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Heisse Kohlen, kalter Rosé

Rosé macht jede Grillade zur Party! Warum? Weil er einfach zu allem passt: Fisch, Fleisch, Beilagen. Hier unsere heissesten Kombinationen.

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 Shutterstock
27. April 2020
Roséwein ist im Sommer zu fast  allen Speisen ein exzellenter Begleiter.

Roséwein ist im Sommer zu fast allen Speisen ein exzellenter Begleiter.

Dass Rosé und Sommer zusammenpassen, ist keine bahnbrechende Neuigkeit – darauf wären Sie auch selber gekommen, oder? Aber: Wie oft trinken Sie Rosé bewusst zum Essen? Klar, so ein kühler pinker Tropfen lässt sich hervorragend am Sonntagnachmittag (oder, seien wir ehrlich, gerne auch schon morgens um elf ...) als Apéro geniessen. Er kann aber noch viel mehr. Insbesondere zur Grillparty läuft er zu wahrer Hochform auf. Kein anderer Wein begleitet so treffsicher alle Facetten eines Barbecues. Als da wären ...

Fisch uns Meeresfrüchte

Think pink! Crevetten, Lachs und Thon harmonieren nicht nur farblich, sondern auch geschmacklich bestens mit Rosé. Es darf aber auch ein mit Haut und Haaren, pardon, Schuppen, grillierter Fisch sein, etwa eine Dorade mit Kräutern und Zitrone im Bauch. Hierzu glänzen vor allem kräftige mediterrane Tropfen, etwa aus Südfrankreich oder Sizilien (I).

Würstli

Linke Hand: Würstli. Rechte Hand: Rosé-Glas. So sieht ein guter Sonntag aus! Mit seiner leichten, aber präsenten Gerbstoffstruktur hat Rosé genügend Körper, um den herzhaften Würsten Paroli zu bieten, erfrischt dabei aber viel mehr, als es ein Rotwein könnte. Extrapunkte gibts für die Kombi mit exotisch oder scharf gewürzten Spezialitäten wie Köfte, Cevapcici oder Merguez. Probieren Sie dazu einen fruchtigen Rosado aus Spanien.

Käse

Der ideale Grillkäse kommt aus Zypern: Halloumi ist ein halbfester Käse aus Kuh- und/oder Schaf- und Ziegenmilch, welcher auf dem Rost willig bräunt. Rosé ist der perfekte Kontrapunkt dazu. Apart: Experimentieren Sie mit der Kombination Frucht und Käse, etwa in Form von frischen Feigen und Ziegenkäse, die im Alufolie-Päckchen über indirekter Hitze miteinander dahinschmelzen.

Früchte

Tipp zum Merken: Rosé verträgt sich ausserordentlich gut mit frischen Früchten. Vor allem Erdbeeren, Pfirsiche oder Nektarinen sowie Honig- melone lassen sich gerne begleiten. Gut: ein Exemplar mit weicher Fülle und etwas Restsüsse, etwa ein Œil de Perdrix aus Neuchâtel oder ein White Zinfandel aus Kalifornien (USA). Das erfrischt!

Salat

Tomaten gelten oft als weinresistent – doch einem Rosé können sie nicht widerstehen. Ob Tomate und Mozzarella oder ein schlicht-elegantes Carpaccio aus sonnenwarmen Tomaten mit Olivenöl und Fleur de Sel, ein knackiger rosa Tropfen begleitet sie perfekt. Beim südfranzösischen Klassiker Salade niçoise versteht sich das fast schon von selber. Dazu ein Tavel, Bandol oder anderer Kumpane aus der Provence, und der Gartensitzplatz rückt ganz nah ans Mittelmeer ...

Geflügel

Pouletflügeli sind doch einfach das schönste Fingerfood: saftig, knusprig, würzig und fettig im allerbesten Sinne. Ein kerniger, straighter Roséwein, etwa aus Bordeaux, steht dazu seinen Mann und putzt den Gaumen für den nächsten Bissen frei.

Gemüse

Grün und Pink, das passt bestens zusammen! Vegetarier und Gemüseliebhaber brauchen sich eigentlich keinen anderen Wein zu merken als Rosé. Insbesondere leicht bittere Gemüse wie grillierte Spargeln, Zucchetti oder Artischocken lieben ihn. Unsere Wahl dazu: ein zartfarbenes Deutschschweizer Exemplar.

Fleisch

Geheimtipp: Zu grilliertem Lamm, sei es als Rückenfilet, als Lammrack oder als Koteletts mit Rosmarin, passt ein rosa Schäumer wie ein Traum. Warum? Weil die Perlen im Wein das würzige Lammfett einfangen und so dem herzhaften Fleisch genau die Leichtigkeit verleihen, die man sich an einem Sommertag wünscht. Ganz classy ist Rosé-Champagner, doch ein anderer rosa Schaumwein tuts auch. Nur trocken sollte er sein.