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Zitrusbauern in Südafrika: Auf Apartheid folgte Fairtrade

Wenn in Europa die Zitrusfrüchte aus dem Mittelmeerraum zur Neige gehen, füllt Südafrika die Lücke. Leute wie Cecil Brummer produzieren sie nun auch in Fairtrade-Qualität. Er wuchs im Südafrika der Rassentrennung auf und zog seine Lehren daraus.

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Christof Sonderegger
17. September 2013
Einige Zitrusbauern in Südafrika stellen derzeit auf fairen Handel um Sonja und Cecil Brummer gehören zu diesen Farmern. Sie haben ihr Packhaus bereits Fairtrade-zertifiziert ... ... Auch die Plantagen möchte Cecil Brummer bald zertifizieren lassen, wie er im Interview erzählt. Die Früchte werden vom Baum geerntet... Gutes Wetter ist Voraussetzung, denn ... ... wenn die Früchte noch feucht sind, besteht die Gefahr des Verschimmelns. Deswegen muss nach dem Regen mindestens 24 Stunden abgewartet werden. Direkt vom Baum werden die Zitronen in grosse Behältern gelegt. Hier findet die erste Sicht-Kontrolle statt. Die frisch geernteten Zitronen werden im Packhaus angeliefert und erst einmal gewaschen. Nach dem Trockenprozess werden die Zitronen erst einmal manuell beurteilt, in welcher Qualität sie sind. Die Mitarbeitenden sortieren dann die verschiedenen Grössen. Stichprobenartig wird mit dem Massband nachgemessen. Sehr kleine Früchte werden übrigens nicht weggeworfen, sie sind vor allem im Mittleren Osten sehr beliebt. Die verschiedenen Grössen werden in Kartons abgepackt. Im ganzen Packhaus duftet es herrlich nach frisch geernteten Zitrusfrüchten das hilft auch über die Arbeit hinweg, die nicht immer einfach ist. Dank Max Havelaar gibt es aber geregelte Pausen und weitere Massnahmen, damit die Arbeit menschenwürdig gehalten wird, wie zum Beispiel ... ... eine Krankenstation, in der Krankenschwester Erica (links) zu den Arbeitszeiten zur Verfügung steht. Seine komplette Plantage ist bereits Fairtrade-zertifiziert: James Hannah vor einer Zisterne mit Regenwasser, mit dem er und seine Mitarbeitenden nach getaner Arbeit duschen und sich erfrischen können. Er hat einen Computerraum eingerichtet, in dem sich seine Mitarbeiter weiterbilden können. Dafür sorgt Lehrerin Constance Mari (ganz links), die selbst als Reinigungskraft auf der Farm vor etlichen Jahren begonnen hat. Auch gehört eine Kindertagesstätte für die ganz kleinen dazu. Hier werden spielerisch schon die ersten Lernschritte getan. Am Abend geht es von den Plantagen zurück zur Farm. Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter wohnen auf dem Farm. Je nach Saison werden noch Wanderarbeiter eingestellt. Neben Zitronen werden in Südafrika natürlich auch noch Mandarinen (Bild), Orangen, Grapefruits, Limetten und viele weitere Zitrusfrüchte angebaut. Beliebter werden immer mehr die easy peelers, d.h. die Früchte, die sich besonders leicht schälen lassen und als Snack zwischendurch genossen werden können. Wunderschön: goldgelbe Zitronen am Baum

