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Fokus Coop

Stolzes Jubiläum

Zu ihrem 150. Geburtstag lässt die Traditionsmarke Hirz den legendären Klassiker Frutti Quark wieder aufleben.

03. Juni 2019

Jürg Steigmeier (58) entführt Familien auf spielerische Weise in die Welt der Milchprodukte.

Nebst der Lancierung des Frutti Quarks mit regionalen Schweizer Früchten hat sich das Schweizer Milchprodukte-Unternehmen zum Ehrenjahr etwas Weiteres einfallen lassen: Jürg Steigmeier erzählt die Geschichte der 1869 gegründeten Firma und verpackt die Überlieferung in die Mundart-Sage «Wie de Coni Hirz zum Joghurt choo isch». Er lüftet das Geheimnis, wie in alter Zeit auf dem Hirzel der Grundstein für die Herstellung des beliebtesten Jogurts der Schweiz gelegt wurde. Zu hören gibt es das Werk des professionellen Geschichtenerzählers auf www.hirz.ch – und zu lesen auf der gegenüberliegenden Seite.

Doch der Aargauer spricht nicht nur über Jogurts, er gönnt sich auch hin und wieder eines davon. Einen klaren Favoriten hat Steigmeier auch: «Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es das Hirz Waldbeeren.» 


«Wie de Coni Hirz zum Joghurt choo isch»

Rund um de Hirzel, hööch über em Zürisee, verzellt mer sich allerhand Gschichte. Vo de Chrungelifrau zum Byspiel, wo dur s Fäischter i d Stube ine spienzlet, öb alli Mäitli flyssig am Spinne sind. De Fuule macht sie es durenand uf d Chrungele und Chnöpf is Garn und die Flyssige tuet sie rych beloone.

Oder wohèèr die Gupfhügel chömed, wo i sebem Piet wie here zaubered i de Landschaft stönd. Sie sind nämlich zunere Zyt entstande, wo sich immer mee Puure uf em Hirzel aagsidled händ und de Acherbode grad fascht nümme für all hed welle lange. Do sind sie röötig worde, sie welled d Hügelriese um Hilf bätte und sie sind mit groosse Träichelglogge über d Fälder gange zum sie wecke, ass die mit irne dicke Büüch de Bode vo inne hèèr i d Hööchi ue trukked. I die Gupfhügel aber sind d Zwèèrge, «s unterirdische Volch», yzoge, und das nììd zum Schade vo de Puure. Sie händ zwar gly müesse ygsee, ass die Hügel viel z steil sind zum druff wèèrche, und mer sie nììd as Acherbode hed chöne bruuche, defür isch s Graas bsunderbar guet und saftig druff gwachsen, wäg de Zwèèrge, wo i dene Hügel inne gwürkt und gwèèrched händ, und z letschtemänt hed mer s Vee drüümool am Taag chöne mälche.

D Milch aber händ d Hirzer Puure i chline Milchseeli ufbewaart, wo öppe so grooss gsy sind wie s Hüttemerseeli, wo as äinzigs vo dene Gupfseeli no übrig bliben isch, und jede Taag händs müesse imene Schiffli uf die Milchseeli usefaare zum de Nidel go schöpfe. Us dem hed mer dänn fäine Anke gmacht. Es wird verzellt, sogar de Chönig in Paris heb en sich ufs Broot gstriche.

Aber ebe, mit de Zit isch die vilni Milch au zumene Fluech worde. Was aastelle mit all dere Milch? Niidle schläcke und Anke mache jo, aber das isch es dänn au scho gsy. Klar, sie händ us de waarme, suure Milch chönne suure Chèès und Ziger mache, aber lang häd mer de Chèès nììd chöne bhalte. «S Süesschèèse,» also s Chèèse mit Laab, so wie mers hüt macht, händ d Puure zu säber Zit nonig kännt. Das häisst, kännt händ sie s scho, aber nììd gwüsst, wie selber mache.

Unter dene Zwèèrge häds nämlich es Mannli gèè, wo mit eme Puur, wo mer de Hirz Coni gnamsed hed, bsunders vertrout gsy isch. Es isch immer wieder unghöische zu dem Puur cho schaffe choo, hed ghulfe mälche, mischte und Chüeh hüete. Und für de Dienscht hed de Puur dem Mannli als immer Milch zum Lòòn gèè. Im Gegezug hed das Mannli im Puur ab und zue chlini, feini Chääsli pròòcht. Süess sinds gsy und lind wie früsche Butter und i de Farb gèèler wie Äigèèl. De Puur hèt nur allzu gèèrn gwüsst, wie mer so Chèès macht, aber das Mannli hed im das um s Verrode nììd welle verròòte.

«Wart nur,» hed do de Hirz Coni bi sich sälber tänkt, «dich ver-twütsch ich schon no.» Wo das Mannli ez wieder äinisch uf de Hoof choo isch, do säit de Puur uf s Gròòt wool: «Du, ez chan ich au süess chèèse» – «Häsch süesse Chèès gmacht, so häsch au Mage ghaa!» rüft do das Mannli i siner Verwunderig. Jetz hed de Puur s Gheimnis kännt. Er hed e chly Mage vonere Gäiss als Laab i d Milch to, ass d Milch grunnen isch, oni ass sie suur wird und vo Stund aa hed er de beschti Chèès wyt ume chönne mache. Wo aber das Mannli gmerkt hed, ass in de Puur vertwütscht hed, hed es de Puur vo undefür aagspienzlet und hed gsäit:» Hirz Coni, du bisch en gschitte Maa und häsch Verstand, drum will ich dir do no öppis schäncke», und er hed im es volls Chässeli dicker Milch unter d Nase ghebt. «Iss devoo so viel du wit, so wirsch du nie mee Buuchwee haa. Aber du dörfsch nie alles uufässe. Wänn machsch, wie n ich säge, und das Chässeli immer wieder braav mit warmer Milch uuffülsch, so wirsch devoo haa, so lang as du läbsch. »Das Mannli hed de Huet glüepft: «Läb wool Coni Hirz», heds gsäit und isch wieder imene Hügel verschwun- de. De Hirz Coni aber und sini Nachkomme händ vo do aa de beschti Joghurt wit ume gmacht.


Grosse Verlosung

Klapperlapapp-Festival

Vom 18. Mai bis 6. Oktober 2019 findet das Schweizer Märchen- und Geschichtenfestival Klapper- lapapp in zwölf Regionen der Schweiz statt. Im einmaligen Ambiente geben die besten Märchenerzähler, darunter auch der Hirz-Sagen-Erzähler Jürg Steigmeier, ihre Geschichten zum Besten. Hirz verlost zwischen dem 3. und 24. Juni 2019 auf www.hirz.ch

Insgesamt 40 Klapperlapapp-Familien-tickets (1 Ticket ist gültig für 5 Personen).