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Kulinarik

Gute alte Zeit: So schmeckt die Kindheit

Nostalgie Bei den Erinnerungen an Griessbrei, Auflauf und Co. wird uns noch immer ganz warm ums Herz. Und in der Magengrube. Ganz egal, wie alt wir sind.

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Fotolia, Tabea Hueberli, Alamy, Pia Grimbühler, Christian Dietrich, Getty Images, Keystone, zVg
17. November 2014

Bericht

Eine Liebe fürs Leben

Wenn es nach Denise Biellmann gegangen wäre, hätte sie als Kind selbst die Schokoladenmilch mit Mayo verfeinert.

Auch wenn sich die dreijährige Andrea hier über eine Scheibe Zopf hermacht: Der Auflauf ihrer Mutter war ihr kulinarisches Highlight.

Es gibt genau ein Gericht, das meine Laune als Kind erheblich verbessert hat. Und das war der Makkaroni-Auflauf meiner Mutter. Den gab es sicherlich jede zweite Woche auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin. Wenn mir die Pause allerdings zu lange vorgekommen ist, habe ich ihn mir früher gewünscht. Vor allem die knusprige Schicht mit dem gratinierten Käse hat es mir angetan, und das bis heute. Ausserdem habe ich das Gericht mit Aromat verfeinert. Aber nur, wenn niemand geschaut hat. Eigentlich total schlimm, doch auch das habe ich beibehalten. Wenn ich den Auflauf esse, dann nur bei meinen Eltern. Denn bei mir zu Hause versuche ich, etwas leichter zu kochen. Übrigens: Mein zweieinhalbjähriger Sohn Nils liebt Teigwaren in allen Variationen. Und ist diesbezüglich nicht ganz so fixiert, wie ich es als Kind war.

Matthias Sempach kann es bestätigen: Milch macht gross und stark.

Das selbst gemachte Jogurt meiner Mutter gehörte damals zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Man sagt, ich hätte literweise davon gegessen. Verfeinert wurde es mit Konfi, Apfelmus, Honig oder Ovomaltine. Da wir auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, war Milch für uns sowieso ein grundlegendes Nahrungsmittel. Dass Kalzium wichtig für den Knochenaufbau ist, kann ich nur bestätigen: Milch macht gross und stark. Daher ist es mir ein Anliegen, dass auch mein Kind, das im Dezember zur Welt kommt, diese wichtigen Nährstoffe erhält. Und wer erinnert sich nicht an die heisse Milch mit Honig, wenn man mal nicht einschlafen konnte?

Ich war als Kind ein richtiger Fleischtiger, erzählt Reto Burrell. Erst recht nach dem Kollaps in einer Käserei.

Mein liebstes Kindheitsgericht wurde mir bereits im Alter von vier Jahren zum Verhängnis. Ich habe damals so viel Käse verdrückt, dass er mir aus den Ohren respektive dem Mund gekommen ist. Und das ausgerechnet auf einer Besichtigungstour mit meiner Oma Berta durch eine Käserei. Erst mit 20 habe ich mich erneut an ein Fondue gewagt und es für wunderbar befunden. Seitdem gehört Käse wieder zum festen Bestandteil meines Speiseplanes. Nur Fleisch habe ich irgendwann ganz gestrichen. Vielleicht, weil ich davon als kleiner Knopf ebenfalls zu viel gegessen habe. Am liebsten roh beim Fondue chinoise. Doch mit 16 sagte ich mir: Solange ich das Tier nicht erlegen kann, bin ich auch nicht würdig, es zu essen. Mein siebenjähriger Sohn Ryan kommt diesbezüglich ganz nach mir: Auch er liebt Käse und ist Vegetarier. Freiwillig, und weil er das Kalb lieber auf der Weide hat als auf dem Teller.

Reto Burell

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Rezepte

Zutaten

  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Liter Milch
  • 2 Prisen Salz
  • 6 EL Zucker
  • 140 g Griess
  • Zimt, Zucker
  • 250 ml roter Traubensaft
  • 1 EL Maizena
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 2 Gläser Schattenmorellen, beide à 175 g

Zubereitung

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Zutaten

Für 4 Personen
Vor- und Zubereitungszeit: ca. 60 Min.

