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Was passiert bei einer Allergie?

Das körpereigene Abwehrsystem spinnt.

14. April 2014
Körperpolizei Das menschliche Immunsystem hat die Aufgabe, schädliche Eindringlinge wie Viren oder Bakterien unschädlich zu machen. Bei entsprechend veranlagten Menschen Allergiker genannt jedoch spielt das Abwehrsystem verrückt und reagiert auch auf mehr oder weniger harmlose Substanzen. Das können so verschiedene Dinge wie Blütenpollen, Tierhaare, Erdbeeren, Nüsse, Meeresfrüchte, Insektengift, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Medikamente oder bestimmte Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten sein. Bösewichte Was bei einer allergischen Reaktion geschieht, sei hier anhand des Heuschnupfens beschrieben: Die auslösende Substanz (Allergen), beispielsweise Haselpollen, wird von der betroffenen Person eingeatmet. In den Schleimhäuten der Luftwege und der Augen reagieren bereits früher gebildete Antikörper so genannte Immunglobuline mit dem Allergen. Über das Blut gelangen die Antikörper in die Mastzellen im Bindegewebe von Haut, Schleimhaut und verschiedenen Organen. Explosionen Die Mastzellen platzen und setzen Botenstoffe frei, welche die für eine Allergie typischen Symptome hervorrufen Rötungen, Schwellungen, Juckreiz. In extremen Fällen können aber auch Atemnot, Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit oder sogar Tod auftreten. Zum Glück tritt dieser so genannte anaphylaktische Schock aber nur selten in seiner lebensbedrohlichen Form auf. Verteidigung Menschen mit einer Allergie bleiben nur drei Möglichkeiten. Entweder sie vermeiden den Kontakt mit den Allergenen, auf die sie reagieren, oder sie bekämpfen die durch die Reaktion des Immunsystems hervorgerufenen Symptome mit Medikamenten. Eine dritte Variante ist die Desensibilisierung, bei der man die allergieauslösende Substanz in immer höherer Dosis unter die Haut spritzt, um das körpereigene Abwehrsystem an das unter Allergen zu gewöhnen und die Antikörper zu blockieren.

Körperpolizei Das menschliche Immunsystem hat die Aufgabe, schädliche Eindringlinge wie Viren oder Bakterien unschädlich zu machen. Bei entsprechend veranlagten Menschen Allergiker genannt jedoch spielt das Abwehrsystem verrückt und reagiert auch auf mehr oder weniger harmlose Substanzen. Das können so verschiedene Dinge wie Blütenpollen, Tierhaare, Erdbeeren, Nüsse, Meeresfrüchte, Insektengift, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Medikamente oder bestimmte Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten sein. Bösewichte Was bei einer allergischen Reaktion geschieht, sei hier anhand des Heuschnupfens beschrieben: Die auslösende Substanz (Allergen), beispielsweise Haselpollen, wird von der betroffenen Person eingeatmet. In den Schleimhäuten der Luftwege und der Augen reagieren bereits früher gebildete Antikörper so genannte Immunglobuline mit dem Allergen. Über das Blut gelangen die Antikörper in die Mastzellen im Bindegewebe von Haut, Schleimhaut und verschiedenen Organen. Explosionen Die Mastzellen platzen und setzen Botenstoffe frei, welche die für eine Allergie typischen Symptome hervorrufen Rötungen, Schwellungen, Juckreiz. In extremen Fällen können aber auch Atemnot, Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit oder sogar Tod auftreten. Zum Glück tritt dieser so genannte anaphylaktische Schock aber nur selten in seiner lebensbedrohlichen Form auf. Verteidigung Menschen mit einer Allergie bleiben nur drei Möglichkeiten. Entweder sie vermeiden den Kontakt mit den Allergenen, auf die sie reagieren, oder sie bekämpfen die durch die Reaktion des Immunsystems hervorgerufenen Symptome mit Medikamenten. Eine dritte Variante ist die Desensibilisierung, bei der man die allergieauslösende Substanz in immer höherer Dosis unter die Haut spritzt, um das körpereigene Abwehrsystem an das unter Allergen zu gewöhnen und die Antikörper zu blockieren.

Explosionen Die Mastzellen platzen und setzen Botenstoffe frei, welche die für eine Allergie typischen Symptome hervorrufen Rötungen, Schwellungen, Juckreiz. In extremen Fällen können aber auch Atemnot, Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit oder sogar Tod auftreten. Zum Glück tritt dieser so genannte anaphylaktische Schock aber nur selten in seiner lebensbedrohlichen Form auf.

Verteidigung Menschen mit einer Allergie bleiben nur drei Möglichkeiten. Entweder sie vermeiden den Kontakt mit den Allergenen, auf die sie reagieren, oder sie bekämpfen die durch die Reaktion des Immunsystems hervorgerufenen Symptome mit Medikamenten. Eine dritte Variante ist die Desensibilisierung, bei der man die allergieauslösende Substanz in immer höherer Dosis unter die Haut spritzt, um das körpereigene Abwehrsystem an das unter Allergen zu gewöhnen und die Antikörper zu blockieren.

Übrigens! Hier erfährst du mehr

Immer mehr Menschen reagieren auf irgendetwas allergisch. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass wir mit vielen Stoffen in Kontakt kommen, die Allergien auslösen können Chemikalien, Metalle, Kosmetika, Duftstoffe, Lebensmittelzusätze etc. Andererseits vermuten einige Wissenschaftler, dass gewisse Antikörper ursprünglich eine Rolle bei der Abwehr gewisser Parasiten spielten. Interessanterweise treten Sofortallergien zu denen beispielsweise auch Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien und Kontaktekzeme gehören selten bei Völkern auf, die häufig von verschiedenen Parasiten befallen sind. Starke Hygiene vermeidet zwar Parasitenbe- fall, trägt aber vermutlich zur Entstehung von Sofortallergien bei. Doch obwohl die moderne Lebensweise Allergien fördert, sind diese nicht neu: Es ist überliefert, dass schon vor mehr als 1000 Jahren viele Einwohner Persiens jeweils im Frühjahr an einem Rosenschnupfen litten. Zwar wusste das damals niemand, aber dabei handelte es sich ganz klar um eine Allergie.

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