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Taten statt Worte

Tipps für Küche und Umwelt

Umweltschonend leben heisst auch, Geräte in der Küche effizient zu nutzen. Nachhaltiger Konsum in der Umweltarena Spreitenbach zeigt, was der Einzelne tun kann.

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Umweltarena, zVg
18. April 2016

Die Umweltarena Spreitenbach ist Ausstellungs-Plattform für viele Bereiche des Themas Nachhaltigkeit.


Ausstellung

Stellen Sie sich vor, Sie sind Bio-Bauer. Von früh bis spät arbeiten Sie für Ihr Ideal, für eine intakte Umwelt und hochwertige Ernte. Und am Ende kauft keiner Ihre Produkte. Dann muss der Bio-Hof schliessen und damit verliert auch die Natur. Coop und Umweltorganisationen können ebenfalls umweltfreundliche Produkte fördern und anbieten. Doch wenn sie keiner kauft, wird es schwierig. So haben alle unsere Kaufentscheide einen direkten Einfluss auf Menschen, Tiere und die Umwelt. Nachhaltiger Konsum erfordert nicht nur den guten Willen, sondern auch Wissen. Man muss sich auskennen und informieren. Viele Dinge, wie zum Beispiel Geschirrspüler versus Spülen von Hand, scheinen auf den ersten Blick klar und sind es doch nicht. Die Maschine ist ja in diesem Fall umweltschonender als Handarbeit. Aber nur, wenn das Geschirr nicht zu gründlich vorgespült und die Maschine effizient befüllt wird.
In der Umweltarena in Spreitenbach gibt es dazu seit Kurzem eine interessante Führung: Nachhaltiger Konsum. Zu den Stationen gehört auch die Dauerausstellung von Coop, die eine Verkaufsstelle darstellt. Der virtuelle Chef dieser besonderen Coop-Filiale, Filipp Grünenfelder, zeigt stolz allen seinen Supermarkt. Dabei erfahren die Besucher zum Beispiel, weshalb es für die Umwelt besser ist, saisonale und regionale Produkte in der Küche zu verarbeiten, oder wie ein Naturafarm-Huhn lebt.

Effizient in der Küche

Doch es kommt nicht nur auf die Lebensmittel an, sondern auch auf effiziente Küchengeräte. Die Sparsamsten gehören zur Kategorie A. Genauso hat die Nutzung der Küche und der Geräte einen Einfluss auf den ökologischen Fussabdruck. So kann man tiefgekühlte Lebensmittel im Kühlschrank auftauen. Denn damit sinkt die Temperatur während des Tauens und es wird weniger Energie zum Kühlen verbraucht. Die Kühlschrank- und auch die Backofentüre bleiben am besten so oft wie möglich zu, damit keine Energie verloren geht: Immer nur kurz öffnen und sofort wieder schliessen. Viele Kühlschränke sind ausserdem zu kalt eingestellt, das frisst Energie, rund sechs Grad genügen. Das hat nebenbei auch den Vorteil, dass Butter schneller streichfähig ist. Beim Backofen lässt sich Energie sparen, wenn man möglichst auf das Vorheizen verzichtet. Und die Umluft-Funktion verkürzt meist die Garzeit, und das erst noch bei einer tieferen Temperatur.

Regional und saisonal

Wer jetzt denkt, dass möglichst wenige elektrische Geräte in der Küche besser sind, irrt sich jedoch. Nicht jedes elektrische Zusatzgerät ist überflüssig. Mit einem Eierkocher lässt sich nämlich rund 50 Prozent Energie sparen im Vergleich zu im Wasser gegarten Eiern. Und auch ein Wasserkocher verbraucht weniger Energie als der Herd. Wo die Geräte stehen, hat ebenfalls einen Einfluss auf die Umwelt. Wer den Kühlschrank direkt neben die Spülmaschine oder den Herd stellt, braucht bis zu 30 Prozent mehr Strom, weil die Abwärme der anderen Geräte die Kühlleistung beeinträchtigt. Noch viel mehr praktische Tipps gibt es auf der Führung durch die Umweltarena. Das Spannende daran ist, dass es nicht nur etwas zu sehen gibt, sondern auch zu erleben. Und mit der Coop-Supercard profitieren Sie von einer Ermässigung von 20 Prozent des Eintrittspreises.

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