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Spieletipp

«Unmöglich!?»

Ein neues tolles Kartenspiel? Eigentlich unmöglich! Schliesslich ist – was diese Spielegattung angeht – alles gesagt und gespielt. Sollte man meinen.

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zvg
26. August 2019

Glücksfaktor

Strategiefaktor

Spieltempo

Komplexität

Spieleranzahl: 2 bis 6 Person
Geeignet für Spieler ab 8 Jahren
Dauer: ca. 15 bis 30 Minuten 
Preis: Fr. 19.95 (erhältlich bei Coop City, nur solange Vorrat)
Verlag: Helvetiq 
Autoren: Hilko Drude


Rate-Kartenspiel

Die Spieler bilden bei «Unmöglich!?» ein Team, das in jeder Runde vor Aufgaben wie etwa «Aus einem Flugzeug springen» oder «Ein Haus abreissen» steht. Zur Teambesprechung hat es aber der Schussel nicht geschafft, er kennt das Ziel der Mission also nicht. Die Rolle dieses Schussels übernimmt in jeder Runde ein anderer Spieler. Dieser schliesst seine Augen, während die anderen zwei Auftragskarten ziehen und sich die zuletzt gezogene ansehen. 

Beide Karten werden gemischt und offen ausgelegt. Der Schussel darf jetzt seine Augen öffnen. In der Spieleschachtel liegen zwei Stapel mit Dingekarten, auf denen etwa «Perücke» und «Kran» steht. Der Schussel fragt die anderen, ob sie für ihre Mission einen der beiden Gegenstände benötigen. Diese können mit «Ja» oder «Nein» antworten. Dabei kommts natürlich auf die Nuancierung an: Ein klares «JAAA!» oder ein zögerliches «Nein» gibt Aufschluss darüber, wie dringend ein Ding zum Lösen der Aufgabe gebraucht wird oder eben nicht. Ein «Nein» sollte vermieden werden. Sonst erhält nämlich die imaginäre Agentin Meg Clever einen Punkt. Andererseits kann ein vermiedenes «Nein» den armen Schussel auf eine falsche Fährte locken. Lautet die Antwort also «Ja», kommt die Dingekarte unter die beiden Missionen. Bei vier Dingen tippt der Schussel, welcher Auftrag gemeint ist. Liegt er richtig, bekommt das Team vier Punkte. Liegt er falsch, wandert ein Punkt an Meg Clever. 

Am Ende der jeweiligen Runde dürfen die Mitspieler eine schlüssige Geschichte erzählen, wie denn die Gegenstände jetzt genau zur Lösung der Mission beigetragen haben. Danach dürfen die Mitspieler sich und ihre Geschichte selbst beurteilen. Meinen sie, dass ihr Story richtig gut war, dürfen sie sich selbst bis zu vier Punkte gutschreiben.

Fazit: Ein neues tolles Kartenspiel? Eigentlich unmöglich! Schliesslich ist – was diese Spielegattung angeht – alles gesagt und gespielt. Sollte man meinen. Doch immer wieder gibt es schlaue Spieleerfinder, die wieder etwas Spannendes und Neues aus den Karten herauskitzeln. Im Falle von «Unmöglich!?» ist dies wunderbar gelungen. Denn «Unmöglich!?» ist ein cleveres Kollektivspiel, bei dem es um «alle gegen Meg Clever» geht. Schön ist, dass am Anfang gar nicht und dann plötzlich ganz viel geredet wird. Dazu schweisst das gemeinsame Erraten ungeheuer zusammen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. «Unmöglich!?» eignet sich wunderbar für zwischendurch, wenn man sich intelligent in der Gruppe unterhalten möchte.