Einige Zitrusbauern in Südafrika stellen derzeit auf fairen Handel um Sonja und Cecil Brummer gehören zu diesen Farmern. Sie haben ihr Packhaus bereits Fairtrade-zertifiziert ... ... Auch die Plantagen möchte Cecil Brummer bald zertifizieren lassen, wie er im Interview erzählt. Die Früchte werden vom Baum geerntet... Gutes Wetter ist Voraussetzung, denn ... ... wenn die Früchte noch feucht sind, besteht die Gefahr des Verschimmelns. Deswegen muss nach dem Regen mindestens 24 Stunden abgewartet werden. Direkt vom Baum werden die Zitronen in grosse Behältern gelegt. Hier findet die erste Sicht-Kontrolle statt. Die frisch geernteten Zitronen werden im Packhaus angeliefert und erst einmal gewaschen. Nach dem Trockenprozess werden die Zitronen erst einmal manuell beurteilt, in welcher Qualität sie sind. Die Mitarbeitenden sortieren dann die verschiedenen Grössen. Stichprobenartig wird mit dem Massband nachgemessen. Sehr kleine Früchte werden übrigens nicht weggeworfen, sie sind vor allem im Mittleren Osten sehr beliebt. Die verschiedenen Grössen werden in Kartons abgepackt. Im ganzen Packhaus duftet es herrlich nach frisch geernteten Zitrusfrüchten das hilft auch über die Arbeit hinweg, die nicht immer einfach ist. Dank Max Havelaar gibt es aber geregelte Pausen und weitere Massnahmen, damit die Arbeit menschenwürdig gehalten wird, wie zum Beispiel ... ... eine Krankenstation, in der Krankenschwester Erica (links) zu den Arbeitszeiten zur Verfügung steht. Seine komplette Plantage ist bereits Fairtrade-zertifiziert: James Hannah vor einer Zisterne mit Regenwasser, mit dem er und seine Mitarbeitenden nach getaner Arbeit duschen und sich erfrischen können. Er hat einen Computerraum eingerichtet, in dem sich seine Mitarbeiter weiterbilden können. Dafür sorgt Lehrerin Constance Mari (ganz links), die selbst als Reinigungskraft auf der Farm vor etlichen Jahren begonnen hat. Auch gehört eine Kindertagesstätte für die ganz kleinen dazu. Hier werden spielerisch schon die ersten Lernschritte getan. Am Abend geht es von den Plantagen zurück zur Farm. Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter wohnen auf dem Farm. Je nach Saison werden noch Wanderarbeiter eingestellt. Neben Zitronen werden in Südafrika natürlich auch noch Mandarinen (Bild), Orangen, Grapefruits, Limetten und viele weitere Zitrusfrüchte angebaut. Beliebter werden immer mehr die easy peelers, d.h. die Früchte, die sich besonders leicht schälen lassen und als Snack zwischendurch genossen werden können. Wunderschön: goldgelbe Zitronen am Baum

Sonja und Cecil Brummer gehören zu diesen Farmern. Sie haben ihr Packhaus bereits Fairtrade-zertifiziert ...

... Auch die Plantagen möchte Cecil Brummer bald zertifizieren lassen, wie er im Interview erzählt.

Die Früchte werden vom Baum geerntet... Gutes Wetter ist Voraussetzung, denn ...

... wenn die Früchte noch feucht sind, besteht die Gefahr des Verschimmelns. Deswegen muss nach dem Regen mindestens 24 Stunden abgewartet werden.

Reportage

Er will eine bessere Welt hinterlassen als die, in welche er hineingeboren wurde. Ein hehres Lebensziel, das Cecil Brummer sich selbst gesetzt hat. Wer die Geschichte des agilen Zitrusbauern hört, versteht, warum.

Als ich geboren wurde, sah die Welt in meinem Land noch ganz anders aus, erinnert er sich. Im Jahre 1965 herrscht in Südafrika die Rassentrennung, die Apartheid. Als Kind war es für mich das Normalste der Welt, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe andere Busse benutzen mussten, separate öffentliche Toiletten aufzusuchen hatten oder in andere Schulen gingen als wir Weissen. Seine Eltern hätten ihn so erzogen. Auch in der Schule oder im Fernsehen sei ihm das als richtig vermittelt worden und er hätte das in seiner kindlichen Naivität kritiklos hingenommen und übernommen. Für mich, der nichts anderes kannte, war die Rassentrennung alltäglich ich vergeudete damals überhaupt keine Gedanken daran, ob das gut oder schlecht sei.

