Putziger Mäusejäger | Coopzeitung
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Putziger Mäusejäger

Das Hermelin ist ein flinker Jäger. In der Vergangenheit wurde es wegen seines Fells oft selber zum Gejagten .

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OLIVIER BORN/BIOSPHOTO
07. September 2020

«Auf der Suche nach Beute durchstöbert es Mausgänge, Asthaufen und Gestrüpp.»

 

Der putzige Mäusejäger wird oft mit seinen Verwandten verwechselt, dem Steinmarder oder dem Mauswiesel. Wie Letzteres gehört das Hermelin zur Gattung der Wiesel und alle drei Arten zählen zur Familie der Marder. So kann man das Hermelin im weitesten Sinn als Wiesel oder Marder bezeichnen. Das Tier hat einen schlanken Körper, wiegt 200 bis 250 Gramm und ist – wie man eben so schön sagt – wieselflink. Auf der Suche nach Beute durchstöbert es Mausgänge, Asthaufen und Gestrüpp. Seine Leibspeise wären Schermäuse, in der Schweiz ist das Hermelin aber auf Wühlmäuse spezialisiert. Von denen frisst es ein bis zwei am Tag, denn der quirlige Lebensstil verbraucht viel Energie. Bis zu einem Drittel seines Körpergewichts muss es jeden Tag erjagen.

Bestand

Das Hermelin wird nicht als bedroht eingestuft, obgleich die Bestände nicht wirklich bekannt sind. Fachleute gehen von einem Rückgang aus, denn das Raubtier braucht eine strukturreiche Landschaft als Lebensraum. Doch Steinhaufen, Hecken, Feldgehölze und Ähnliches fehlen oft.

Besonderheit

Früher wurde das Hermelin vor allem im Winter gejagt, weil es dann ein schneeweisses Fell trägt. Die Schwanzquaste bleibt im Winter schwarz – so lässt sich das Hermelin vom ähnlich aussehenden Mauswiesel unterscheiden. Bezeichnenderweise ist der Wikipedia-Eintrag zum Thema Hermelinfell länger als der Eintrag über das Hermelin selber.