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Hugo Steinegger

Früher dirigierte «Mister SCB» die Tour de Suisse wie ein Feldherr. Heute hält er einen Schweizer Olympiarekord.

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keystone , ZVG
06. September 2021
Hugo Steinegger 1992 mit Tour-de-Suisse-Sieger Giorgio Furlan und vor einem Monat in Tokio.

Hugo Steinegger 1992 mit Tour-de-Suisse-Sieger Giorgio Furlan und vor einem Monat in Tokio.

26 Mal Olympia, 33 Jahre Medienchef der Lauberhorn-Rennen, 31 Jahre in derselben Funktion beim European Golf Masters in Crans-Montana – der 77-jährige Berner Hugo Steinegger sah viele Sportler kommen und gehen. Und er hat selber Triumphe und Tiefschläge erlebt. Den Einstand als «Presse-Attaché» gab er 1972 an den Winterspielen in Sapporo, als Russi, Nadig und Co. dem Schweizer Sport ein Denkmal für die Ewigkeit setzten. Steinegger war Medienchef an der Jahrhundert-WM 1987 in Crans-Montana. Diese war denkwürdig – auch weil er seine heutige Ehefrau Gabi (65) kennenlernte.

Von Sepp Vögeli übernahm er 1992 das Erbe als Tour-de-Suisse-Direktor. Steinegger war der Letzte, der das Renngeschehen im Stile eines römischen Feldherrn aus dem Schiebedach verfolgte und mitprägte: «Damit die Fahrer Druck vom Organisator spüren und man das Rennen nicht voll in die Hände der internationalen Renn-Kommissäre gibt.»

Mit dem SC Bern holte Steinegger als geschäftsführender Vizepräsident viermal den Titel. Als Präsident stieg er mit dem Klub ab: «Das war in Bern ein Sakrileg.» Auch seine Präsidentschaft beim Schweizerischen Radfahrerbund (SRB) endete im Unfrieden. «Als Manager war ich erfolgreich, als Präsident dagegen weniger», sagt er.

Obwohl Steinegger seit zwölf Jahren die AHV bezieht, steht er mit beiden Beinen im Berufsleben – seit 55 Jahren als «Dienstleister» im Profisport. Als OK-Vizepräsident der Ski-Welt­cuprennen von Crans-Montana hat er sich jetzt noch ein ganz grosses Ziel gesetzt: Die Walliser Kandidatur für die Ski-WM 2027 soll von Erfolg gekrönt sein.

An Olympia in Tokio beriet er das IOC im Medienbereich. «Seriös und gesund leben» ist sein Rezept für diese ungebrochene Arbeitskraft. An Grossanlässen gebe es nur zwei Dinge zu tun: Schaffen und Schlafen. «Für meine Funktion gibt es kein Rentenalter», sagt Steinegger – und blickt schon mit einem Auge in Richtung Peking. Dort wird am 4. Februar 2022 die olympische Flamme entzündet. Hugo Steinegger ist dabei.

Hugo Steinegger 1992 mit Tour-de-Suisse-Sieger Giorgio Furlan und vor einem Monat in Tokio.


Titelbild, Ausgabe 35

Kompliment

Ein herzliches Kompliment zum wunderschönen Titelbild der Coopzeitung.

Rahel Zimmermann, via E-Mail

Schön, dass Sie für einmal der Versuchung widerstanden haben und statt einer Bäuerin in Tracht (was ja auch schön gewesen wäre) eine junge, sympathische Frau auf das Titelbild genommen haben. Mir scheint, man sieht ihr die Freude an ihrer Arbeit und den Stolz auf ihre Produkte an.

Ursula Grassegger, via E-Mail

«Abwechslung beim Essen», Ausgabe 35

Alles über Ernährung

Wieder mal alles, was man zum Thema Ernährung wissen muss, fein säuberlich zusammengefasst. Zwar nichts Neues dabei. Trotzdem: bravo!

Leander Spähni, via E-Mail

«Immer das Gleiche», Leserbrief Ausgabe 35

Töchter, übernehmen!

Auch die besten Kolumnen laufen sich früher oder später zu Tode. Die von Schneider und Schreiber hat ihr Ablaufdatum längst überschritten. Lieber keine Kolumne als dieses unsägliche, forciert originelle Gewäsch. Bitte aufhören! Danke.

Jürg Karl Schultheiss, via E-Mail

Da gab es doch tatsächlich eine negative Äusserung zur Kolumne «Schreiber vs. Schneider». Ich persönlich liebe diese Rubrik. Sie ist das Erste, was ich lese. Ich würde sie sehr vermissen. Und in ein paar Jahren können ja die Töchter übernehmen.

Rolf Schreuder, via E-Mail