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Abenteuerland: Die besten Ausflugstipps der Coopzeitung in einem Buch

Franz Bamert kennt die Schweiz wie die Taschen seines Rucksacks. Nun erscheinen ausgewählte Empfehlungen des Coopzeitung-Reporters in einem Buch des Beobachter-Verlags.

FOTOS
Peter Mosimann
04. Juli 2016

An der Wand: Franz Bamert beim Bergsteigen im Sustengebiet.


Entdecker

Auf einem Pferdetrekking vor der wildromantischen Kulisse Sörenbergs hat Franz Bamert Pferde lieben gelernt.

Franz Bamert muss nicht lange über die Frage nach seinem Lieblingsplatz in der Schweiz nachdenken. Der langjährige Reporter der Coopzeitung macht keinen Hehl aus seiner Liebe zu den Bergen. Dort, wo die Luft dünner und die Stille ganz laut ist, findet der leidenschaftliche Bergsteiger zu sich selbst. Und wohl auch zur Ruhe. Auf der Redaktion kennt man den 64-Jährigen vor allem als unermüdlichen Entdecker der Schweiz. Meist erscheint er mit robusten Schuhen und einem grossen Rucksack auf den hageren Schultern. Kaum ist er da, ist er auch schon fort, unterwegs zur nächsten Alp, dem nächsten Bergsee oder Museum. Eine Weile lang hatte ich das Gefühl, ich kenne jede Kuh, jeden Bauern und jeden Berg. Ich war für die Coopzeitung in fast jedem Winkel der Schweiz.

Franz, der Wunderfitz

Tatsächlich hat der Journalist im Laufe der Jahre unzählige Orte erkundet und in mal poetischer, mal rauerer Sprache über seine Entdeckungen berichtet. Persönlich hat er zwar eine klare Vorliebe für die Berge, aber bei der Wahl seiner Streifzüge für die Coopzeitung legt er Wert auf einen spannenden Mix: Für unsere Leser muss es fesselnd sein. Sonst würde ich ja jeden Tag auf irgendeinen Berg hinaufkraxeln. Aber nur Sport und Berge, das interessiert ja keinen. Er habe sich stets eine gewisse Neugier bewahrt und daher auch Gefallen an Ausflügen gefunden, die er privat eher nicht gemacht hätte. Das Indianermuseum in Zürich war so ein Fall: Meine eigene Karl-May-Zeit ist schon lange vorbei und ich hatte das Gefühl, alles über die Indianerzeit zu wissen. Aber vielleicht waren meine Informationen nicht ganz korrekt. Als ich vom Indianermuseum in Zürich hörte, fand ich das eine schöne Ausflugsidee. Ebenfalls eine Offenbarung sei die Entdeckung des Kantons Jura gewesen. Ich habe jahrzehntelang in Graubünden gelebt und hatte den Jura aufgrund der Entfernung gar nicht auf dem Radar. Also musste ich da hin. Der Jura ist so schön! Ausserdem habe ich dort grossartige Menschen kennengelernt.

Neue Begegnungen

Überhaupt sei für ihn immer wichtig gewesen, wer hinter seinen Geschichten stecke: Ich wollte auch Menschen unterstützen: bodenständige, fleissige Leute, die etwas auf die Beine stellen. Bio-Bauern zum Beispiel, die leben, was sie sagen. Oder den Hausi vom Sörenberg, ein Berg von einem Mann, aber unheimlich sensibel und gschpürig. Im Lauf der Jahre seien durch seine Arbeit Freundschaften entstanden und neue Leidenschaften geweckt worden. Der Tierfreund Franz Bamert entdeckte unter anderem seine Liebe zu Pferden: Bis vor drei Jahren hatte ich gar keinen Bezug zu diesen schönen Tieren. Dann lernte ich mit dem Hausi reiten. Das war einmalig. Als ich für die Coopzeitung auch noch über das Pferdealtersheim im Jura berichtete, war es ganz um mich geschehen. Seither liebe ich Pferde.

Ein Spätzünder (punkto Bergfieber)

Vor Segantinis Bildern, hier das Alpentriptychon, bleiben Besucher gebannt sitzen manchmal stundenlang.

Vor die Berufswahl gestellt, würde Franz Bamert heute vielleicht Bio-Bauer werden, oder Bergführer. Seine Freude an der Natur wurde ihm aber nicht in die Wiege gelegt. Mit 35 Jahren ging er das erste Mal z Alp. Die Liebe zu den Bergen fand ihn später. Erst als Journalist wurde mir klar: Ein Sonnenaufgang auf 4000 Metern Höhe ist an Herrlichkeit einfach nicht zu überbieten. Überhaupt habe ihn die Schönheit der Schweiz immer wieder berührt, sagt Bamert. Er will dies ja nicht als einen politischen Werbespot verstanden wissen. Aber seine Liebe zur Heimat kommt von Herzen: Einmal fuhr ich auf der Nationalpark-Biketour runter ins Val Mora, Richtung Italien. Es war ein Herbsttag und ich war alleine auf dem Weg. Alles war farbig und in Herbstlicht getaucht. Ich dachte: Wie schön ist unser Land! Und so trägt sein Buch, das diese Woche in Zusammenarbeit mit dem Beobachter-Verlag erschienen ist, den treffenden Titel Abenteuerland Schweiz. Franz Bamert hat darin seine eindrücklichsten Erlebnisse zusammengetragen. Die 60 vielfältigen Ausflugstipps 15 für jede Jahreszeit geben den Lesern die Gelegenheit, die Schweiz auf die gleiche Art zu entdecken wie der Verfasser: mit Neugier und einer ungeheuren Freude an diesem wundervollen Flecken Erde.

Die Erscheinung des Buchs markiert auch das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts des Journalisten. Bald legt Franz Bamert als Redaktor der Coopzeitung den Kugelschreiber zur Seite. Der 64-Jährige wird im Sommer pensioniert. Langweilig wird es ihm wohl nicht werden. Ich werde noch mehr z Berg gehen, das Biken geniessen und Zeit mit meiner Liebsten verbringen. Daneben möchte ich aber weiterhin arbeiten. Gerade wurde ein Buch über alte Handwerke fertig, an dem er mitgearbeitet hat und ein neues Buch ist bereits in Arbeit. Franz Bamert rastet nicht und muss daher auch keine Angst haben, Rost anzusetzen. Einstweilen freut er sich darauf, einen seiner Ausflüge noch einmal zu erleben (siehe Box links). Und welchen Ausflug würde er gerne nochmals machen? Ohne lange nachzudenken und mit dem ihm eigenen Charme bringt er mich zum Erröten: Reiten in Sörenberg. Mit dir. Das wäre schön.

Buchbestellung

Speziell für die Leser der Coopzeitung gibt es das Buch Abenteuerland Schweiz von Franz Bamert zu einem Spezialpreis von Fr. 25, statt Fr. 32. (zuzüglich Portokosten). Bitte klicken Sie zur Online-Bestellung auf den nachfolgenden Link, der Sie direkt zum Beobachter-Verlag bringt.

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Auch eine telefonische Buchbestellung ist unter der Nummer 043 444 53 07 möglich. Um in den Genuss des rabattierten Buchpreises zu kommen, nennen Sie bitte das Codewort Coop.

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