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Schöne Schweiz

Höfe mit Besonderheiten

Die ersten Sonnenstrahlen wärmen diesen Bauernhof in Dürrenroth BE im Emmental. Der Schnee hat die Spuren menschlicher Tätigkeit mit seinem Mantel zugedeckt.

FOTOS
swiss-image.ch/Martin Mägli 
20. Januar 2020

Die stattlichen und architektonisch typischen Bauernhäuser, die meist aus dem 18. Jahrhundert stammen, prägen bis heute das Ortsbild vieler Dörfer im Emmental. Sie zeugen von der Blütezeit der Emmentaler Landwirtschaft, als es viele Bauern mit der Produktion von Emmentaler Käse, mit Viehzucht und Ackerbau zu einem ansehnlichen Vermögen brachten. 

Besonderheit I

Zum Hof gehört in der Regel ein Speicher, auch Spycher genannt. Dort wurden Getreide, Trockenfleisch, Geld, Schmuck und sonstiger wertvoller Besitz gelagert. Der Spycher steht bewusst etwas abseits vom Wohntrakt, weil es in den Wohnhäusern wegen der offenen Küchenherde oft zu Bränden kam.

Besonderheit II

Ebenso gehört ein Stöckli zum Hof, ein sogenanntes Auszugshaus. Dorthin zogen und ziehen die Altbauern, wenn sie den Hof der jüngeren Generation übergeben. Damit sich die Generationen in Alltagsfragen nicht zu sehr in die Quere kommen, ist die Fassade des Stöcklis jener des Wohnhauses abgewandt.

Besonderheit III

Im Emmental war das damals übliche Erbrecht das Minorat. Das heisst, der Hof ging in der Regel ungeteilt an den jüngsten Sohn.
Fotograf Martin Mägli, der das Bild auf dieser Seite gemacht hat, ist vom 3. bis 26. März 2020 mit der Multivisionsshow «Naturwunder Schweiz» unterwegs.