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Taten statt Worte

Süsse Spenden Hilfe für Familien in finanzieller Not

Pro verkauftem Grittibänz spendet Coop 10 Rappen ans Schweizerische Rote Kreuz. Das Geld kommt Menschen in Notlagen zugute.

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Heiner H. Schmitt, zvg
27. November 2017

Schmecken und helfen: die Grittibänzen von Coop.


Unterstützung

So mancher wird vielleicht denken: Armut in der Schweiz? Dafür gibt es doch die Sozialhilfe! Doch es gibt auch viele Menschen, die zu hundert Prozent arbeiten und trotzdem nicht genug verdienen für ihren Lebensunterhalt. Darunter sind oft Alleinerziehende., erklärt Adalbert Widmer (54), Leiter soziale Integration beim Schweizerischen Roten Kreuz. Die Sozialhilfe kann nur Leistungen erbringen, die im Sozialhilfegesetz vorgesehen sind. Rund eine Million Menschen lebt in der Schweiz in Armut oder knapp oberhalb der Armutsgrenze. Nur schon eine unerwartete Zahnbehandlung kann bei betroffenen Familien das Budget sprengen.

Auch bei Florence Kuster (Name geändert) sind es die Krankheitskosten, die sie nicht bezahlen kann. Die alleinerziehende Mutter von zwei Teenagern ist in psychologischer Behandlung. Ergänzend dazu braucht sie eine Bewegungstherapie, die sie mindestens noch ein Jahr lang besuchen muss. Diese wird jedoch von der Krankenkasse nicht übernommen. Florence Kuster ist imstande, 20 Prozent dieser Kosten selbst zu bestreiten. Mehr geht nicht, denn sie lebt am Existenzminimum, auch weil sie nur Teilzeit arbeiten kann.

Schneller Zuschuss

Für solche Notlagen gibt es die Einzelhilfe des SRK. Wir bekommen pro Jahr rund 400 Gesuche über Sozialdienste und Beratungsstellen, sagt Adalbert Widmer. Einfach so um Geld bitten, ist aber nicht möglich. Damit wir ein Gesuch bearbeiten können, muss es von einem Sozialdienst oder einer Beratungsstelle eingereicht werden. Bei einem positiven Entscheid kann die Einzelhilfe mit maximal 1000 Franken einspringen. Pro Jahr sind das zwischen 170000 und 200000 Franken für alle bewilligten Gesuche. Die meisten betreffen Gesundheitskosten.

Auch das Gesuch von Florence Kuster ist gutgeheissen worden. In ihrem Fall hat sich der Sozialdienst an das Schweizerische Rote Kreuz gewandt. Für meine Gesundheit ist es enorm wichtig, dass ich die Bewegungstherapie weiterhin besuchen kann. Ich danke dem SRK von ganzem Herzen für die finanzielle Unterstützung, freut sich die 39-Jährige.

Coop engagiert sich

Coop ist seit 2015 offizielle Partnerin des SRK. Von Ende Oktober bis Ende Dezember spendet Coop von allen verkauften Grittibänzen 10 Rappen an das Schweizerische Rote Kreuz. Dieses Geld kommt bedürftigen Familien in der Schweiz zugute. Daneben engagiert sich Coop bei weiteren Projekten. Etwa bei der Familienplattform, bei der Eltern einen vom SRK ausgebildeten Babysitter finden können. Letztes Jahr konnten 1000 Babysitter vermittelt werden, sagt Andreas Bircher (60), Leiter Entlastung beim SRK. Coop unterstützt auch die Katastrophenhilfe. Und die Detailhändlerin und Genossenschaft macht seit Jahren bei der Aktion 2Weihnachten mit.

Tat Nr. 293

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