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Die Auen-Wälder entlang der Alten Aare zwischen Aarberg und Büren sind ein beliebtes Wandergebiet. Ausser den Wanderern fühlt sich auch der Bärlauch wohl hier.

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Andreas Gerth
30. März 2021

Die Alte Aare ist der ursprüngliche Flusslauf der Aare zwischen Aarberg BE und Büren BE, bevor man sie im Rahmen der ersten Juragewässerkorrektion im 19. Jahrhundert in den Bielersee umleitete. 1878 floss das Aarewasser erstmals durch den Hagneckkanal in den Bielersee und von dort durch den Nidau-Büren-Kanal zurück ins alte Flussbett.

Erreichbarkeit

Der Alte-Aare-Weg führt von Aarberg via Lyss BE nach Büren. Zwischen Aarberg und Lyss gibt es beidseits des Flusses markierte Wanderwege. Weil die Ufer des heute noch fünf bis sieben Meter breiten Fliessgewässers wegen des dichten Uferwaldes mit umgestürzten Bäumen schwer zugänglich sind, führt der Wanderweg nicht durchgehend unmittelbar dem Fluss entlang.

Historisches

Entlang der Alten Aare wandert man auch auf dem Kulturweg des Europarates «Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser». Im ausgehenden 17. Jahrhundert flohen Protestanten zu Tausenden aus Frankreich Richtung Deutschland, weil sie in Frankreich ihre Religion nicht mehr ausüben durften. Am 5. September 1687 sanken zwischen Aarberg und Lyss (oberhalb Lyssbünden) zwei anei- nandergebundene Schiffe mit 137 hugenottischen Flüchtlingen. 111 Menschen kamen dabei ums Leben. Es ist das grösste dokumentierte Schiffsunglück in der Schweiz.

Weitere Angaben zum Hugenottenweg und zum Unglück findet man unter: www.kirchenbezirk-seeland.ch