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FÜR SIE GETESTET

Nette Trottis

In zahlreichen Schweizer Städten kann man E-Scooter mieten. Die elektronischen Trottinetts gibt es aber auch zum Kaufen. Wir haben drei Modelle getestet.

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ZVG
15. Juli 2019

Wettbewerb

E-Scooter zu gewinnen

Wir verlosen unsere drei Testgeräte unseres E-Scooter-Checks. 

Elektronische Trottinetts erobern unsere Städte. Wir haben drei Modelle getestet – ein Elektro-Trotti für Kinder, den Razor Electric Scooter Power Core E90, sowie zwei Modelle für Erwachsene, den Segway Ninebot Kick-Scooter ES1 und den VMAX R20 Komm Cruise.  Fahrer des Razor-Trottis müssen mindestens 8 Jahre alt sein und maximal 54 Kilogramm wiegen. Der Ninebot hält 100 Kilogramm aus, der VMAX 120. Beide dürfen ab 14 gefahren werden. Um für die Strasse zugelassen zu sein, müssen E-Scooter ein Vorder- und ein Rücklicht, eine Vorder- und eine Hinterradbremse sowie eine Klingel aufweisen. Bei den drei getesteten Fahrzeugen trifft dies nur auf das Modell von VMAX zu. Jenes von Segway müsste man eigenhändig mit Rücklicht und Klingel aufrüsten. Beim Razor-Modell fehlt neben Lichtern und Klingel auch die Hinterradbremse. Deshalb darf es nur auf privatem Gelände gefahren werden.

Testsieger: Der Schicke

Segway Ninebot Kick-Scooter ES1

Für sein Design hat der Ninebot sogar einen Preis gewonnen. Ein schlichter Look ohne hervorguckende Kabel – dieser E-Scooter macht echt was her.

Segway Ninebot Kick-Scooter ES1, erhältlich bei Interdiscount für Fr. 499.90.

Schnelle Flitzer

Das Trottinett von Razor erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 16 Kilometern pro Stunde, die Modelle von Segway und VMAX gemäss Hersteller maximal 20 km/h. In unserem Test allerdings blieb der R20 mit rund 17 km/h unter diesem Limit. Dies könnte auch daran liegen, dass die Bremsklötze gemäss Hersteller bei neueren Modellen noch die Räder berühren. Die Geschwindigkeit lässt sich bei VMAX und Segway auch begrenzen. Die Scooter von VMAX und Razor haben Bremsen mit Bremshebeln, wie man sie vom Fahrrad gewohnt ist – VMAX für beide Räder, Razor nur fürs Vorderrad. Deshalb gelingt das Bremsen für Umsteiger vom Fahrrad aufs Trottinett instinktiv. Beim Segway wird das Vorderrad über einen Hebel am Lenker und das Hinterrad mit einer Fussbremse gestoppt. Das braucht gerade bei hohem Tempo etwas Mut. Vor allem die Bremsen am VMAX haben uns positiv überrascht. Jene am Razor hingegen waren eher schwach. Bei VMAX und Segway gibt man mit Hebeln am Lenker Gas. So lässt sich die Geschwindigkeit einfach anpassen, indem man den Hebel stärker oder weniger stark betätigt. Praktisch bei Segway: In der dazugehörigen App kann man die Tempomat-Funktion zuschalten. Hält man den Gashebel dann fünf Sekunden lang in derselben Position, bleibt das Tempo konstant. Beim Razor-Trottinett gibt man per Knopfdruck Gas, ohne Möglichkeit, das Tempo zu variieren.

Der Kinderleichte

Razor Electric Scooter Power Core E90

Kinder dürfen mit den grösseren E-Scootern oft noch nicht fahren. Mit dem E90 von Razor hingegen schon. Deshalb wird er auch 
nur 16 Stundenkilometer schnell.

Razor Electric Scooter Power Core E90, erhältlich bei microspot.ch für Fr. 148.–.

Wackelige Sache

Auf wackeligem Untergrund machen sich die Federungen von Segway und VMAX bemerkbar, während es einen auf dem Razor ziemlich durchschüttelt. Vielen Untergründen ist der Razor aufgrund seiner kleinen Rädchen aber sowieso nicht gewachsen. Mit dem Scooter von Segway und besonders mit jenem von VMAX lässt es sich auch auf weicherem Untergrund wie Kies fahren, wobei das Lenken etwas schwieriger wird und das Tempo sinkt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Steigungen: Das Razor-Trotti kommt an einem Hügel schnell an seine Grenzen. Auch der Segway-Scooter wird zunehmend langsamer. Kurz mit dem Fuss nachgeholfen, schafft allerdings auch er es bis oben. Der R20 wird zwar auch langsamer, trägt einen aber mit relativ konstanter Geschwindigkeit den Anstieg hoch. Im Gegensatz zum Kindermodell verfügen die beiden getesteten Erwachsenentrottis über digitale Anzeigen für Tempo, Ladestand und mehr. Mit einer vollen Ladung hält das Trottinett von Razor bis zu 80 Minuten durch. Bei VMAX und Segway bringt einen eine Ladung rund 25 Kilometer weit. Segway und VMAX lassen sich zusammenklappen. Allerdings sind sie mit 11,3 Kilogramm (Segway) und 15,8 Kilogramm (VMAX) nicht für jeden einfach zu tragen. Der Razor-Scooter schafft es auf neun Kilogramm. Das geringere Gewicht des Ninebots gegenüber dem Trottinett von VMAX ist ein Grund, weshalb er für uns der Testsieger ist. Im Gegensatz zum Razor-Flitzer ist er schnell strassentauglich aufgerüstet. Weitere Pluspunkte sind das schicke Design, der geringe Lärm und die Tempomat-Funktion.

Der Startklare

VMAX R20 Komm Cruise

Damit man mit einem Elektro-Trotti auf die Strasse darf, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Bei manchen ist dazu mühsames Aufrüsten nötig, nicht aber beim R20.

VMAX R20 Komm Cruise, erhältlich bei Fust für Fr. 799.–.