Die magische Elf | Coopzeitung
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Bier aus Olten

Die magische Elf

Durch die Adern von Florian Künzle fliesst goldener Gerstensaft: Gemeinsam mit seiner Familie hat der Solothurner sich der Bierbraukunst verschrieben.

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Peter Mosimann
20. Juli 2020
Prost! Privat lässt sich Brauer Florian Künzle am liebsten ein helles Bier schmecken.

Prost! Privat lässt sich Brauer Florian Künzle am liebsten ein helles Bier schmecken.

Die Zahl 11 ist in Solothurn allgegenwärtig. Es gibt 11 Brunnen, Kapellen, Kirchen und eine Uhr mit einem Zifferblatt, das nur 11 Stunden zeigt. Kein Wunder, trägt auch die hiesige Brauerei den klingenden Namen «Öufi». Gegründet wurde das Öufi-Bier im Jahr 2000 von Alex Künzle (68), der genug hatte von seinem Job als Mineralwasser-Verkaufsleiter und sich lieber auf seine Leidenschaft, das Bierbrauen, konzentrieren wollte. Inzwischen sind die Öufi-Brauer eine richtige Bierfamilie. Alex Künzles Söhnen, Florian (39) und Moritz (35), liegt das Brauen im Blut: «Bereits als Kind durfte ich den Schaum vom Bierglas meines Vaters schlürfen», sagt Florian Künzle mit einem Lachen.

Die Beiz als Testlabor

Wie auch sein Bruder hat Florian Künzle eine Brauerlehre absolviert, gemeinsam produzieren die Brüder mit einem Braumeister und einem Lehrling nach geheimen, stets wechselnden Rezepten gut 40 Biere pro Jahr. Die Sorten Helles, Südfuss, Rotbier, Weizen und Orbi sind immer im Sortiment. «Zusätzlich brauen wir pro Jahr 25 Saisonbiere nach Lust und Laune. Da kann ich kreative Ideen verwirklichen.» Bei all dieser Vielfalt sind die Präferenzen des Öufi-Brauers jedoch klar. «Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Mein perfektes Bier ist ein frisches, gut gehopftes helles Spezialbier nach Pilsner Brauart.» Mit seiner Vorliebe liegt Florian Künzle eindeutig auf der Linie der Bierfans in der Schweiz. «Helle Biere haben geschmacklich wenig Ecken und Kanten und löschen den Durst, deshalb ist die Nachfrage entsprechend gross.»

Florian Künzle misst den Zuckergehalt der Bierwürze.

In Solothurn bereits eine wahre Legende: die Öufi-Brauerei.

Dennoch brauen die «Öufis» auch obergärige Biere wie Ales, Stouts oder Weissbier. Ob es eine neue Kreation in den Verkauf schafft, wird nicht nur vom Team bestimmt, alle Biere werden in der hauseigenen Öufi-Beiz ausgeschenkt und können sogleich von der bierverwöhnten Kundschaft getestet werden. Dazu gibt es währschaftes Essen mit Produkten aus der Region, das die Hauptdarsteller, nämlich die Biere, noch besser schmecken lässt.

Die Zukunft ist gesichert

Die Öufi-Brauerei ist in den vergangenen zwanzig Jahren zu einer Institution in Solothurn geworden. Nachdem das Flaschenbier in der Anfangszeit noch in Bern gebraut wurde, setzen die Brauer inzwischen auf ein konsequent einheimisches Produkt, sogar das verwendete Wasser stammt aus Solothurn. «Wir wollen eine wichtige, regionale Brauerei mit frischen, bekömmlichen Bieren sein und bleiben.

Darauf sind wir stolz», so Florian Künzle. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die gesamte Familie Künzle im Betrieb mit: Mutter Barbara erledigt mit Tochter Sophie (33) die gesamte Administration; Grafikerin Louise (28), das jüngste der Künzle-Kinder, designt die Etiketten für die Öufi-Biere. Um die Zukunft des Öufi-Biers brauche man sich nicht zu sorgen, so Florian Künzle: «Die zweite Generation wird die Brauerei in den nächsten Jahren übernehmen.» 

Erhältlich in ausgewählten Coop-Supermärkten: «Öufi Lager hell» für Fr. 15.95/10 × 33 cl, «Öufi Südfuss» für Fr. 13.95/6 × 33 cl, «Öufi Rotbier Bio Knospe» für Fr. 15.95/6 × 33 cl, «Öufi Hells Pills Dosen» für Fr. 13.80/6 × 50 cl und «Öufi Hells Pills Dose» für Fr. 2.30/50 cl. Diverse Biere gibt es der- zeit zu Aktionspreisen.