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Gemeinsam allein das Tanzbein schwingen

Bewegung ist auch im Ruhestand nicht tabu. Pro Senectute bietet Senioren Möglichkeiten zu gemeinschaftlichen Aktivitäten. Darunter das Tanzangebot Everdance.

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Tom Kawara
08. September 2014

Tanzlehrerin Monika Bühlmann (51, in Schwarz) in einem Everdance-Kurs.


Interview

Welche Voraussetzungen fürs Tanzen muss man mitbringen?
Man sollte noch selbst Treppen steigen können und sicher auf den Beinen sein. Für die Everdance-Kurse müssen die Teilnehmer keine Vorkenntnisse haben. Den Kursinhalt passe ich dem Anspruch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Sie können selbst entscheiden, mit welcher Intensität sie die Schritte mitmachen.

Welche Vorteile bringt das Tanzen gesundheitlich?
Tanzen beansprucht beide Hirnhälften gleichzeitig. Es schult das Gleichgewicht, da man die Beine bewusst abwechselnd belastet. Auch das Erinnerungsvermögen wird angeregt, wenn man Erlerntes zu behalten versucht. Wir bewegen uns gegen alle vier Wände und fördern so die Orientierung im Raum.

Welche Tänze lernen die Kursteilnehmer?
Das Repertoire umfasst eine ganze Palette an Standard-Latein-Tänzen zum Beispiel Walzer, Chachacha und Rumba. In einer Kursperiode sind es meist an die drei Tänze, je nachdem kommt noch ein vierter hinzu.

Wie muss man sich das vorstellen?
Zuerst wärmen wir uns auf, indem wir locker eintanzen, uns beispielsweise zu einem Walzer bewegen. Wir mobilisieren die Gelenke, danach geht es an diverse Grundschritte, die kombiniert werden. Teilweise lernen wir auch eine kleine Choreo. Der Spass und die Freude an der Bewegung zur Musik stehen im Vordergrund, die Leistung im Hintergrund und es wird niemand kritisiert. Es ist nicht mit einem strengen Fitnessprogramm vergleichbar.

Wie sieht die soziale Komponente aus?
Man redet miteinander und es entsteht meist rasch eine vertraute Atmosphäre. In den Kursen duzen wir uns. Bei gewissen Tänzen hängt man sich auch mal spontan beieinander ein. Oft entstehen auch lustige Situationen, in denen wir zusammen lachen. Ein Beispiel: Es gibt Figurennamen beim Tanzen ein Chachacha-Schritt heisst New Yorker. Als wir am Anfang einer Stunde besprachen, was bis jetzt drangekommen ist, meinte jemand der Norweger!. Manchmal treffen sich die Tanzschüler auch nachher noch, gehen zusammen etwas trinken oder manche gehen auch gemeinsam auf einen Ausflug.

Welcher ist Ihr Lieblingstanz?
Das wechselt immer mal wieder und hängt auch von der Musik ab. Momentan ist es der Tango Argentino.

Einige Anbieter von Everdancekursen

Pro Senectute Kanton Zürich:058 451 51 00
Monika Bühlmann (Zug/Rapperswil): 076 540 08 32
Pro Senectute Graubünden:081 252 75 83

Links

Zur Everdance-Internetseite Infos zur Everdance-Ausbildung sowie zum Kursangebot in Zürich

Pro Senectute und Coop

Pro Senectute

  • berät ältere Menschen und deren Angehörige unentgeltlich und diskret;
  • vermittelt Dienstleistungen, die das Leben im Zuhause bis ins hohe Alter möglich machen;
  • verfügt über ein umfangreiches Angebot an Sprach-, Kreativ-, Sport-, Bewegungs- und Altersvorbereitungskursen;
  • engagiert sich im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention;
  • unterstützt mit Treffpunkten und Veranstaltungen den Kontakt unter älteren Menschen;
  • setzt sich für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben im Alter ein;
  • ist in der Schweiz mit über 130 Beratungsstellen präsent.

Informationen zu Pro Senectute

Pro Senectute Schweiz
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Tel. 044 2838989 oder bei der Pro- Senectute-Organisation in Ihrer Nähe.

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