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Haustiere: So klappt es mit den Kindern

Wenn ein Haustier in die Familie kommt, ist das nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ein grosses Ereignis. Veterinärin Line Gentsch-Baumberger gibt Tipps.

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Beatrice Thommen-Stöckli, Fotolia, ZVG
09. Oktober 2017
Gassi gehen macht Spass, doch die Eltern sollten dabei sein.

Gassi gehen macht Spass, doch die Eltern sollten dabei sein.


Trimm-Dich-Stube

Line Gentsch-Baumberger arbeitet als Tierärztin in Neuchâtel.

Was bringt es für eine Familie, ein Haustier zu haben?
Es ist eine Möglichkeit, etwas von der Natur in das eigene Zuhause zu holen. Das Kind lernt den Respekt vor einem anderen Lebewesen, Geduld mit dem Tier zu haben und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Das sind wichtige Schritte. Bei einem Kleinkind mag es nur darum gehen, das Tier zu streicheln, bei einem älteren Kind darum, Verantwortungsbewusstsein zu lernen, also Futter geben oder beim Reinigen des Katzenkistchens helfen. Und es geht auch um die grossen Lebensfragen: Wenn ein Tier stirbt, lernen die Kinder mit Trauer umzugehen.

Wie entscheidet man sich für das richtige Haustier?
Diese Entscheidung müssen vor allem die Eltern treffen. Den Kindern eine Freude zu machen, ist eine Sache. Doch man weiss ja, dass es am Ende oft die Eltern sind, die sich um das Tier kümmern müssen. Natürlich sollte die Entscheidung in der Familie diskutiert werden. Doch das beste Haustier ist jenes, das den Eltern am besten gefällt!

Was ist ausserdem wichtig?
Das Interaktionsniveau mit dem Tier. Ob man mit ihm kommunizieren kann, etwa mit einem Hund, oder ob es eher eins zum Anschauen ist. Mit manchen Tieren kann man nur begrenzt interagieren, etwa mit Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern oder Ratten. Letztere lassen sich aber je nachdem domestizieren. Schliesslich wären da noch die Tiere, die mehr zum Beobachten da sind, wie Vögel oder Fische. Und ausserdem alle Reptilien, die man kaum streicheln oder anfassen kann.

Wenn man sich gegen ein Haustier entscheidet, wie geht man mit der möglichen Enttäuschung der Kinder um?
Am besten nimmt man sie ein paar Mal mit ins Tierheim, damit sie dort zum Beispiel mitarbeiten können. Oder man meldet sich über einen Verband als vorübergehende Pflegefamilie für ein Tier an. Die Kinder müssen verstehen, dass es nicht darum geht, dass man Tiere nicht liebt, wenn man kein Haustier will!

Von welchen Haustieren ist bei Kindern wirklich abzuraten?
Zunächst von allen Gifttieren wie Schlangen. Andere passen einfach nicht gut... Mit dem Hamster kann das Kind kaum interagieren, genauso wie mit dem Frettchen übrigens. Und auch den bravsten Hund darf man nicht mit einem Kind alleine lassen!

Ab wann kann ein Kind den Hund alleine Gassi führen?
Das hängt von der Grösse des Hundes ab. Im Allgemeinen sagt man, man sollte ungefähr zehnmal so viel wiegen wie der Hund, um ihn im Zaum halten zu können. Wenn er also ein Kilogramm schwer ist, muss man zehn Kilogramm wiegen. Und wenn er zehn Kiloauf die Waage bringt, müsste man hundert wiegen! Ein Kind wird mit einem Hund frühestens ab 10 bis 12 Jahren alleine Gassi gehen können. Wenn die entsprechende Grösse und Erziehung des Hundes gegeben sind.

Welches Tier ist für welche Familie geeignet?
Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Wenn man sich einen Hund anschafft, muss man ihm mehrere Stunden Zeit am Tag widmen können. Während bei einer Rennmaus fünfzehn Minuten am Tag reichen. Es kommt auf die Art der Interaktion an, den Platz und die verfügbare Zeit, etwa fürs Füttern.

Und was darf man Haustieren nicht zu fressen geben?
Bleiben wir einmal bei Hunden und Katzen. Generell sind Süssigkeiten und Essen vom Tisch zu vermeiden. Für das Tier ist das viel zu viel, auch wenn es uns wenig erscheint. Süssigkeiten werden nicht verdaut und sind zu reichhaltig für die Tiere. Und Schokolade ist gefährlich. Darüber hinaus keine Zwiebeln und Knoblauch, die bei Tieren die roten Blutkörperchen zerstören können. Bei Hunden auch noch Trauben, da diese zu Nierenproblemen führen.

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