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Taten Statt Worte

Auf der Familienweide

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Mischa Christen, Peter Ochsner/Pro Specie Rara, Rebecca veiga
18. August 2019

Kälber und ihre Mütter dürfen zusammenbleiben, so verlangt es die Marke Natura-Veal.

Mutter und Kind – eine Verbindung, die so stark ist wie keine andere. Und doch werden viele Kälber kurz nach ihrer Geburt von der Mutter getrennt. Die Organisation Mutterkuh Schweiz widersetzt sich diesem Verfahren. Mit ihrer Marke Natura-Veal bietet sie eine Kalbfleischproduktion aus Mutterkuhhaltung. In dieser werden Mutter und Kalb nicht getrennt. Sie dürfen zusammenbleiben.

Eine solche Mutterkuhhaltung findet man im luzernischen Hellbühl. Auf dem Hof von Urs Limacher (56) leben 45 Simmentaler Kühe. Auf seiner Weide spielen zwei Simmentaler Kälber miteinander, ihre Mütter machen im Schatten ein Mittagsschläfchen. Die Kühe von Urs Limacher erhalten täglichen Auslauf ins Grüne und die Tiere ernähren sich von Heu, Gras und Milch. «Bei ‹Natura-Veal› ist es verboten, die Kälbchen mit wachstumsfördernden Zusatzstoffen, Soja, Palmöl oder gentechnisch veränderten Futtermitteln zu füttern», erklärt der Landwirt. Die Mutterkuhbetriebe werden ausserdem regelmässig von «beef control» oder dem Schweizer Tierschutz kontrolliert. Die Kälber bleiben bei ihren Müttern, bis sie fünf bis sechs Monate alt sind. Dann sind sie schlachtreif und verlassen den Hof.

Diese natürliche Art der Kalbfleischproduktion ist in der Schweiz und weltweit einzigartig. Die Marke Natura-Veal stellt an ihre Produzenten hohe Anforderungen. So muss beispielsweise das Fleisch rosa bis kalbrot sein und eine feinfaserige Textur aufweisen. Bei Coop wird Natura-Veal schrittweise das bisherige Naturafarm-Kalb-Programm ablösen. 

Schon heute ist Natura-Veal-Kalbfleisch in über 60 Bedienungsmetzgereien und auch via Coop@home erhältlich.

Tat Nr. 147

Kälber bleiben bei der Mutter

Es ist ein Erfolgsmodell: unser Kalbfleisch aus artgerechter Mutterkuh- haltung. Gemeinsam mit der Vereinigung Mutterkuh Schweiz haben wir 2008 Natura-Veal entwickelt und marktfähig gemacht.

Mehr Infos zu dieser Tat sowie viele weitere unter diesem Link: www.taten-statt-worte.ch/147