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Schwierige Heimkehr

Die Kundin kommt aus den USA und hat Probleme bei der Einreise mit ihren drei Hunden. Sie stammt aus der Schweiz doch ihre Heimat hat sich verändert.

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Getty Images
18. Mai 2015

Hat ein Imageproblem, der American Staffordshire. Und wenn sie dann gar zu dritt auftauchen


Die Stimme am Telefon klang aufgeregt. Immer wieder schob die Frau englische Wörter ein. Jahrelang habe ich mich darauf gefreut, nach Hause zu fliegen. Jetzt bin ich am Airport in der Schweiz und habe ein grosses Problem mit dem Chip. Die weitere Geschichte erfuhr ich ein paar Stunden später in der Praxis. Die Besitzerin von Budd, Barley und Chap wollte nach jahrelangem USA-Aufenthalt ihre Verwandten in der Schweiz besuchen. Wie alle amerikanischen Hunde, waren auch ihre drei geimpft, gechippt und bekamen monatlich Herzwurmtabletten.

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Neue Schweizer Gesetze

Die Probleme fingen am Flughafen an. Die Chips ihrer Hunde hatten eine andere Norm. Unsere Schweizer Geräte konnten sie nicht lesen. Auch hatte sie eine in den USA häufige Rasse: drei American Staffordshire. Sie waren an den Ohren coupiert, wie dort üblich. Da sie Schweizerdeutsch sprach, hatte der Zöllner sie nicht als Touristin identifiziert und verweigerte die Einreise der Tiere. Es ist in der Schweiz verboten, coupierte Hunde zu importieren. Die Tatsache, dass ihr Chip nicht lesbar war und sie gleich drei sogenannte Kampfhunde an der Leine führte, machte die Situation nicht einfacher. Deshalb kam sie am selben Tag in meine Praxis. Sie wollte unbedingt in der Schweiz lesbare Chips haben. War die Schweiz schon immer so?, fragte sie mich leicht konsterniert. Ich kenne sie nicht anders, gab ich zurück. Doch ich weiss, was Sie meinen. Ich hatte selbst länger in Kanada gelebt und glaubte, ihre Probleme zu verstehen. Nach einer Woche holte sie die bestellten Herzwurmtabletten ab. Meine Hunde wollen sich so gerne wieder einmal austoben. Budd, Chap und Barley haben Heimweh. Ich glaube, ich auch, meinte sie lachend. Irgendwie passe ich nicht mehr in die Schweiz und die Schweiz nicht mehr zu mir.

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Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Siein unserer Online-Tiercommunity.

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