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Schöne Schweiz

Uhu, rufts aus dem Wald

Praktisch geräuschlos jagt der Uhu seine Beute, vorwiegend kleine bis mittelgrosse Säuger und Vögel.

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06. Januar 2020

Der Uhu ist einer jener Vögel, denen ihr Ruf den Namen gibt. Gleich wie etwa dem Zilpzalp, dem Stieglitz (Distelfink) oder dem Kuckuck. Auf Französisch heisst der Vogel Grand-duc d’Europe, Grossherzog Europas. Und das passt ausgezeichnet zu seinem Äusseren: Bis drei Kilogramm wiegt ein ausgewachsenes Exemplar, seine Spannweite reicht gemäss Schweizerischer Vogelwarte Sempach nicht selten bis 180 Zentimeter.

Auffällig sind seine stechend orangen Augen und seine Federohren. Letztere haben aber nichts mit dem Gehör zu tun; ihre Funktion ist noch nicht restlos geklärt. Die richtigen Ohren liegen tiefer und – übrigens asymmetrisch – seitlich am Kopf.

Stark gefährdet

Der Bestand dieser grössten Eulenart ging in der Schweiz im 20. Jahrhundert markant zurück. Gemäss dem 2018 erschienenen Brutvogelatlas brüten hierzulande heute um die 100 Paare. Dies tun sie in unscheinbaren Felsen, die meist an Kulturland, manchmal an Gewässer grenzen. Der Uhu steht auf der Roten Liste; er ist stark gefährdet. Sein «Hauptfeind» sind Stromleitungen.