X

Beliebte Themen

Familie

Spiel des Jahres 2018: Azul – Plättlilegen im Palast

Beim Spiel «Azul» sollen wir den Königspalast im portugiesischen Evora mit prunkvollen Platten verzieren.

FOTOS
zVg
30. Juli 2018

Strategiefaktor:

Spieltempo:

Komplexität:

Spieleranzahl: 2 bis 4
Geeignet für Spieler ab: 8 Jahren
Dauer: ca. 30 bis 45 Minuten
Preis: Fr. 54.95 (erhältlich bei Coop City, nur solange Vorrat)
Verlag: Pegasus
Autor: Michael Kiesling

  Jede Woche die neusten Themen im Newsletter! Hier abonnieren »  

In vielen Orten Portugals und Südspaniens bestimmen die wetterfesten, glasierten Keramikfliesen das Stadtbild – sie werden dort «Azulejos» genannt. Mit den Mauren kam diese ursprünglich persische Handwerkskunst auf die iberische Halbinsel. Beim Spiel «Azul» sollen wir den Königspalast im portugiesischen Evora mit diesen prunkvollen Platten verzieren.

Wie geht's? Jeder Spieler hat ein eigenes Tableau vor sich, das als persönliche Punkteleiste und als Ablegefläche dient. In der Mitte gibt es je nach Anzahl Spieler Manufakturen, auf denen jeweils vier zufällige Plättli liegen. Wer an der Reihe ist, nimmt sich nun alle vier Plättli und legt die, die er gebrauchen kann, auf sein Tableau und schiebt die übrigen in die Mitte des Tischs. Auf dem Tableau müssen nun die aufgezeichneten Reihen mit Fliesen einer gleichen Farbe gefüllt werden. Wenn alle Manufakturen leer geräumt sind, gibt es eine Wertung: Für jede komplette Reihe, darf ein farbiger Stein auf das rechte Feld gelegt werden – und das gibt Punkte. Je mehr dort dann Plättli zusammenhängen und eine Fläche ergeben, gibt es mehr Punkte. Aber Achtung: Wenn man nicht richtig mitzählt, handelt man sich Strafpunkte ein. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.

Fazit: Eigentlich ist «Azul» ein abstraktes Spiel. Normalerweise haben es diese am Familientisch eher schwer. Doch «Azul» weckt allein schon wegen der tollen und hochwertigen Aufmachung die Spiellust. Die Plättli fühlen sich schön an, die Grafiken sind sehr hübsch anzusehen und zuguterletzt sind die Regeln auch nicht kompliziert, so dass ein Einstieg einfach gemacht wird. Zu Anfang hat man zwar den Eindruck, jeder spielt nur für sich – wer aber ein paar Runden hinter sich hat, kann auch die Planung der Mitspieler empfindlich stören: So kann man Manufakturen leerräumen, deren Steine ein anderer auch gut gebrauchen hätte können und so weiter. Ein weiterer Plus-Punkt: Auch wenn man nur zu zweit ist, funktioniert das Prinzip sehr gut; «Azul» eignet sich daher auch bestens als 2-Personen-Spiel. Empfehlenswert!

Zurück zur Übersicht «Alle Spiele im Test»​