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Spieletipp

«Werwörter»

05. August 2019

Glücksfaktor

Strategiefaktor

Spieltempo

Komplexität

Spieleranzahl: 3 bis 10
Geeignet für Spieler ab: 10 Jahren
Dauer: ca. 10 Minuten
Preis: Fr. 17.95
Verlag: Ravensburger
Autoren: Ted Alspach

Ein Dorf kämpft gegen den bösen Wolf

Obwohl erst 18 Jahre jung, sind die «Werwölfe vom Düsterwald» zum absoluten Klassiker avanciert; kaum ein Klassenlager oder eine Skifreizeit, an dem das Spiel für grosse Gruppen fehlt. Für alle, die es weniger kompliziert haben möchten, gibt es das neue Kartenratespiel «Werwörter», das ebenfalls als «Spiel des Jahres» nominiert war.

Um was geht’s? Ein oder – bei mehr als sechs Spielern – zwei Werwölfe bedrohen das Dorf. Nur wenn die Dorfbewohner ein Zauberwort erraten, bleibt ihnen die mörderische Heimsuchung erspart. Wer die Rolle des Werwolfs und der Dorfbewohner einnimmt, wird zu Beginn geheim ausgelost. Ausserdem gibt es noch die Rolle des Bürgermeisters, der das Zauberwort genau wie der Werwolf kennt. Nun haben alle vier Minuten Zeit, dem Bürgermeister Fragen zu stellen, um das Wort herauszufinden. Dieser darf nicht reden, sondern nur mit «Ja»-, «Nein» und «Vielleicht»-Plättchen antworten. Diese stehen aber nur in einer bestimmten Anzahl zur Verfügung. Störfeuer kommen vom Werwolf, dessen Identität ja niemand kennt und der mit seinen Fragen natürlich die Dorfbewohner verwirren und auf eine falsche Fährte führen will. Ist die Zeit abgelaufen oder sind alle Antwortplättchen verbraucht, wird demokratisch abgestimmt, welches Wort als Lösung verwendet wird. Ist es richtig, haben die Dorfbewohner gewonnen. Ist es falsch, haben die Dorfbewohner eine letzte Chance, sich zu retten: Gelingt es ihnen, den Werwolf zu enttarnen (jeder zeigt auf eine Person, von der man denkt, sie sei der Böse), haben sie doch noch gewonnen. Eine weitere wichtige Rolle spielt dazu noch die Seherin, aber das wird nicht verraten.

Fazit: Eine temporeiche Kombination aus Rollenspiel und Ratespiel – das ist «Werwörter». Auch wenn man das Original nicht kennt, ist es einfach, ins Spiel zu kommen. Allerdings sind Nerven aus Drahtseil nötig, denn die vier Minuten Ratephase sind extrem kurz, was extrem spannend ist. Auch hier entfaltet sich der eigentliche Spielreiz erst bei grösseren Gruppen. Das Spiel kann mit einer App gespielt werden, die die Rolle des Spielleiters übernimmt.