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Titelgeschichte

Einfach zum Anbeissen

Nicht mehr als zwei rustikale Töpfe benötigt Rolf Streun zur Herstellung seiner Konfitüren im eigenen Einfamilienhaus – sein Motto lautet seit jeher:Lieber klein, aber fein.

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Heiner H. Schmitt, Pascal Triponez
15. Juli 2021
Rolf Streun verwendet bei der Herstellung seiner Konfitüren ausschliesslich Rohstoffe aus der Region.

Rolf Streun verwendet bei der Herstellung seiner Konfitüren ausschliesslich Rohstoffe aus der Region.

Der Produktionsraum, der sich im eigenen Einfamilienhaus befindet, ist klein. «Rund vierzig Quadratmeter», sagt Rolf Streun. Auf einem Metalltisch stehen zwei alte Pfannen. «Darin stellen wir unsere Konfitüren her – ganz rustikal», erklärt der 52-Jährige. Daneben befindet sich eine kleine Abfüllmaschine, die gerade stark gefordert ist. Denn der Berner Oberländer, der aus beruflichen Gründen nach Büren an der Aare BE übergesiedelt ist, hat noch eine zweite Leidenschaft: «Wir machen eigene Glaces.» Und damit ist der gelernte Koch und Käser an diesem Morgen beschäftigt. Es ist das eigentliche Steckenpferd von Rolf Streun. Rund 50 verschiedene Sorten hat er unter dem Markennamen Polarfuchs im Angebot. Darunter exotische Variationen wie Popcorn-, Honig-Lavendel- oder auch Rosen-Glace. Er experimentiere halt gerne. Bei den Rohstoffen, die er dafür verwendet, hat er hingegen eine klare Linie: «Ausschliesslich aus der Region, und ohne Konservierungs- oder sonstige Zusatzstoffe.»

«Dieses Wissen kann ich bei der eigenen Glace- und Konfitürenherstellung nutzen.»

 

Sieben verschiedene Sorten

Seit 14 Jahren produziert Rolf Streun eigene Glaces. Die Idee dazu hatte er im heissen Sommer 2003. Und diese öffnete ihm zugleich die Tür für seine selbst gemachten Konfitüren. «Anfänglich wollte Coop nur unsere Glaces ins Sortiment aufnehmen, als die Verantwortlichen sahen, dass wir auch eigene Konfitüren herstellen, nahmen sie diese auch.» Sieben verschiedene Sorten sind es aktuell, darunter der Star: die Erdbeer-Konfitüre. Wie bei den Glaces verwendet Rolf Streun zur Herstellung nur natürliche Zutaten. «55 Prozent Fruchtanteil, 45 Prozent Zucker und Geliermittel», erklärt er. Rund 4000 Gläser Konfitüre stellt Rolf Streun im Jahr her. Und bleibt dabei seinem Motto «klein, aber fein» treu. Expandieren will der Vater von zwei erwachsenen Kindern nicht. Auch weil er noch zu 50 Prozent in einem Weinabfüllbetrieb angestellt ist. «Dort arbeite ich im Labor und beschäftige mich mit der Qualitätssicherung», sagt er. Er lerne dabei viel, was mit Lebensmittelsicherheit zu tun hat. «Und dieses Wissen kann ich bei der eigenen Glace- und Konfitürenherstellung nutzen.» Als gelernte Konditorin bringt zudem Rolf Streuns Ehefrau Therese (50) zusätzliches Know-how mit in den eigenen Familienbetrieb, den die beiden mit einer 20-Prozent-Aushilfe bewirtschaften.Die Streuns sind nicht nur geschäftlich ein erfolgreiches Gespann. Auch musikalisch sind sie wortwörtlich aufeinander eingespielt. «Ich jodle, meine Frau spielt dazu Schwyzerörgeli und unser Sohn begleitet uns auf dem Kontrabass», erklärt Rolf Streun. Bereits einen Auftritt im Fernsehen hatte Tochter Lena (22), als sie 2015 im Rahmen des TV-Formats «Sing mit deinem Star» mit Adrian Stern vor der Kamera stand. Wegen Corona musste das gemeinsame Musizieren die letzten Monate ruhen. Dafür fröhnte Rolf Streun einem anderen Hobby: dem Skifahren. Was sonst, als Berner Oberländer. 

Die Erdbeer-Konfitüre von Polarfuchs gibts für Fr. 3.95/230g in ausgewählten Coop-Supermärkten der Region. 

Mehr Abwechslung beim Brötli-Streichen gefällig?

Beim Kombinieren von Brötchen und Aufstrich sind einem grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Doch ein paar «Geschmacksregeln» helfen auch hier, die richtige Auf- zur Unterlage zu finden.  

Gleich und gleich gesellt sich gern

Manchmal muss man es sich nicht schwerer machen als nötig. Indem man Mildes mit Mildem und Kräftiges mit Kräftigem kombiniert, kann man wenig falsch machen. Beispiele: helles Brot zu einem milden Aufstrich – wie Semmeli mit mildem Gemüseaufstrich. Oder kräftiges, kerniges Brot zu starken Aromen – wie ein dunkles Nussbrot zu einer Paté oder einer Mettwurst.  

Gegensätze ziehen sich an

Ein eher süssliches Brot kann einen hervorragenden Kontrast zu einem rezenten Aufstrich bilden, wie Hummus auf einem Mais- oder Kartoffelbrötchen. Oder ein fast neutraler Frischkäse auf einem kräftigen, dunklen Brötli. Was aromatischer ist, trumpft hier auf, während der Gegenpart die zweite Geige spielt und vielleicht «nur» Frische oder Süsse liefert.

Und noch ein Tipp:

Wir greifen alle gerne regelmässig zu denselben Produkten, auch bei Brötli und Aufstrichen. Doch die Auswahl ist grösser, als man denkt, und es kommen immer wieder neue Kreationen ins Gestell. Einfach Augen offen halten und mal bewusst «daneben» greifen:   So kommt man auch leichter zu immer wieder neuen Aroma-Paaren. 

Die besten Börtchen-Auftrich-Kombinationen jetzt im grossen Überblick zum ausprobieren und geniessen.

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