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Lion King: Buntes Afrika in Basel

Die Schweizer lieben Musicals. Ab März ist The Lion King in Basel zu sehen. In einer Hauptrolle mit dabei ist die junge Westschweizerin Melina MPoy.

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Disney, Johan Persson, Christoph Kaminski, Bernhard Fuchs
22. September 2014
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Bericht

Nala (Melina MPoy) und Simba (Hope Maine) blicken in eine schöne Zukunft. Das Musical The Lion King bringt viel Farbe und afrikanisches Flair auf die Theaterbühne.

Wenn der böse Onkel Scar sie umgarnt, setzt sich Nala kraftvoll zur Wehr. Als Simba zögert, seine Rolle als König der Löwen einzunehmen, mahnt sie ihn emotionsgeladen zur Besinnung, und als Simba endlich seine Gefühle für sie entdeckt, wird Nala sanft und zärtlich. Es sind viele Gefühle, die Melina MPoy (28) in ihrer Rolle als Nala den Lion-King-Besuchern gibt. Die junge Westschweizerin spielt seit sieben Jahren in der Disney-Produktion The Lion King mit und ist in Paris, Singapur und London aufgetreten. Seit zwei Jahren spielt sie Simbas Freundin Nala eine der Hauptrollen.

Im Moment ist das Ensemble in einer Tournee durch Grossbritannien engagiert. Aber im kommenden März kommen Melina MPoy und die ganze Lion King-Tour-Produktion mit der englischen Originalversion nach Basel. Der Vorverkauf für die Aufführungen im Musical Theater Basel läuft bereits und zwar sehr gut, sagt Freddy Burger, der als Veranstalter die Produktion in die Schweiz bringt.

Guter Schweizer Nährboden

Visagistin Jill Leather braucht etwa 30 Minuten, bis aus Melina Nala geworden ist.

Mit The Lion King kommt eines der weltweit erfolgreichsten Musicals in die Schweiz. Es feierte 1997 am Broadway Premiere und wird dort seither ununterbrochen vor ausverkauftem Haus gespielt.Nur zwei Jahre später startete eine Produktion am Lyceum Theatre in London und füllt auch dort seit 15 Jahren jeden Abend den Saal. Länger wird nur The Phantom of the Opera gespielt.Finanziell hat die Show um das Löwenbaby Simba nach Angaben von Disney sogar eine historische Schallmauer durchbrochen und ist zum grössten Bühnenerfolg aller Zeiten aufgestiegen: Mittlerweile wurden Tickets im Wert von 6,2 Milliarden Dollar abgesetzt.

The Lion King wird auch in der Schweiz die Massen anziehen, ist Freddy Burger überzeugt. Er rechnet mit über 150000 Besucherinnen und Besuchern. Diese Prognose ist keineswegs gewagt. Musicalproduktionen finden in der Schweiz seit vielen Jahren einen guten Nährboden. Die erfolgreichste Eigenproduktion, Ewigi Liebi, sahen sich zwischen 2007 und 2012 650000 Besucherinnen und Besucher an. Diese Liebe zum Musical-Genre ist für die Schweiz nicht neu: Schon die Kleine Niederdorfoper, sie wurde 1951 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, ist nichts anderes als ein Musical, sie wurde bloss zu einer Zeit komponiert, in der man den Begriff Musical noch nicht kannte.

Heute kann ich mit Lampenfieber umgehen.»

Melina MPoy (28), Musical-Darstellerin

Die berühmtesten Musicals

Auch die grossen Musical-Hits Cats und The Phantom of the Opera machten in der Schweiz Station: Das Musical Theater Basel wurde 1995 mit The Phantom of the Opera eröffnet. Es folgten weitere internationale Musicals wie Grease, Die Schöne und das Biest, Saturday Night Fever, We Will Rock You und und und. Neben Ewigi Liebi gab es weitere erfolgreiche Eigenproduktionen wie Space Dream (1994 bis 2008) oder Deep (ab 2002). Auch kleinere Veranstalter behaupten sich, im Sommer etwa die Thunerseespiele und die Walensee-Bühne. 60000 sahen diesen Sommer Aida in Thun, 36000 waren es bei My Fair Lady in Walenstadt. Die Schweiz ist also bestes Musical-Land. Kein Wunder freut sich Melina MPoy auf den Auftritt in ihrer Heimat. Aber natürlich nicht nur wegen dem zu erwartenden Grosserfolg. Sie freue sich auch, weil sie normalerweise nicht öfter als dreimal pro Jahr nach Hause komme, sagt die in La Chaux-de-Fonds geborene Tochter eines Kongolesen und einer Schweizerin. Die Rolle der Nala hat sie in den letzten zwei Jahren über 500 Mal gespielt. Routine? Keineswegs, sagt Melina. Jede Aufführung sei anders, weil auch die Darsteller nicht jeden Tag mit der gleichen Stimmung ins Theater kommen. Und dennoch muss ich versuchen, mich emotional in meine Rolle zu versetzen und die Emotionen zu zeigen, erklärt sie. Inzwischen habe sie genug Erfahrung, dass sie auch mit dem Lampenfieber umgehen könne. Das merkt man vor allem an der Stimme, die klarer und sicherer ist als noch vor einigen Jahren.

