Forschen für volle Teller | Coopzeitung
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Forschen für volle Teller

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Peter Mosimann, Roberto Ceccarelli, Heiner H. Schmitt, zvg
11. November 2019
Zweinutzungshuhn, Zitrusfrüchte und Buchweizen standen im Zentrum gemeinsamer Projekte von Coop und Forschenden wie  Thijs Defraeye (36) der ETH Zürich.

Zweinutzungshuhn, Zitrusfrüchte und Buchweizen standen im Zentrum gemeinsamer Projekte von Coop und Forschenden wie Thijs Defraeye (36) der ETH Zürich.

Buchweizensorten, die sich für den Anbau in der Schweiz eignen, verbesserte Verpackungen für den Transport von Zitrusfrüchten, Zweinutzungsrassen bei Hühnern. Das sind drei Themen, derer sich die Forschenden der ETH Zürich in den letzten Jahren dank der Unterstützung von Coop angenommen haben. Seit 2013 investierte der Coop Fonds für Nachhaltigkeit insgesamt fünf Millionen Franken in 19 Forschungsprojekte des World Food System Center.

Das Ziel: einen Beitrag zur weltweiten nachhaltigen Ernährungssicherheit leisten. Wichtig bei der Wahl der Projekte war daher, dass sie einerseits relevant für die Gesellschaft und Coop und andererseits wissenschaftlich spannend sind. «Coop konnte uns Impulse aus der Praxis geben, wir steuerten die wissenschaftliche Kompetenz bei», sagt Anna Katarina Gilgen (40), die als Projektmanager die Schnittstelle zwischen beiden Seiten ist. «Die Qualität der Projekte war stets ein wichtiges Kriterium», betont Jan Heusser (31), Verantwortlicher für den Coop Fonds für Nachhaltigkeit. Die Verknüpfung zwischen Praxis und Theorie sei wichtig, so Gilgen. «Wir wollen Fragestellungen nicht isoliert betrachten. Das Thema Ernährung ist sehr komplex.» Umso wertvoller seien der Dialog und der Austausch mit Partnern. So habe sich ein gegenseitiges Verständnis entwickelt und ein guter Mechanismus bei der Wahl der Projekte.

Per Ende 2019 endet die Finanzierung zwar. Fünf Coop-Projekte laufen derzeit aber noch. Eines davon beschäftigt sich mit der Frage, wie sich moderne Bewässerungstechnik in der Zitrusfrüchteproduktion auf die Wasserressourcen auswirkt. Die letzten Projekte sollen Mitte 2021 abgeschlossen sein. Den Forschenden der ETH wird die Arbeit dennoch nicht ausgehen. Aus den abgeschlossenen Projekten haben sich verschiedene Folgeprojekte ergeben.