Kunstwerk der Kälte | Coopzeitung
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Kunstwerk der Kälte

Wind und Wetter haben diese vergänglichen Skulpturen in Yverdon-les-Bains VD geschaffen. Von dauerhafter Schönheit ist Schloss Grandson VD im Hintergrund.

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Andreas Gerth
22. Februar 2021

Dass es sich auf diesem Flecken Erde am Südufer des Neuenburgersees gut leben lässt, dachten sich schon die neolithischen Siedler, die sich um 4000 v. Chr. auf dem Gebiet des heutigen Yverdon-les-Bains niederliessen. Um 800 v. Chr. lebten in der Gegend keltische Stämme, unter anderem die Helvetier. Eburodunos, wie Yverdon-les-Bains damals hiess, wurde dank seiner Lage zu einem Handelszentrum. Es liegt nur etwa 30 Kilometer nördlich von Lausanne VD und damit an der Verbindung zwischen Rhone und Rhein.

Erreichbarkeit

Heute hat die Schifffahrt mehr touristischen Charakter. Yverdon-les-Bains liegt an der Autobahn A1, die Genf mit St. Gallen verbindet. Der Abschnitt Lausanne–Yverdon wurde 1981 eröffnet – Yverdon-les-Bains heisst die Stadt erst seit 1982. Bereits seit 1855 ist sie ans Eisenbahnnetz angeschlossen.

Besonderheit

Noch beeindruckendere Verkehrsverbindungen hatte Yverdon Anfang des 18. Jahrhunderts. Schon damals war Yverdon als Bade- kurort bekannt. Menschen aus ganz Europa reisten hierher, um sich im schwefelhaltigen Wasser der Thermalquellen ihre diversen Gebrechen wegzubaden. Ab 1730 hatte Yverdon deshalb sogar eine direkte Schifffahrtsverbindung vom Hafen Gleyre nach London.