Starke Nala: Melina MPoy in ihrer Rolle.

Ich muss mich emotional in die Rolle geben.»

Melina MPoy (28), Musical-Darstellerin

Das kleine Mädchen auf der Bühne

Melina MPoy hat in La Chaux-de-Fonds die Schule besucht und war danach an der Académie internationale de comédie musicale (Aicom) in Paris. Schon bald darauf wurde sie für The Lion King engagiert und spielte Simbas Mutter. Daneben war sie die Ersatzbesetzung für Nala. Vor zwei Jahren schaffte sie den Sprung in die Erstbesetzung. Es ist unglaublich, meint sie, wenn sie an das kleine Mädchen aus La Chaux-de-Fonds denke, das nun auf den grossen Musicalbühnen der Welt auftrete. Wobei klein nicht ganz richtig ist: Melina MPoy ist 1.80 Meter gross.

Afrikanische Rhythmen

Happy End im Musical: Nala (Melina MPoy) und Simba (Hope Maine) finden zueinander.

Acht Mal pro Woche wird das rund zweieinhalb Stunden dauernde Musical mit Musik und Text von Elton John und Tim Rice aufgeführt. Musikalisch bietet The Lion King packende afrikanische Rhythmen und den warmen Zauber der Serengeti, eingefangen in zeitlosen Hits wie Circle of Life und Can You Feel the Love Tonight. Regisseurin Julie Taymor ist ein farbenprächtiges Spektakel gelungen: Majestätische Giraffen stolzieren, Gazellen springen und ein Leopard schleicht durch die Savanne. Beim Bühnenbild und bei den Kostümen wurde weder an Aufwand noch an Ideen gespart. Die Kostüme sind mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Die Zuschauer sehen das nicht, aber die Schauspieler, sagt Melina MPoy, und die tragen dieses Gefühl in den Zuschauerraum.

Bilder, die jeden Musicalfan hinreissen: die Savanne in The Lion King.

Erzählt wird die Geschichte vom Kreislauf des Lebens, von Liebe und Verantwortung und der Suche nach dem eigenen Weg. Julie Taymor knüpft mit ihrer Inszenierung der Tiere nahtlos an die Disney-Tradition an, die mit viel Schalk und Humor deren Charaktere zeigt. Wer die Tiere in den Disney-Animationsfilmen mag, wird auch die Bühnenversionen der Hyänen, des Warzenschweins und des Nashornvogels lieben.


Kindermusicals

Räuber Hotzenplotz und Ronja Räubertochter

Nicht nur die grossen Musicals, auch die Kindermusicals erfreuen sich in der Schweiz ungebrochener Beliebtheit. Ab dem 22.Oktober ist De Räuber Hotzenplotz, ab dem 22.November auch Ronja Räubertochter wieder auf Tournee. Beide Kindermusicals werden von Balzer Produktionen auf die Bühne gebracht und von Coop unterstützt. Bislang haben über 200 000 begeisterte Besucher in den letzten zehn Jahren die Balzer-Musicals besucht.

De Räuber Hotzenplotz nach einem Kinderbuch von Otfried Preussler und Ronja Räubertochter nach einem Kinderbuch der schwedischen Autorin Astrid Lindgren starten beide im Casinotheater Winterthur.

Weitere Spielorte, Infos und Tickets:

Weitere Informationen zuRonja Räubertochter auf der Internetseite von Coop Weitere Informationen zuDe Räuber Hotzenplotz auf der Internetseite von Coop

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Mehr zu der Supercard-Aktion auf der Internetseite von Coop Tickets bei ticketcorner.ch bestellen

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