  • 200 g Teigwaren (z.B. Makkaroni)
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 g Schinken, gekocht
  • 300 g Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stange Lauch
  • 150 g Crème fraîche
  • 2 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 80 g Hartkäse (z.B. Gruyère)
  • Butter (für die Form)

Zubereitung

Makkaroni im Salzwasser bissfest kochen, abgiessen, mit kaltem Wasser abspülen und anschliessend mit Olivenöl mischen. Schinken und Tomaten würfeln, Knoblauch hacken und Lauch in feine Ringe schneiden. Die Crème fraîche mit den Eiern vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Nudeln mit der Schinken-Gemüse-Masse in eine ofenfeste Form geben und mit der Crème-fraîche-Mischung übergiessen. Dann geht es für etwa 30 Min. in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen. Den Käse grob raffeln und nach ca. 15 Min. über die Nudeln geben.

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Zutaten

Für 4 Personen
Vor- und Zubereitungszeit: ca. 40 Min.

  • Naturaplan-Blätterteig, eckig ausgewallt
  • 4 Scheiben Bratspeck
  • 4 Wienerli

Zubereitung

Blätterteig in möglichst vier gleiche Teile schneiden, die Würstchen mit dem Speck ummanteln und auf dem Teig schräg aufrollen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad für ca. 20 Minuten goldbraun backen. Mit Tartaresauce oder Ketchup servieren.

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Zutaten

Für 4 Personen
Vor- und Zubereitungszeit: ca. 60 Min.

  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 4 Scheiben Weissbrot, eingeweicht, ohne Rinde
  • 20 g getrocknete Steinpilze, eingeweicht in 125 ml Wasser, abgetropft, grob gehackt
  • 600 g Hackfleisch, gemischt
  • 2 Eier
  • 100 g geriebener Parmesan
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 375 ml Rinderbouillon
  • 200 ml Rahm
  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 25 g Butter
  • 150 ml Milch
  • Muskatnuss

Zubereitung

Hackbraten: Butter erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Peterli darin andämpfen. Brot und Steinpilze kurz mitdämpfen. Einweichwasser der Pilze aufheben. Alles in einer Schüssel auskühlen lassen. Fleisch mit allen Zutaten bis und mit Olivenöl beigeben, würzen und von Hand gut mischen. Braten formen, in einen gefetteten Bräter geben und für 45 Min. bei 220 Grad im Ofen backen.

Sauce: Den Braten zwischendurch mit der Rinderbouillon übergiessen. Etwa 10 Min. vor Ende der Garzeit den Rahm dazugeben. Danach den Braten rausnehmen und das Einweichwasser der Pilze unterrühren. Pfeffern, salzen und durch ein Sieb giessen.

Kartoffelstock: Kartoffeln für 20 Min. im Salzwasser weich kochen, abtropfen lassen und durch ein Passevite direkt in die Pfanne treiben. Butter beigeben, Milch erhitzen und unter Rühren langsam beigeben. Kartoffelstock kurz und kräftig rühren, dann mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen.

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Zutaten

Für 4 Personen
Vor- und Zubereitungszeit: ca. 20 Min.

  • 8 Scheiben Brot
  • 1 EL Senf, scharf
  • 8 EL Rahm
  • 150 g Gruyère,
  • gerieben
  • 100 g Bündner Bergkäse, gerieben
  • EL Mehl
  • 2 Eier
  • Paprika
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Brotscheiben mit Senf bestreichen und mit 4 EL Rahm beträufeln. Den Käse mit dem Mehl, den Eiern und 4 EL Rahm zu einer Masse verrühren. Mit Paprika, Pfeffer und wenig Salz würzen und die Brotscheiben damit bestreichen. Ofen vorheizen und die Käseschnitten bei 220 Grad auf der oberen Schiene für ca. 10 Min. backen.

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Was war Ihr liebstes Kindheitsgericht?»

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