Als junger, privilegierter Erwachsener entscheidet er sich, Medizin zu studieren. Nicht nur im Fernsehen, auch an der Universität wird den Studenten von Professoren selbstverständlich alle weiss immer wieder eingetrichtert, dass die Apartheid das einzig Richtige für Südafrika sei. Aus heutiger Sicht werfe ich mir oft vor, dass ich an der Universität nicht angefangen habe, mich zu fragen, warum es mir nicht seltsam vorkam, dass es nur weisse Studenten gab und keine schwarzen. Oder wa-rum Schwarze und Farbige immer nur die Jobs als Dienstboten und Fabrikarbeiter machten.

Seine Einstellung beginnt sich Ende der 80er-Jahre zu ändern. Bei seiner ersten Auslandsreise in die USA, die seine Eltern ihm schenkten, wird ihm bewusst, dass die Welt anders aussieht, als sie ihm vom Apartheid-System vorgegaukelt wird. Ich musste mir die Augen reiben, denn schwarze Menschen, die mit mir in der U-Bahn fuhren, die sich auf jede Parkbank setzen durften oder sogar als Manager Unternehmen leiteten das konnte ich einfach nicht glauben. Mein Weltbild fiel zusammen wie ein Kartenhaus. Verstört kommt er nach Südafrika zurück. Ich begann nachzudenken und langsam merkte ich, dass ich viele Jahre wie unter einer unwirklichen gläsernen Glocke gelebt hatte.

Mitte der 90er-Jahre, kurz nach dem Ende der Apartheid, entscheidet er sich mit seiner Frau Sonja bewusst, im Land zu bleiben. Viele Weisse verliessen zu dieser Zeit die Heimat, weil sie Angst vor der unsicheren Zukunft hatten wir blieben, denn wir glaubten an Nelson Mandela, der friedlich und gemeinsam ein neues Südafrika schaffen wollte. Der mittlerweile erfolgreich praktizierende Allgemeinmediziner kauft als Geldanlage ein paar Hektar Land mit einer Zitronenplantage. Ich hatte keine Ahnung von der Landwirtschaft, wusste nicht einmal so genau, wann die Zitronen bei uns geerntet wurden.

Als Kind war es für mich das Normalste der Welt, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe andere Busse benutzen mussten, separate öffentliche Toiletten aufzusuchen hatten oder in andere Schulen gingen als wir Weissen.»

Cecil Brummer

Doch als Eigentümer will er mitreden und wissen, was mit seinem Besitz so vor sich geht. Also fuchste ich mich nach und nach in die Materie ein. Und ich fand langsam aber sicher riesigen Spass daran.

Mittlerweile ist der heute 48-Jährige nicht nur Besitzer einer Zitronen- und Orangenplantage in der Nähe von Addo, einem kleinen Städtchen in der Eastern-Cape-Region rund zwei Stunden nördlich von Port Elizabeth. Ich habe schon ziemlich früh erkannt, dass zum Zitrusgeschäft nicht nur die Plantagen gehören, sondern auch ein Ort, an dem das Obst gewaschen, sortiert und für den Versand in Kartons und Kisten abgepackt wird.

So hat Brummer, der inzwischen seinen Job als Arzt an den Nagel gehängt hat, ein Packhaus aufgebaut, das während der Hauptsaison für mehr als 100 Personen Arbeit schafft. Hier werden nicht nur die Früchte aus seinen Plantagen verarbeitet, sondern auch von vielen anderen Plantagen der Gegend.

Von Juli bis Anfang Oktober werden Zitronen, Orangen, Limetten und weitere Zitrusfrüchte in Südafrika geerntet, sortiert, verpackt und per Schiff auf den Weg auf die nördliche Halbkugel gebracht. Vom Baum bis in den Laden dauert dies zwischen drei und vier Wochen, weiss Brummer. Südafrika ist nach Spanien der zweitgrösste Exporteur der Welt. Unsere Früchte gehen hauptsächlich in die USA, nach Europa, in den Mittleren Osten und nach Russland.

