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Kulinarik

Ein gutes Jahr

Der Castello di Morcote des Jahrgangs 2013 hat hohes Potenzial: Der Wein ist bereits heute ein Genuss, wird es aber auch noch in zehn Jahren sein.

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zvg
26. Februar 2018

Über 2500 Hektar Reben reihen sich rund um den Kalterer See. Hier entfalten die heimischen Sorten ihr höchstes Potenzial.


Sattes Rubinrot

Elisa Pedrazzini, Sommelière und Redaktorin

Im Glas entfaltet der Castello di Morcote 2013 ein intensives Bouquet von reifen, roten Früchten. Der satte Rubinton ohne violette Reflexe, wie sie ein Merlot sonst aufweist kommt vom vulkanischen Terroir. Die Tannine sind fein, die Säure kaum wahrnehmbar und ausgewogen. Der milde, ausbalancierte Wein passt gut zu Rindstatar, Saltimbocca alla romana, Pilzrisotto oder jungem Hartkäse.

Delikat und weich
90 Prozent Merlot, 10 Prozent Cabernet Franc so macht man es im Bordeaux. Tatsächlich ähnelt unser Wein eher einem Burgunder, sagt Gaby Gianini.

Im Zeichen der Burg
Die mittelalterliche Festung oberhalb des Rebbergs zu sehen auf der Etikette hat als einzige im Sottoceneri die zahlreichen Kriege überstanden.

Bio-Pionier
Seit 2017 entsprechen die Weine der Schweizer Bio-Verordnung wegen des feuchten Klimas im Tessin eine echte Herausforderung.

Familienbesitz
In der vierten Generation wird das Weingut heute geleitet von Gaby Gianini, Kunsthistorikerin und dreifache Mutter.

Castello di Morcote 2013, Fr. 39.50/75 cl, in grossen Coop-Supermärkten und bei Mondovino.