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Feste feiern!

Die Klassiker fürs Festtagsmenü sind gesetzt. Aber welchen Wein serviert man dazu? Solls ein schwerer Roter sein oder doch eher ein beschwingter Champagner? Was am besten zu den Festtagsgerichten passt, weiss unsere Weinexpertin.

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Heiner H. Schmitt
16. Dezember 2019
Zwei, die sich mögen und gut miteinander harmonieren: Blätterteig und Champagner.

Zwei, die sich mögen und gut miteinander harmonieren: Blätterteig und Champagner.

Süsser die Gläser nie klingen … Weihnachten ist der perfekte Anlass – okay, Vorwand –, die besten Flaschen aus dem Keller zu holen. Damit die Mariage gelingt, hier unsere Weintipps zu den klassischen Schweizer Festgerichten. Danach hören Sie die Engel singen!

Rauchlachs und Riesling

Der absolute Vorspeisenklassiker! Rauchlachs verleiht jedem Mahl eine festliche Note. Kein Wunder: Mit seinem prägnanten Geschmack und reichen Fettgehalt legt er einen starken Auftritt hin. Da muss der Wein erst mal mithalten können. Unser Tipp: ein Riesling, zum Beispiel aus dem Elsass oder aus Deutschland. Mit seiner spritzigen Säure und klaren Frucht gibt er dem Lachs Kontur und putzt den Gaumen nach jedem Bissen wieder blank.

Panettone und Moscato d’Asti

Nicht nur im Tessin, sondern in der ganzen Schweiz liebt man das italienische Weihnachtsgebäck Panettone. Kein Wunder: Der fluffige Hefekuchen schmeckt, als würde man in eine Wolke beissen! Dazu trinkt man traditionell Moscato d’Asti, einen süssen, traubigen, prickelnden Weissen aus dem Piemont. Die gute Nachricht: Er hat nicht viel mehr als fünf Volumenprozent Alkohol, Sie können also ungeniert schon am Nachmittag damit beginnen …

Pastetli und Champagner

Ein bisschen retro. Aber, oh mein Gott, schmeckt das gut! Die klassischen Vol-au-vents, also knusprig-luftige Blätter­teig-Pastetli, gefüllt mit sahnigem Frikassee, meist aus Kalbfleisch und Champignons. Beim Wein dazu gibts nix zu diskutieren: Champagner! Mit seiner charakteristischen Hefenote begleitet er Buttergebäck und Rahmsauce, und sein animierendes Prickeln nimmt dem Gericht jede Schwere. Lassen Sie es im Glas perlen!

Filet im Teig und Burgunder

Dies ist die Gelegenheit, einen edlen Burgunder aus dem Keller zu befreien. Kein Wein schlägt besser die Brücke zwischen delikatem Kalbs- oder Rindsfilet, würziger

Champignon-Farce (mit ihr teilt roter Burgunder eine apart waldige Note) sowie goldbraunem Blätterteig. Sie möchten im Lande bleiben? Dann wählen Sie einen Schweizer Pinot Noir, etwa einen reifen Tropfen aus der Bündner Herrschaft.

Egal, ob rot oder weiss: Zum Schüfeli passt ein saftiger Pinot Gris ebenso gut wie ein duftiger Dôle.

Fondue Chinoise und Chasselas

Das Schönste an Weihnachten sind nicht die Geschenke, es ist das Beisammensein. Und bei welchem Gericht geht das besser als beim Fondue Chinoise? Man redet, lacht, teilt, die Wangen röten sich in der Hitze des Caquelon – da kommt ein Schlückchen kühler Chasselas gerade recht! Mit seiner klaren, frischen, diskreten Art harmoniert er bestens mit den gegarten Häppchen, ob Fisch oder Fleisch, getunkt in Mayon- naise, Knoblisauce oder exotischen Currydip. Erfrischend!

Schüfeli und Pinot Gris oder Dôle

Gibts Schüfeli zu Weihnachten, darf man sich gleich noch mal was wünschen – nämlich, ob der Wein dazu rot oder weiss sein soll. Zur gepökelten und geräucherten Schweineschulter passt ein saftiger Pinot Gris ebenso wie ein duftiger Dôle. Bonus: Beide Weintypen kommen auch mit Kartoffelsalat klar. Und sie passen ebenso gut zu Rollschinkli! Kurz, hier findet jeder sein Glück.