Weil er seine Lehren aus der Apartheidspolitik gezogen hat, ist Brummers Packhaus Fairtrade-zertifiziert. Ich möchte mit meinen Angestellten egal, ob schwarz oder weiss ein partnerschaftliches Verhältnis eingehen, ich möchte sie fördern, damit sie sich weiterentwickeln können.

So gibt es im Gebäude eine Krankenstation, die mit einer Krankenschwester besetzt ist. In den kostenlosen Kindertagesstätten wissen die Frauen, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Und ausserhalb der Erntesaison bietet Brummer Fortbildungskurse an. Cecil Brummer will in den nächsten Jahren auch seine Plantage Fairtrade-zertifizieren lassen. Dazu ist aber noch ein langer Weg notwendig, so der Farmer mit den wachen blauen Augen.

Unser Südafrika ist nach Spanien der zweitgrösste Exporteur von Zitrusfrüchten in der Welt.»

Cecil Brummer

Farmer James Hannah von der benachbarten Plantage Sun Orange hat diesen Weg bereits zurückgelegt: Schon vor einigen Jahren wurde der etwas ruppig scheinende Südafrikaner mit grossem Herzen mit dem begehrten Gütesiegel des fairen Handels ausgezeichnet.

Auf meiner Farm biete ich meinen Arbeitern Computerkurse an, in einer eigenen Krankenstation erhalten sie jederzeit medizinische Hilfe, in einem Trainings-Center können sie Sport treiben, wir haben eine kleine Poststation auf dem Gelände eingerichtet, es gibt ein Business-Center und eine Bücherei, wo sich meine Leute ungestört zurückziehen können, und vieles mehr. Ihm ist vor allem wichtig, dass sich seine Arbeiter fortbilden, denn das Vermitteln von Wissen ist das Rückgrat von allem der Gegenwart und der Zukunft.

Ausserdem gehören den fest angestellten schwarzen Arbeitern über einen Unit Trust, einen kollektiven Anlagefonds, 26 Prozent des Unternehmens. Ich muss die Plantage nicht für immer besitzen, sagt der 60-jährige Hannah. In Zukunft kann ich mir gut vorstellen, die ganze Farm in die Hände des Kollektivs zu geben.

Bei den Arbeiterinnen und Arbeitern kommt diese Praxis gut an. Priscan Zvikore arbeitet seit letzter Saison auf der Farm von James Hannah. Der Job als Pflückerin ist anstrengend. Als alleinerziehende Mutter bin ich froh, dass ich meine Tochter hier während der Arbeitszeit in gute Hände übergeben kann, sagt die 26-Jährige.

Auch Constance Mari ist auf der Farm glücklich. Sie arbeitet bereits seit über sechs Jahren hier als Putzmädchen hatte sie angefangen. Doch ich war ehrgeizig und habe mich dank der verschiedenen Kurse weitergebildet und nebenher Ausbildungen absolviert. Sie hat eine kleine Karriere hingelegt. Denn heute ist die 38-Jährige selbst als Lehrerin für das Training der Leute sowie für die Einstellung von neuen Mitarbeitern zuständig.

Der Nachbarbauer Cecil Brummer möchte seine Farm und sein Packhaus im Laufe der nächsten Jahre ebenfalls schrittweise an die Mitarbeiter übergeben. Erst wenn die Menschen eigene Verantwortung tragen können, sind sie bereit, auch alles für die Sicherung und den Ausbau ihres Besitzes zu tun davon bin ich überzeugt, sagt der heute 48-Jährige. Das kenne ich nur zu gut auch von mir selbst. Und er fügt hinzu: Das Land gehört letztendlich niemandem wir dürfen nur da-rauf und davon leben, solange wir auf der Erde sind.

Auf die Frage, wie viele weisse Farmer seiner Meinung sind und ebenfalls ihre Plantagen oder ihren Besitz zukünftig in die Hände von kollektiven Eigentümern geben wollten, antwortet Cecil Brummer nachdenklich, aber mit einer Portion Überzeugung: Noch viel zu wenige, aber die Hoffnung ist gross, dass es immer mehr werden.

