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Jetzt sind wir die Dabben

Wenn Sie zurzeit ein Kind beobachten, das sich in den Ellbogen niest und gleichzeitig mit dem andern Arm Richtung Himmel weist, ist dies in den seltensten Fällen ein Zeichen der grassierenden Grippe: Das Kind macht den Dab (gesprochen Däb, engl. to dab = abtupfen).

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Getty Images
26. Februar 2018

So sieht er aus, der Dab, die einfache Tanzfigur aus dem Hip-Hop.


Wenn Sie zurzeit ein Kind beobachten, das sich in den Ellbogen niest und gleichzeitig mit dem andern Arm Richtung Himmel weist, ist dies in den seltensten Fällen ein Zeichen der grassierenden Grippe: Das Kind macht den Dab Dabei handelt es sich um eine bescheiden einfache Tanzfigur, hervorgegangen aus der US-Hip-Hop-Szene. Von dort überzog das kleine Ritual den nordamerikanischen Kontinent und infiltrierte damit auch die Sportszene. Die Grössten ihrer (vor allem für Nordamerika typischen) Sportarten zelebrieren damit ihre Heldentaten und untermauern damit, dass sie eben wirklich gross sind. Der American Footballer Cam Newton (29) etwa, oder der Kricketspieler Carlos Brathwaite (30). Auch andere Zelebritäten wie Hillary Clinton oder Prinz Harry wurden schon beim Dabben erwischt.

Und so schwappte das Phänomen, ähnlich wie andere Elemente der Hip-Hop-Subkultur (Graffity, Breakdance, Rap oder Beatboxing) auf die Restwelt über; die Schweiz blieb nicht verschont.

In Saudi-Arabien übrigens ist der Dab seit einem halben Jahr verboten: Die sprachliche Nähe zum Dabbing, einer speziellen Form des Cannabis-Konsums, war den Sittenwächtern Grund genug für ein Verbot.