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Spieletipp

«Geomag»

«Geomag» ist ein Baukasten, der nur aus magnetischen Stäbchen und Stahlkugeln besteht.

11. Februar 2019

Spieleranzahl: ab 1 Person
Geeignet für Spieler ab 3 Jahren
Dauer: variabel 
Preis: Fr. 39.95 (erhältlich bei Coop City, nur solange Vorrat)
Verlag: Geomagworld/Carletto
Autor: Claudio Vincentelli 


Geschicklichkeitsspiel

Kaum zu glauben, aber seit etwa 2003 wird in Novazzano TI ein weltweit überaus erfolgreiches Geschicklichkeitsspiel hergestellt. Es geht um «Geomag» – dem Baukasten, der nur aus magnetischen Stäbchen und Stahlkugeln besteht. Ursprünglich eine Erfindung des Italieners Claudio Vincentelli hat sich «Geomag» zu einem Art «italienischem Lego» gemausert.

Magnetstäbchen und Kugel können in Windeseile zu Gebilden zusammengebaut aber auch ebenso schnell wieder aufgelöst werden. Dabei gibt es keine vorgefertigten Anleitungen. Denn es gibt unzählige Möglichkeiten, sie zu kombinieren – der eigenen Fantasie und Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. «Geomag» gibt es in unzähligen Farben und Materialien. Wir empfehlen als Starter-Set etwa «Geomag Color». Konstruieren und bauen mit den farbigen Stäbchen und Kugeln kann übrigens jeder. «Geomag» eignet sich nämlich nicht nur für Kids, auch für Erwachsene ist es ein wunderbarer Zeitvertreib. 

Das Spielzeug hat übrigens eine spannende Geschichte. 1998 vom Erfinder Vincentelli und dem Spielzeugfabrikant Edoardo Tusacciu (60) in Calangianus auf Sardinien gegründet, konnten die Kinder dieser Welt am Anfang nicht genug vom Konstruktionsspielzeug bekommen. 50 Mitarbeiter produzierten täglich 200'000 Stäbchen am Tag und konnten damit doch nicht die weltweite Nachfrage stillen. 

Im Jahr 2002 kam es offenbar zu Zwistigkeiten zwischen den beiden Gründervätern und die Zusammenarbeit endete. Vincentelli fand im Tessin einen neuen Hersteller. Extra dafür wurde das Unternehmen Geomagworld gegründet – von nun an wurden und werden in Novazzano, in der Nachbarschaft von Chiasso, die Stäbchen und Kugeln produziert. 

Wegen billigen Kopien aus Fernost und Sicherheitsvorfällen mit anderem magnetischen Spielzeug in den USA und dem damit verbundenen Verkaufseinbruch kam das Unternehmen 2017 in wirtschaftliche Schieflage, konnte aber dank neuer Investoren ein Jahr später wieder neu aufgestellt werden. Bis heute scheint der wirtschaftliche Erfolg dank «Swiss made»-Gütesiegel, ausgesprochen strengen Sicherheitszertifikaten sowie einer breiteren Produktpalette gesichert zu sein.