Rezepte

  • 3 Tassen Mehl
  • 2.5 Kaffelöffel Backpulver
  • Kaffeelöffel Salz
  • 1 Tassen ungesalzener Butter in Zimmertemperatur
  • 1 Tassen
  • Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Esslöffel fein geriebener Orangenschale (von unbehandelten Bio-Orangen)
  • 2 Kaffeelöffel Vanillearoma (oder 2 ausgekratzte Vanilleschoten)
  • Tasse Orangensaft frisch gepresst
  • 2 bis 3 Orangen, in Scheiben geschnitten (ohne Schale)
  • 2 Esslöffel Puderzucker zur Dekoration
  • Frische Pfefferminzblätter zur Dekoration
  • 1/2 Tasse Vollrahm
  • 1 Esslöffel Zucker
  • Kaffeelöffel Vanille-Extrakt (von Vanille-Schote)
  • Tasse Wasser
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Orangen-Likör, zum Beispiel Cointreau

Zubereitung
Heizen Sie den Ofen auf 180ºC vor. Fetten und mehlen Sie grosszügig zwei runde Kuchenbackformen, ca. 20 cm im Durchmesser. Verrühren Sie in einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz. Mit dem Handrührgerät rühren Sie in einer zweitenen Schüssel Butter so lange, bis Sie weich und locker ist. Nach und nach rühren Sie Zucker darunter bis die Masse cremig wird. Fügen Sie ein Ei nach dem anderen hinzu, nach jedem Ei schlagen Sie die Masse gut durch. Jetzt fügen Sie Orangenschale und Vanille hinzu. Jetzt erst geben Sie bei langsamer Geschwindigkeit des Rührgeräts die ein Drittel der Mehlmischung sowie ein Drittel des Orangensafts. Rühren Sie gut und verfahren Sie mit den anderen beiden Drittel genauso. Jetzt leeren Sie die Masse in die Backformen. Backen Sie die beiden Kuchen für 25 bis 30 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene. Überprüfen Sie mit einem hölzernen Zahnstocher oder Stab, ob der Kuchen durchgebacken ist. Stecken Sie den Zahnstocher dazu in den Kuchen und ziehen ihn wieder heraus. Wenn keine Masse am Zahnstocher kleben bleibt, ist er fertig. Stürzen Sie die Kuchen auf ein Gitter und lassen Sie sie gut auskühlen. Schlagen Sie den Rahm, Zucker und Vanille bis es steif wird. Bei Bedarf in den Kühlschrank stellen. Für den Sirup leeren Sie Wasser und Zucker in eine kleine Pfanne. Zum Kochen bringen, um den Zucker aufzulösen. Kochen lassen und dann rasch vom Herd nehmen und Orangenlikör darunterrühren. Nach ca. zwei Stunden legen Sie einen Kuchen (kopfüber) auf eine Kuchenplatte. Leeren Sie den Sirup darüber und verteilen Sie den geschlagenen Rahm darauf. Arrangieren Sie Orangenschnitze (ohne Schale) kreisförmig auf dem geschlagenen Rahm und legen Sie vorsichtig die zweite Kuchenplatte (mit dem Unterteil nach unten) auf den Orangenscheiben. Als Dekoration mit Puderzucker bestreuen und mit Minzblättchen dekorieren.

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Zutaten

  • 3 Tassen Mehl
  • 2.5 Kaffelöffel Backpulver
  • Kaffeelöffel Salz
  • 1 Tassen ungesalzener Butter in Zimmertemperatur
  • 1 Tassen
  • Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Esslöffel fein geriebener Orangenschale (von unbehandelten Bio-Orangen)
  • 2 Kaffeelöffel Vanillearoma (oder 2 ausgekratzte Vanilleschoten)
  • Tasse Orangensaft frisch gepresst
  • 2 bis 3 Orangen, in Scheiben geschnitten (ohne Schale)
  • 2 Esslöffel Puderzucker zur Dekoration
  • Frische Pfefferminzblätter zur Dekoration

