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Lebensraum für Vögel

In ganz Europa geht die Zahl der Vögel stark zurück. Die Gründe sind vielfältig. Unter anderem fehlen immer mehr geeignete Lebensräume und damit auch Nahrung.

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Getty Images, zVg
22. Mai 2017

Flieg, Vogel, flieg: Ein Rotkehlchen hat soeben einen Mehlwurm erwischt.


Die Zahlen klingen dramatisch. Die deutsche Bundesregierung hat festgestellt, dass im gesamten EU-Raum rund 300 Millionen weniger Vogelpaare brüten als noch vor 30 Jahren. Auch in der Schweiz sind Arten gefährdet. Vogelfreunde und Naturschützer fordern Massnahmen.

Besucher im Garten

Wer Vögel beobachten und mit Nahrung zusätzlich unterstützen möchte, kann gezielt Futterplätze im Garten anlegen oder Nisthäuschen aufhängen. Im Sommer besuchen natürlich nicht so viele Vögel ein Futterhäuschen wie im Winter, da sie auch anderweitig Nahrung finden. Alleine mit Futter ist es jedoch nicht getan. Die Vögel brauchen auch eine geeignete Umgebung, wo sie brüten und auf Futtersuche gehen können.

Auch kleine Massnahmen können nützlich sein. Wer einen Garten hat, kann ihn zum Beispiel so verändern, dass sich Tiere darin wohlfühlen. Einheimische Blütenpflanzen sind eine Möglichkeit, Vögeln eine passende Umgebung zu bieten. Ganz allgemein kann man sagen, dass den Wildtieren allzu aufgeräumte Gärten nicht gefallen. Ein Rasen, der nicht ganz perfekt ist, trägt zur Artenvielfalt bei. Auch Verstecke wie Bäume oder Sträucher sind nicht nur für Vögel nützlich. Und am besten ist natürlich die biologische Gartenpflege. Was für Gärten gilt, ist zum Teil auch auf die Landwirtschaft übertragbar. Grossflächige und strukturarme Agrarlandschaften bieten für Wildvögel kaum genügend Lebensraum. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus der Vogelwelt. So ist es zum Beispiel gelungen, den Bartgeier nach 140 Jahren wieder in der Schweiz anzusiedeln. Und bei 14 Arten gab es laut der Vogelwarte Sempach sogar eine Zunahme der Bestände, etwa beim Eichelhäher, Wintergoldhähnchen und beim Rotkehlchen.

Das Degro-Gartenfutter ist auf die Ganzjahresfütterung abgestimmt. Für Körnerfresser wie Grünfink, Buchfink oder Sperling oder Weichfresser wie Blaumeise, Kohlmeise, Amsel oder Rotkehlchen. 1 kg, Fr. 3.90. Bei Coop Bau+Hobby.

Falls Sie ein gravierendes Problem haben, können Sie eine Frage an Tierärztin Dr. Chantal Ritter stellen. Beachten Sie aber, dass Chantal Ritters Ratschläge eine erste Einschätzung der Lage sind, doch im Ernstfall nicht den Besuch eines Tierarztes ersetzen können. Die Tierarztsprechstunde finden Siein unserer Online-Tiercommunity.

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