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Für tolle Fotos muss es nicht unbedingt die Systemkamera sein. Mit ein paar Tricks gelingen auch mit einem Smartphone aussagekräftige Bilder.

12. August 2019

Spektakuläre Gewitter-Fotos: Den Handy-Auslöser gedrückt halten, so ist es möglich, eine Serie von Bildern aufzunehmen.


Keine Frage: Für absolute Spitzenergebnisse sind die unzähligen Funktionen einer Spiegelreflex- oder Systemkamera unverzichtbar. Da die Smartphone-Alternativen in den letzten Jahren aber immer besser wurden, müssen die sperrigen Kameras beim nächsten Trip nicht zwingend in den Rucksack. Damit die Handy-Schnappschüsse gelingen, sollten Sie aber einige Tipps beachten. Werfen Sie auf jeden Fall vor der Reise einen Blick auf den Speicherplatz. Es wäre schade, wenn die Aufnahmen daran scheitern. Kaufen Sie nach Bedarf eine neue Speicherkarte oder verschieben Sie alte Fotos und Videos auf den Computer. Zudem sollten Sie ab und zu die Linsen auf allfälligen Schmutz kontrollieren. Nehmen Sie danach ein paar wichtige Einstellungen in der App vor. So sollte möglichst HDR (High Dynamic Range) eingeschaltet sein, um mehr Dynamik in das Foto zu bringen. Für Ihre Videos sollte die 4-K-Auflösung eingestellt sein, was allerdings mehr Speicherplatz in Anspruch nimmt.

Dann kann es losgehen: Fotografieren Sie möglichst mit beiden Händen und nutzen Sie nach Möglichkeit das bestehende Licht im Motiv, anstatt den Blitz zu verwenden. Das erhält die charakteristische Atmosphäre im Foto. Wenn das Licht nicht ausreicht, hilft eine Erhöhung des ISO-Werts in den Einstellungen. Experimentieren Sie zudem mit Blenden und Verschlusszeit, um beispielsweise den Hintergrund unscharf erscheinen zu lassen. Verzichten Sie möglichst auf den optischen Zoom, denn der geht immer auf Kosten der Qualität.

Schnell knipsen

Oftmals ist der Sperrbildschirm der grösste Feind der Smartphone-Fotografen. Viele kennen die Situation: Bis das Smartphone entsperrt ist, ist das Motiv längst nicht mehr vorhanden. Schneller können Sie Ihren Androiden ohne PIN, Fingerabdruck etc. auslösen, indem Sie (je nach Modell) kurz hintereinander zweimal auf den Lautstärke- oder On/Off-Button drücken. Zu den schwierigsten Situationen gehören Motive mit schneller Bewegung oder Gewitter. Während Blitze einfangen mit einer Spiegelreflex oder Systemkamera via Langzeitbelichtung ein Kinderspiel ist, steht diese Funktion auf den Smartphones leider nicht zur Verfügung. Behelfen können Sie sich allerdings mit einem kleinen Kniff: Bleiben Sie mit dem Finger auf dem Auslöser, um eine Serienaufnahme zu starten. Jetzt nur noch auf den Blitz warten und danach die besten Fotos auswählen. Vorsichtig im Umgang mit Filtern: Die Geräte- und Kamera-App-Anbieter übertreffen sich in ihrem Angebot zwar geradezu – verwenden Sie Filter aber vorzugsweise nicht zum Fotografieren, sondern legen Sie diese beim Nachbearbeiten darüber. So kann im Zweifel alles rückgängig gemacht werden und das Original ist weiter vorhanden. Gefahrloses Experimentieren macht mehr Spass und gefährdet nicht die Ergebnisse. 

Fotoabende auf dem Fernseher

Die Ferienbilder kommen auf einem grossen Fernsehbildschirm sehr gut zur Geltung. Besonders komfortabel geht die Datenübertagung ohne Kabel. Smart TV´s der grossen Hersteller wie Sony, Philips, LG oder Panasonic können ohne separates WLAN über die Smartphone-Standards Miracast oder AllShare Cast verbunden werden. Bei Samsung-Mobiles heisst die Funktion Screen Mirroring. Sobald die Funktion auf beiden Geräten aktiv ist, können Sie sich durch die Bilder navigieren. Stehen diese Funktionen nicht zur Verfügung, können Sie sich mit Googles Luxuslösung Chromecast 3 (erhältlich bei Interdiscount für SFr. 69,90) weiterhelfen. Der kleine Stick wird via HDMI am Fernseher angeschlossen und empfängt dann Inhalte von allen kompatiblen Android- oder  iOS-Geräten (unter anderem auch die Streamingportale Spotify, Youtube oder Netflix). Apple-Nutzer können alternativ dazu auch zur Apple-TV-Bos greifen.