Schlagsahne als Beilage

  • 1/2 Tasse Vollrahm
  • 1 Esslöffel Zucker
  • Kaffeelöffel Vanille-Extrakt (von Vanille-Schote)

Simple Syrup (einfacher Sirup)

  • Tasse Wasser
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Orangen-Likör, zum Beispiel Cointreau

Zubereitung
Heizen Sie den Ofen auf 180ºC vor. Fetten und mehlen Sie grosszügig zwei runde Kuchenbackformen, ca. 20 cm im Durchmesser. Verrühren Sie in einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz. Mit dem Handrührgerät rühren Sie in einer zweitenen Schüssel Butter so lange, bis Sie weich und locker ist. Nach und nach rühren Sie Zucker darunter bis die Masse cremig wird. Fügen Sie ein Ei nach dem anderen hinzu, nach jedem Ei schlagen Sie die Masse gut durch. Jetzt fügen Sie Orangenschale und Vanille hinzu. Jetzt erst geben Sie bei langsamer Geschwindigkeit des Rührgeräts die ein Drittel der Mehlmischung sowie ein Drittel des Orangensafts. Rühren Sie gut und verfahren Sie mit den anderen beiden Drittel genauso. Jetzt leeren Sie die Masse in die Backformen. Backen Sie die beiden Kuchen für 25 bis 30 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene. Überprüfen Sie mit einem hölzernen Zahnstocher oder Stab, ob der Kuchen durchgebacken ist. Stecken Sie den Zahnstocher dazu in den Kuchen und ziehen ihn wieder heraus. Wenn keine Masse am Zahnstocher kleben bleibt, ist er fertig. Stürzen Sie die Kuchen auf ein Gitter und lassen Sie sie gut auskühlen. Schlagen Sie den Rahm, Zucker und Vanille bis es steif wird. Bei Bedarf in den Kühlschrank stellen. Für den Sirup leeren Sie Wasser und Zucker in eine kleine Pfanne. Zum Kochen bringen, um den Zucker aufzulösen. Kochen lassen und dann rasch vom Herd nehmen und Orangenlikör darunterrühren. Nach ca. zwei Stunden legen Sie einen Kuchen (kopfüber) auf eine Kuchenplatte. Leeren Sie den Sirup darüber und verteilen Sie den geschlagenen Rahm darauf. Arrangieren Sie Orangenschnitze (ohne Schale) kreisförmig auf dem geschlagenen Rahm und legen Sie vorsichtig die zweite Kuchenplatte (mit dem Unterteil nach unten) auf den Orangenscheiben. Als Dekoration mit Puderzucker bestreuen und mit Minzblättchen dekorieren.

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Zutaten

  • 1 Zitrone
  • 1 Barthühnchen
  • Schale einer Zitrone, dann geviertelt
  • Schale einer Orange, dann geviertelt
  • 3 Esslöffel frischer Ingwer
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 5 Esslöffel Olivenöl
  • 4 Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft
  • Tasse frisch gepresster Orangensaft
  • 3 Esslöffel Honig

Zubereitung
Heizen Sie Ihren Ofen auf 180ºC vor. Schneiden Sie die Zitrone in Viertel auf. Mit einem Viertel reiben Sie die Haut des Poulet ein. Lassen Sie den Zitronensaft gut einwirken. In einer Schüssel rühren Sie Zitronenschale, Orangenschale sowie ein Esslöffel geriebenen Ingwer zusammen. Füllen Sie das Poulet mit dieser Mischung. Legen Sie die Zitronen- und Orangenviertel nach und nach ins Poulet. Legen Sie das Pulet auf ein Backblech oder in eine grosse Auflaufform. Mit Salz und Pfeffer bestreuen. In der (nicht gereinigten) kleinen Schüssel fügen Sie Olivenöl, Orangen- und Zitronensaft, Honig und die verbliebenen zwei Esslöffel Ingwer zusammen und mischen Sie gut durch. Schieben Sie jetzt das Hühnchen in den Ofen und beträufeln Sie es mindestens viermal während einer Stunde mit der Zitrusfrucht-Flüssigkeit. Durchstechen Sie mit einer Gabel die Hühnchenschenkel, damit die Flüssigkeit gut eindringen kann. Nach einer Stunde aus dem Ofen nehmen, mit Orangen und Zitrusstücken dekorieren und servieren. Dazu passen Bratkartoffeln oder Reis.

