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Filmtipp: The Dark Tower

Die Verfilmung von Stephen Kings Lebenswerk wurde von den Fans mit Hochspannung erwartet. Nun werden sie enttäuscht mit einem Film, der gegen ein episches Werk arbeitet.

FOTOS
© 2017 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.
09. August 2017
Hochklassige Besetzung: Eigentlich wäre das Duell zwischen Idris Elba und Matthew McConaughey reizvoll. Beschützer des Turms: Roland Deschain in Mittwelt. Jake Chambers hat einen Durchgang zwischen den Welten entdeckt, und plötzlich findet sich der Revolverheld im modernen New York wieder. Dort sorgt aber auch schon Walter O'Dim sein Unwesen. Der Schwarze Mann ist nicht allein, sondern hat seine Handlanger. Rolands Revolverkünste sind auch in unserer Welt gefordert.

Hochklassige Besetzung: Eigentlich wäre das Duell zwischen Idris Elba und Matthew McConaughey reizvoll. Beschützer des Turms: Roland Deschain in Mittwelt. Jake Chambers hat einen Durchgang zwischen den Welten entdeckt, und plötzlich findet sich der Revolverheld im modernen New York wieder. Dort sorgt aber auch schon Walter O'Dim sein Unwesen. Der Schwarze Mann ist nicht allein, sondern hat seine Handlanger. Rolands Revolverkünste sind auch in unserer Welt gefordert.

Beschützer des Turms: Roland Deschain in Mittwelt.

Jake Chambers hat einen Durchgang zwischen den Welten entdeckt,

und plötzlich findet sich der Revolverheld im modernen New York wieder.

Dort sorgt aber auch schon Walter O'Dim sein Unwesen.

 

Wofür heute George R.R. Martins A Game of Thrones steht, war für Stephen-King-Fans über Jahrzehnte die Dark-Tower-Serie: ein episches Werk, das wohl für die bisher grösste Leistung des US-amerikanischen Autors steht. Lange sah es so aus, als ob die Geschichte des grimmigen Revolvermannes Roland Deschain, der sich seinen Weg in einer post-apokalyptischen Welt zu einem mystischen schwarzen Turm freischiesst, nie fertig gestellt würde. Nach dem Erscheinen des ersten Buches The Gunslinger 1982, mussten die Fans mehr als 20 Jahre warten, bis King die Geschichte in acht Büchern und über 5000 Seiten zu Ende erzählt hatte.

Beschützer des Turms: Roland Deschain.

Vor diesem Hintergrund ist es unvermeidlich, dass die erste Filmadaption dieses Fantasy-Epos für die Fans zur Enttäuschung wird. Kein Wunder! Wie sollen auch Tausende von Bücherseiten in ein 95(!)-minütiges Kinoerlebnis verpackt werden? Jene, die die Bücher gelesen haben, werden sich danach fragen: War dies nun der Trailer?. Leider nicht! Und eine Sequel, wofür die Romanreihe eigentlich prädestiniert wäre, wird es auch nicht geben, denn der Film endet unfortsetzbar.

Den King-Effekt verpasst: Regisseur Nikolaj Arcel (rechts).

Besonders schwierig ist es, sich an die Art und Weise zu gewöhnen, wie die Geschichte für ein Mainstream-Publikum umgebaut und in eine vertraute Fantasy-Form gedreht wurde. Der dänische Regisseur Nikolaj Arcel schafft es dabei nicht, die ausladenden Bilder, die King in die Köpfe der Leser zaubert, auf die Leinwand zu bringen. Der Film The Dark Tower ist an manchen Orten so vereinfacht, dass es schon fast lächerlich wirkt. Oder wie es Rolling-Stone-Redaktor Peter Tavers in seiner vernichtenden Filmkritik treffend betitelt: The Dark Tower for Dummies.

Einziges Highlight: Matthew McConaughey alias der Mann in Schwarz.

Ach ja, die Handlung: Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba) ist der Letzte seiner Art und gefangen in einem ewigen Kampf mit Walter ODim, auch bekannt als der Mann in Schwarz gespielt von Mathew McConaughey seine schauspielerische Leistung ist das einzige Highlight des Films. Roland ist fest entschlossen, ihn daran zu hindern, den Dunklen Turm, der ganze Universum zusammenhält, zu Fall zu bringen. Das Schicksal aller Welten steht auf dem Spiel, als das Gute und das Böse in einer ultimativen Schlacht (oder eher einem Eins-gegen-Eins-Duell) aufeinanderprallen. Den Roland ist der Einzige, den den Dunklen Turm vor dem Mann in Schwarz verteidigen kann.

Verbindung zwischen den Welten: Jake Chambers.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Jake Chambers (Tom Taylor) erzählt, einem Einzelkind, das zusammen mit seiner verwitweten Mutter und ihrem unsympathischen Freund in New York lebt. Jake ist hellsichtig und hat die Gabe, in andere Welten blicken zu können. Was er dabei sieht malt er auf Papier. Hauptfiguren seiner Zeichnungen sind der Revolvermann Roland und der Mann in Schwarz, was seine Mutter zu der Annahme veranlasst, er sei verrückt. Um der geplanten Abschiebung in eine Irrenanstalt zu entkommen, schlüpft Jake durch eine Zeitschleuse in die Welt des Revolvermannes Roland, um ihm in der Folge bei der Rettung des Universums zu helfen.

 

Credits:
Filmstart: ab 10. August 2017 in den Deutschschweizer Kinos
Land: USA, 2017
Länge: 95 Minuten
Regie: Nikolaj Arcel
 

Cast:
Roland Deschain Idris Elba
Walter O'Dim Matthew McConaughey
Jake Tom Taylor