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In Schönheit erstarrt

Der Crestasee bei Flims GR ist im Sommer ein beliebter Badeort. Im Winter wagen sich nur Hartgesottene zum See.

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Andreas Gerth
18. Januar 2021

Der Crestasee liegt in einer bewaldeten Mulde auf dem Gebiet der beiden Gemeinden Flims und Trin. Seine Ent- stehung geht auf den Flimser Bergsturz am Ende der letzten Eiszeit zurück, also vor rund 10 000 Jahren. Es ist der grösste alpine Bergsturz und weltweit einer der grössten bekannten Bergstürze überhaupt. Die Gesteinsmassen, die damals ins Tal stürzten, waren rund 300-mal grösser als beim Bergsturz von Goldau SZ und 1200-mal grösser als beim Bergsturz von Elm GL.

Erreichbarkeit

Der See ist nur zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar. Er ist auf drei Seiten von Wald umgeben und wird aus unterirdischen Quellen gespeist.

Besonderheit

Im 19. Jahrhundert versuchte man den See trockenzulegen, um Kulturland zu gewinnen. Beim Versuch von 1828 misslang, das Wasser durch einen Tunnel abzuleiten. Um 1870 gelang es Bauern, den See zu drei Vierteln zu leeren. Weil der Grund aber unfruchtbar war, sah man von einer weiteren Trockenlegung ab. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der See wieder seine ursprüngliche Grösse zu- rückerlangt. Zu jener Zeit begann die touristische Nutzung.