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Apartheid

Aufstieg und Fall des Apartheid-Regimes in Südafrika

Die Nie-Blankes das Wort für Nicht-Weisse in der burischen Sprache Afrikaans hatten zahlreiche Nachteile gegenüber den Blankes, den Weissen.

Mit der Ankunft der europäischen Kolonialisten an der Südspitze Afrikas kam auch die Überzeugung, dass die Weissen den dunkelhäutigen Menschen in aller Form überlegen seien. Rechtlich untermauert wurde diese Überzeugung mit Beginn des 20.Jahrhunderts, als die Briten das Land beherrschten.

Unter dem Schlagwort Apartheid wurden diverse Gesetze erlassen die weisse Regierung sprach den Schwarzen, aber auch Farbigen und Asiaten, unter anderem das Wahlrecht ab. Ausserdem wurde diesen Gebiete zugewiesen, in denen sie zu leben hatten. Im täglichen Leben durften sie zum Beispiel nicht mehr in öffentlichen Parks spazieren gehen oder mussten getrennte, unbequemere Abteils in den öffentlichen Verkehrsmitteln benutzen.

Schwarze, Farbige und Asiaten mussten eigene Schulen besuchen, in denen bewusst ein niedriges Bildungsniveau vermittelt wurde. Die Rassendiskriminierung traf aber auch auf Widerstand. Eine Oppositionsgruppe war der ANC (Afrikanischer Nationalkongress), dessen Grundsatz zunächst der gewaltfreie Widerstand bildete.

Dessen später auch gewalttätige Aktivitäten, die jahrelange Ächtung der Apartheid durch die internationale Staatengemeinschaft, der permanente Boykott südafrikanischer Produkte durch die Bevölkerung westlicher Länder sowie die nach dem Ende des Kalten Krieges nun fehlende Unterstützung durch die Regierungen der USA führten zum Ende der Apartheid. Bei den ersten demokratischen Wahlen 1994 gewannen der ANC und Nelson Mandela.

Mandela

Nelson Mandela - Die Integrationsfigur

Symbolfigur der Umwälzung in Südafrika ist Nelson Mandela. Nach dem Ende des Verbots seiner Partei ANC (African National Congress) wurde der Kämpfer gegen die Apartheid nach 27 Jahren Gefängnishaft entlassen. Im Jahre 1994 wählten die Südafrikaner den damals 76-Jährigen zum
ersten schwarzen Staatspräsidenten des Landes.

Wegen seiner friedlichen und versöhnlichen Politik wurde Mandela 1993 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und wird in der ganzen Welt verehrt. Seit zwei bis drei Jahren hat Mandela zahlreiche Krankenhausaufenthalte hinter sich, zuletzt wurde er wegen einer
Lungenentzündung künstlich beatmet.

Was mit dem Land passieren wird, wenn Mandela stirbt, ist kaum abschätzbar. Es gibt nach wie vor Spannungen zwischen und innerhalb der einzelnen Volksgruppen.


Max Havelaar

Die Max-Havelaar-Stiftung (Schweiz) vergibt für Produkte aus Entwicklungs- und Schwellenländern das Fairtrade-Gütesiegel sofern diese gemäss strengen sozialen sowie ökologischen Standards produziert und fair gehandelt werden. Die Bauern erhalten für ihre Produkte einen garantierten Mindestpreis sowie eine Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte.

Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen profitieren von besseren Anstellungsbedingungen. Die Kontrolle der Produzenten und der Handelskette erfolgt unabhängig über die Organisation FLO-Cert. Weitere Infos zu Herkunft und Produzenten sind auf grösseren Verpackungen oder via Fairtrade-Code(FLO-ID) auf der Max-Havelaar-Website zu finden.



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