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Das Tierwohl ist für Coop ein hohes Gut. Und dank der guten Zusammenarbeit mit den Bauern bleibt das Angebot an Fleisch aus tierfreundlicher Haltung weiterhin spitze.

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Christoph Kaminski
04. März 2019

Zufrieden: Geht es seinen Tieren gut, freut sich Züchter Lukas Schulthess.

Wer die Tiere von Lukas Schulthess (39) sieht, kann sich ein «Jöh» kaum verkneifen: Ebenso wie die kleinen Ferkel, die drinnen im Stall um ihre Mütter herumtollen, geben draussen die grossen Zuchteber ein sehr friedliches Bild ab – sie geniessen die erste Frühlingssonne und lassen sich dabei gerne kraulen. Kein Wunder: Der Betrieb bei Volketswil ZH arbeitet nach den Richtlinien des Labels Naturafarm von Coop. Das bedeutet unter anderem, dass die Tiere Auslauf nach draussen haben und der Schweizer Tierschutz die Betriebe kontrolliert.

Fleisch-Label bei Coop

naturafarm

Produktion in der Schweiz, die Tiere haben Auslauf nach draussen und mehr Platz, als das Gesetz fordert. Unangemeldete Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS. 

Als Präsident der Interessengemeinschaft «Coop Labelporc» war Schulthess an den Verhandlungen beteiligt, die Coop mit Bauern und Branchenvertretern geführt hat, um die am Tierwohl orientierte Produktion zu erhalten. «Bei uns haben die Schweine fast 80 Prozent mehr Platz als in konventioneller Haltung. Das ist für die Tiere gut, hat aber seinen Preis», sagt Schulthess. Coop fördert dieses Engagement, und die Konsumenten wissen das zu schätzen: Zwei von drei entscheiden sich beim Kauf für Fleisch, bei dessen Produktion das Tierwohl besonders respektiert wird.

Grösstes Angebot der Schweiz

Dass Coop in diesem Punkt Spitzenreiterin ist, hat soeben das internationale Tierwohl-Rating «Business Benchmark on Farm Animal Welfare» (BBFAW) mit der besten Bewertung bestätigt. Die Top-Wertung bekam Coop bereits zum sechsten Mal – aber erstmals nun als einziges Unternehmen in der Schweiz. Die Begründung hebt die hohen Coop- Labelstandards hervor: Mit Naturafarm-Poulet, Natura-Beef-Rindfleisch sowie Natura-Veal-Kalbfleisch hat Coop als einzige Schweizer Detailhändlerin neben dem Bio-Segment ein breites Sortiment an Fleisch aus Weidehaltung.

Fleisch-Label bei Coop

Natura-Veal

Kalbfleisch aus Mutterkuhhaltung: Die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Mutter und trinken Milch direkt vom Euter. Im Sommer sind die Tiere auf der Weide, im Winter im Laufstall mit Auslauf.

Einvernehmliche Lösung

Als Coop Ende 2018 auf die Bremse steigen musste, um die Folgen einer Überproduktion bei Naturafarm-Schweine- und -Kalbfleisch abzumildern, seien die Bauern zunächst recht geschockt gewesen, so Schulthess. Umso grösser sei nun die Erleichterung angesichts der einvernehmlichen Lösung, betont der Züchter.

Auch der Schweizer Bauernverband (SBV) zeigt sich zufrieden: «Einerseits liegen nun verbindliche Eckwerte für das Naturafarm-Programm bis Ende 2020 vor, andererseits schafft Coop einen Fonds zur Verhinderung von Härte­fällen in Höhe von 1,9 Millionen Franken», erklärt Martin Rufer (41), für Marktfragen zuständiger Departements­chef beim SBV.

Fleisch-Label bei Coop

Natura-Beef

Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung: Die Tiere wachsen bei den Müttern auf, sind im Sommer auf der Weide und im Winter im Laufstall mit Auslauf.

Von der Einigung profitieren auch die Konsumenten: «Die gemeinsam verabschiedeten Massnahmen stellen sicher, dass Coop die grösste Anbieterin von Fleisch mit Tierwohl-Label in der Schweiz bleibt», sagt Philipp Wyss (52), Leiter der Direktion Marketing/Beschaffung bei Coop. Der Grossteil der heutigen Produzenten könne auch in Zukunft an Coop liefern. Wichtig sei aber, dass Produktion und Nachfrage sich besser die Waage halten.

Fleisch-Label bei Coop

naturaplan

Produkte von Bauernhöfen, welche den strengen Regeln von Bio Suisse entsprechen: Der ganze Betrieb wird biologisch bewirtschaftet, ohne chemisch-synthetische Hilfsstoffe. Hoher Tierwohl-Standard und Bio-Futter.