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In der längsten Orgelpfeife der Welt

Im Normalfall kommt man als Zivilist nicht in den Gotthard-Basistunnel. Das dürfen nur Züge und Unterhaltspersonal. Wer es trotzdem will, kann sich an Uri Tourismus wenden.

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Keystone
04. Juni 2018

Ganz nah, aber gut geschützt. Der Personenzug fährt mit 200 km/h an den Besuchern hinter dem acht Zentimeter dicken Glas vorbei.

 

Das Glas vibriert nicht einmal, wenn der Zug durchbraust. Gleichzeitig schiebt er eine mehrere Kilometer lange Luftröhre durch den Tunnel. Und eine zweite zieht er hinter sich her. Der Druck ist riesig. Es ist im Normalbetrieb auch die einzige Art von Lüftung im Tunnel, erklärt Max Gisler. Die Ventilatoren laufen nur bei Unterhaltsarbeiten oder wenn Fahrgäste im Notfall einen Zug verlassen müssten. Touristiker nennen den Tunnel auch die längste Orgelpfeife der Welt, denn die Luftströme, die die Züge mit sich ziehen, produzieren einen dauernden Ton wie eine Orgelpfeife. Gisler erkennt am Ton sogar, ob es sich um einen Güter- oder Personenzug handelt.

 

Seit der Eröffnung des Basistunnels, dessen Scheitelpunkt auf nur 550 Metern über Meer liegt und damit gleich hoch wie die Bundesstadt Bern, verkehren Personen- und Güterzüge im Nord-Süd-Verkehr nur noch über den neuen Tunnel mit einer Ausnahme, wie Gisler erklärt. Und das sind nicht etwa Züge mit besonders gefährlichen Gütern, sondern mit Kies. Man hat festgestellt, dass Kieszüge staubig in den Tunnel einfahren und sauber am anderen Ende rauskommen, sagt Gisler. Für den Tunnelunterhalt ist das ein Horror, denn das bedeutet, dass der Staub irgendwo zwischen Tunnelein- und Tunnelausfahrt geblieben ist: Staub und Schmutz aber sind Gift für die elektronischen Anlagen, erklärt Gisler.

Staubig rein, sauber raus

Das Glas vibriert nicht einmal, wenn der Zug durchbraust. Gleichzeitig schiebt er eine mehrere Kilometer lange Luftröhre durch den Tunnel. Und eine zweite zieht er hinter sich her. Der Druck ist riesig. Es ist im Normalbetrieb auch die einzige Art von Lüftung im Tunnel, erklärt Max Gisler. Die Ventilatoren laufen nur bei Unterhaltsarbeiten oder wenn Fahrgäste im Notfall einen Zug verlassen müssten. Touristiker nennen den Tunnel auch die längste Orgelpfeife der Welt, denn die Luftströme, die die Züge mit sich ziehen, produzieren einen dauernden Ton wie eine Orgelpfeife. Gisler erkennt am Ton sogar, ob es sich um einen Güter- oder Personenzug handelt.

Seit der Eröffnung des Basistunnels, dessen Scheitelpunkt auf nur 550 Metern über Meer liegt und damit gleich hoch wie die Bundesstadt Bern, verkehren Personen- und Güterzüge im Nord-Süd-Verkehr nur noch über den neuen Tunnel mit einer Ausnahme, wie Gisler erklärt. Und das sind nicht etwa Züge mit besonders gefährlichen Gütern, sondern mit Kies. Man hat festgestellt, dass Kieszüge staubig in den Tunnel einfahren und sauber am anderen Ende rauskommen, sagt Gisler. Für den Tunnelunterhalt ist das ein Horror, denn das bedeutet, dass der Staub irgendwo zwischen Tunnelein- und Tunnelausfahrt geblieben ist: Staub und Schmutz aber sind Gift für die elektronischen Anlagen, erklärt Gisler.

Ein Bauwerk der Superlative

Die Besucherinnen und Besucher des Zugangsstollens in Amsteg sind natürlich auch davor geschützt. Sie erfahren in sauberer Umgebung, dass das gesamte Tunnelsystem mit Schächten, Zugangsstollen und Querschlägen 153,5 Kilometer lang ist, 114 Kilometer Fahrleitungen montiert und 6000 Kilometer Kabel verbaut sind, und dass die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand um 30 Minuten auf 3,5 Stunden verkürzt werden konnte.

Ende 2020, wenn auch der 15,4 Kilometer lange Ceneri-Basistunnel im Tessin in Betrieb ist, wird man Mailand mit dem Zug in drei Stunden erreichen. Und wenn das Interesse an den Tunnelführungen anhält, werden auch dann noch Gäste einen raschen Blick in die Weströhre werfen und einem Zug beim Vorbeirauschen zusehen können.

 

Supercard - Tunnel-Erlebnis mit Rabatt

Die gut zweistündige Führung mit Erklärungen zum Bau, einem Mustertunnel und einem Grossmodell der Tunnelbohrmaschine und dem Blick in die Weströhre kostet für Erwachsene 23 Franken, für Kinder bis 16 Jahre 10 Franken.Mit der Supercard erhalten Erwachsene CHF 5.- und Jugendliche (Mindestalter 12 Jahre) CHF 2.- Rabatt auf alle im Juni und Juli getätigten Buchungen.

Das Angebot ist gültig für 4 Tickets pro Supercard auf frei wählbare Führungstermine bis Ende 2018 (Angebot solange Vorrat). Bitte geben Sie dazu die ersten 5 Ziffern Ihrer Supercard bei der Buchung in das Promotionsfeld ein.

Zum Angebot