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Frischer Energie-Kick

Cold Brew ist alles andere als kalter Kaffee. Die besonders schonende Art, den Wachmacher zu brühen, erobert die Geschmacksknospen und Herzen aller Kaffee-Fans. Jetzt bringt Emmi das Trendgetränk als neue Caffè-Latte-Spezialität.

FOTOS
Monique Wittwer, HeIner H. Schmitt
25. März 2019

Matthias Haldimann und Sara Bätschmann beim Befüllen der «Cold Drip Coffee»-Apparatur, ein Modell zur Herstellung von Cold-Brew-Kaffee.

Tropfen um Tropfen fällt Wasser in das Pulver aus frisch gemahlenen Arabica- Kaffeebohnen. Und genauso langsam tritt am unteren Ende der Apparatur, die ein bisschen an eine Sanduhr erinnert, wieder Tropfen um Tropfen sehr konzentrierter Kaffee aus. «Diese Art der Kaffeeherstellung heisst ‹Cold Drip Coffee› – also durch kaltes Wasser durch- tröpfelnder Kaffee», schildert Matthias Haldimann (28), Lebensmitteltechnologe bei Emmi in Ostermundigen BE. Er weiss, dass die Holländer die Zubereitungsweise im 17. Jahrhundert nach Japan gebracht hatten. «Weil sie auf ihren Schiffen kein heisses Wasser zur Verfügung hatten, liessen sie einfach kaltes Wasser durchs Kaffeepulver tröpfeln.» Die Japaner schauten sich das Verfahren ab und perfektionierten die Methode über die Zeit. Sie nennen ihn daher auch «Dutch coffee», holländischen Kaffee.

«Die Zubereitungsmethode gehört zur Cold-Brew-Familie. Das sind all die Kaffeegetränke, die nicht mit heissem, sondern mit Zimmertemperatur-warmen Wasser aufgebrüht werden», so Hamldimann, der bei Emmi für die Entwicklung neuer Produkte zuständig ist. Sein Team und er sind ständig auf der Suche nach spannenden Trends und Spezialitäten – auch für die Emmi-Caffè- Latte-Serie, der beliebten Kaffee- Milch-Mischgetränke im Becher.

Fruchtiger Geschmack

So stiessen die Emmi-Experten auf den Cold-Brew-Kaffee. Seit Kurzem mischt dieser die Szene der Kaffee-Aficionados und Baristas in den USA und jetzt auch in Europa gehörig auf. Der Grund: Durch die schonende Kaltbrühmethode können sich alle Aromastoffe besser entfalten. Das entstandene Getränk schmeckt anders als heiss aufgegossener Kaffee oder Espresso: «Fruchtig, blumig, ausgewogen», schwärmt Haldimann. «Zudem enthält Cold-Brew-Kaffee weniger Säure und Bitterstoffe.» All diese Eigenschaften haben auch Sara Bätschmann (34), die Markenverantwortliche für die Emmi-Caffè-Latte-Produkte, begeistert: «Es ist an der Zeit, diese Kaffeespezialität aus ihrer Nische zu holen und einem breiteren Publikum bekannt zu machen», sagt sie. Nach vielem Pröbeln hat es Emmi geschafft, Cold-Brew-Kaffee in grösserem Stil herzustellen. Kurz gesagt werden dazu Wasser und Pulver für eine lange Zeit gemischt. Den so hergestellten sehr konzentrierten Kaffee rundet Emmi dann mit guter Schweizer Milch ab und füllt das Getränk in Becher.

Bätschmann ist überzeugt, dass die neue Sorte den aktuellen Markttrend trifft – schliesslich ist der Emmi Caffè Latte Cold Brew ein idealer Muntermacher auch für warme Tage im Sommer. Und er besitzt in ihren Augen einen weiteren Pluspunkt: «Da beim schonenden Zubereitungsverfahren weniger Säure entsteht und der Kaffee von Natur aus milder ist, ist deutlich weniger zugesetzter Zucker nötig.»

12 Stunden
Einen halben Tag «zieht» das Kaffeepulver im Zimmertemperatur-warmen Wasser.

8 Sorten
Bei Coop gibts acht Caffè-Latte-Sorten: Cappuccino, Macchiato, Espresso, Double Zero, Balance, Colombia, Vanilla und neu Cold Brew.