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Taten statt Worte

Saubere Sache

Bei der Produktion von Textilien kommen oft schädliche Chemikalien zum Einsatz. Coop hat sich 2013 der Greenpeace Detox-Kampagne angeschlossen, um diesen erfolgreich den Kampf anzusagen.

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Remo Naegeli, zvg
06. August 2018

Auch bei der Baumwollproduktion in Tansania wird auf den Einsatz von Giften verzichtet.


Baumwolle

Wer freut sich nicht über das coole neue Shirt, die bequeme Sommerhose oder natürlich die schicken Schuhe? Vieles, was wir auf unserer Haut tragen, wird heute in Entwicklungsländern hergestellt und das nicht selten mit bedenklichen Mitteln. «Gerade bei der Verarbeitung von Textilien kommen oft chemische Mittel zum Einsatz, etwa Schwermetalle, Formaldehyd und aromatische Kohlenwasserstoffe», sagt Daniela Walker von Greenpeace Schweiz. Die 25-Jährige ist zuständig für die von der Umweltorganisation im Jahr 2013 ins Leben gerufene «Detox-Kampagne», die sich für die giftfreie Produktion von Textilien und Lederwaren einsetzt.

Coop ist von Anfang an als erstes Schweizer Unternehmen mit dabei, wie Anna Vetsch (34), Projektleiterin Nachhaltigkeit Coop, erklärt: «Seit wir das Detox-Commitment mitunterzeichnet haben, konnten wir bereits viel bewegen.»

So hat Coop bei vielen ihrer Lieferanten in Indien und China Workshops zum Chemikalienmanagement durchgeführt, zusammen mit der darauf spezialisierten Systain Consulting. «Das Besondere dabei ist, dass wir nach den Workshops speziell ausgebildete Trainer von Systain direkt zu den Fabriken schicken, die vor Ort mit den Verantwortlichen die Verbesserungsmöglichkeiten evaluieren und den Fabriken Tipps und Tricks im Umgang mit Chemikalien geben», sagt Anna Vetsch. Dabei hilft den Experten auch die Negativliste für Textil und Leder. Darauf sind alle bedenklichen Stoffe aufgeführt, die aus der Coop-Produktionskette schrittweise bis 2020 verbannt werden müssen. Coop konnte bis Ende 2017 bereits drei gefährliche chemische Gruppen aus den textilen Lieferketten eliminieren und für die restlichen ist sie auf gutem Weg. Das belegt der soeben erschienene, interne Prüfbericht.

Coop ist auf Kurs

Damit werden die Umweltrisiken in der ganzen Herstellungskette minimiert. Davon profitieren die Arbeiter in den Betrieben. Ebenso können die Konsumenten hierzulande sicher sein, dass ihr «Neuerwerb» weniger schädliche Stoffe enthält.

Entsprechend bestätigt Greenpeace in ihrem neuesten Bericht «Destination Zero: seven years of Detoxing the clothing industry», dass  Coop auf Zielkurs ist. Dieses Resultat freut die Umweltorganisation, wie Daniela Walker sagt: «Mit ihrem konsequenten Handeln zeigt Coop, dass es möglich ist, den Einsatz toxischer Stoffe in der Produktion von Textilien und Lederwaren massgeblich zu reduzieren.»

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