenommen, ohne dass sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Das macht sich früher oder später auf den Hüften bemerkbar.

Den Kampf gegen den Kühlschrank gewinnen wir nur mit Struktur und Disziplin. Und das fängt bereits beim Einkaufen an. Statt sich von Impulskäufen oder dem Hungergefühl leiten zu lassen, überlegen Sie sich vorher, was Sie diese Woche essen möchten: Machen Sie einen Menüplan! Probieren Sie neue Rezepte aus, nehmen Sie sich Zeit, frisch und saisonal zu kochen! Damit Sie nicht zunehmen, sollten Sie die Energieaufnahme reduzieren, den Körper aber trotzdem mit genügend Nährstoffen versorgen. 

Das meint die Ernährungsexpertin

Tipps von Susanne Stalder

Susanne Stalder, Leiterin der Coop-Fachstelle Ernährung

  • Füllen sie Ihren Teller zur Hälfte mit Salat und Gemüse. Die Kohlenhydrate, etwa Teigwaren oder Reis, machen einen Viertel aus. Und den Rest reservieren Sie für eine Eiweissbeilage, etwa Tofu oder Eier; die sorgt für lang anhaltende Sättigung.
  • Ziehen Sie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte raffinierten Weissmehlprodukten vor.
  • Verlassen Sie zum Essen immer den Schreibtisch, so essen Sie bewusst, wodurch auch das sich einstellende Sättigungsgefühl rechtzeitig wahrgenommen wird.
  • Wer zwischendurch eine Pause benötigt, sollte nicht den Küchen- oder Kühlschrank öffnen. Gehen Sie lieber auf den Balkon, atmen Sie tief durch oder machen Sie ein paar Entspannungs- übungen.
  • Wer trotz allem eine kleine Zwischenmahlzeit benötigt, kann auf frische Früchte oder Beeren zurückgreifen. Doch auch diese gesunden Varianten sollten bewusst und nicht nebenbei gegessen werden.
  • Produkte, die «leere Kalorien» liefern wie Süssigkeiten, salzige Snacks, Süssgetränke und Alkohol, sollten auf ein Minimum reduziert werden.