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Kinderreiche Familie:Sieben plus 1

Der Musiker Christian Tschanz und seine Frau Isabelle sind seit 20 Jahren ein glückliches Paar. Mit ihrer sieben-, bald achtköpfigen Kinderschar wird ein Osterbrunch zu einem familiären Grossereignis. Wie eigentlich jede Mahlzeit.

FOTOS
Joel Schweizer
15. April 2014
Bei Familie Tschanz sitzen neun Personen am Tisch, wenn alle zu Hause sind. Bald werden sie sogar zu zehnt sein. Jeder hilft mit. Salomé (10), Christian Tschanz, William (13) (v. l.). Bunte Ostereier wie aufregend für die beiden Kleinsten Seven (2, l.) und Eden (4). Eden lässt sich von Clifford (17) und Salomé helfen. Aber nur ausnahmsweise! 16 Liter Milch, 1 grosses Glas Nutella und 10 Eier verschwinden wie nichts, wöchentlich.

Bei Familie Tschanz sitzen neun Personen am Tisch, wenn alle zu Hause sind. Bald werden sie sogar zu zehnt sein. Jeder hilft mit. Salomé (10), Christian Tschanz, William (13) (v. l.). Bunte Ostereier wie aufregend für die beiden Kleinsten Seven (2, l.) und Eden (4). Eden lässt sich von Clifford (17) und Salomé helfen. Aber nur ausnahmsweise! 16 Liter Milch, 1 grosses Glas Nutella und 10 Eier verschwinden wie nichts, wöchentlich.

Jeder hilft mit. Salomé (10), Christian Tschanz, William (13) (v. l.).

Bunte Ostereier wie aufregend für die beiden Kleinsten Seven (2, l.) und Eden (4).

Eden lässt sich von Clifford (17) und Salomé helfen. Aber nur ausnahmsweise! 

16 Liter Milch, 1 grosses Glas Nutella und 10 Eier verschwinden wie nichts, wöchentlich.

Reportage

Happy Family: die Familie Tschanz in Avenches mit ihren sieben Kindern.

Ist Madison jetzt 7 Jahre alt?, fragt Christian Tschanz (37) seine Frau Isabelle. Bei sieben Kindern kann ja selbst der Vater mal den Überblick verlieren: Ausser Madison sind da Clifford (17), William (13), Kenneth (12), Salomé (10), Eden (4) und Seven (2). Äusserlich sind alle sehr verschieden voneinander, doch jedes Kind ist bildhübsch.

Mutter Isabelle (36) ist Inderin, wurde als Kind von Schweizern adoptiert und ist in der Nähe von Avenches VD aufgewachsen. Isabelle und Christian Tschanz sind sich vor rund 20 Jahren in einer Beiz in der Region begegnet. Es war Liebe auf den ersten Blick. Das Projekt Grossfamilie stand dabei nicht gleich auf ihrem Plan. Auch noch nicht, als Clifford, der Älteste geboren war. Es sei so passiert. Doch heute bestätigt Christian, was viele vom Hören-Sagen kennen: Jedes unserer Kinder ist einzigartig und unterscheidet sich von allen anderen Geschwistern, das ist wirklich beeindruckend zu beobachten. Diejenigen, die gut zusammen spielen können, finden sich automatisch. Viele Kinder ergänzen sich gegenseitig.

So wie William und Kenneth. Ihre Verbindung ist so eng, dass sie wie Zwillinge immer die Köpfe zusammenstecken. Gemeinsames Musizieren gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. William greift in die Tasten seines Klaviers, Kenneth und Vater Christian spielen auf ihren Gitarren einen groovigen Sound, unversehens verwandelt sich Papas Musikraum in eine Blueshöhle wie im alten New Orleans. Die typischen Bluesmelodien hat sich William selbst beigebracht. Mit beeindruckender Geschwindigkeit rasen seine Finger, ohne akademische Ansprüche an die Fingertechnik, über die Tasten. Klar ist Profimusiker Tschanz stolz auf seine Jungs er hatte sich Au paradis für die Schweizer Auswahl zum Eurovision Songcontest qualifiziert und bei der Ausscheidung im Februar den vierten Platz belegt. Doch er und seine Frau wollen ihre Kinder zu nichts drängen: Alles kommt von allein. Wir machen keinen Druck. Ihre Prioritäten bei der Erziehung sind Schule, Freundlichkeit, und Respekt sich selbst und anderen gegenüber. Vieles im Leben des aussergewöhnlichen Paares hat sich sozusagen auf natürliche Art und Weise ergeben, als geschehe es dank einer Vorsehung von oben. Wir haben zwar in der Kirche geheiratet, aber wir sind nicht im eigentlichen Sinne religiös. Wir verschliessen uns aber auch auch nicht vor den Themen oder Fragen zu religiösen Festen wie Ostern . Unsere Kinder haben viele Fragen dazu, die wir nach bestem Vermögen beantworten, sagt der Musiker.

Ostern ist bei den Tschanz ein ganz grosser Familienanlass. Am Ostersonntag kommt für einen üppigen Brunch alles auf den Tisch, was die Eltern herangefahren haben: neben Schoggi-Osterhasen und vielen bunten Eiern, auch Käse, Brot, der selbstgebackene Riesenzopf, Konfi, Nutella, Lachs und gaaanz viel Charcuterie. Die ist fast schon weggeputzt, bis sich die Eltern an den Tisch setzen können.

Die Gänge regeln die Kinder selbst, das Essen bleibt den ganzen Tag auf dem Tisch, jeder taucht irgendwann mal wieder auf, bedient sich an der appetitlichen Auslage und verschwindet wieder zum Spielen. Auf dem Einkaufszettel der Familie finden sich, auch unabhängig von Ostern oder anderen Festen, jede Woche 16 Liter Milch, 2 Pakete Butter, 10 Eier, mehrere Kilo Fleisch, 1 Glas Nutella, je eine Tube Mayonnaise und Senf, 7 Kilogramm Brot. Zum Essen kommen in der Regel Prix-Garantie-Produkte auf den Tisch, 250 Franken gibt die Grossfamilie durchschnittlich in der Woche für Lebensmittel aus. Sie lebt sparsam, Ferienreisen mit neun Personen sind ein Luxus, den sie sich nicht leisten kann. Christian und Isabelle meistern ihre Situation, indem sie Hand in Hand zusammenarbeiten. Auch 12 bis 15 Maschinen Wäsche in der Woche wollen gewaschen und getrocknet werden. Das verlangt eine gute Organisation. Montags ist für Christian Sandwich-Tag. Da schmiert er 20 Sandwiches für seine Schulkinder. Die reichen für die ganze Woche. Neben den familiären Verpflichtungen führt er seine Musikprojekte. Eine neue CD und DVD sind gerade erschienen und er hat fast 50 private Musikschüler.

Es wird auch in Zukunft nicht weniger Arbeit für das Elternpaar geben. Denn das achte Kind ist bereits unterwegs. Familie und Musik, das ist mein Leben, sagt Tschanz, aber nach dem achten Kind ist Schluss. Doch beim Blick über den Tisch meint er schon fast etwas wehmütig: Eigentlich gibt es an diesem Tisch noch vier freie Plätze.....

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