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Filmtipp

Creed 2

Er ist Schwergewichts-Weltmeister, hat aber seine schwerste Prüfung noch vor sich: Adonis Creed wird von Viktor Drago herausgefordert. Drago? Genau, vom Sohn des Ivan Drago, der einst Adonis' Vater Apollo im Boxring tötete.

24. Januar 2019

Filmbewertung

Adonis Creed (Michael B. Jordan) ist am Ziel seiner Träume: Weltmeister im Schwergewicht. Doch der Champion muss sich erneut beweisen, denn er erhält eine schwere Herausforderung. Es ist die schwerste seines Lebens, denn sie kommt vom Russen Viktor Drago (Florian Munteanu) – keinem Geringeren als dem Sohn von Ivan Drago (Dolph Lundgren), welcher vor 30 Jahren im Ring Adonis’ Vater in den Tod schickte. Zudem wird Creed auch noch vorgeworfen, dass sein vergangener Titelkampf zu einfach gewesen wäre, was seinem Stolz keine andere Wahl lässt, als den Kampf anzunehmen. Durch das tragische Schicksal seines Vaters, den er selbst nie kennengelernt hat, ist der Kampf für ihn eine Herzensangelegenheit.

Eine besondere Beziehung zu Drago hat aber nicht nur Adonis, sondern auch dessen Trainer Rocky Balboa (Sylvester Stallone). Immerhin war dieser vor dreissig Jahren der gefeierte Bezwinger Dragos. Weil Rocky als damaliger Betreuer Appollos sich die Schuld an dessen Tod gibt, rät er Creed, die Herausforderung nicht anzunehmen. Deshalb kommt es zum Bruch, denn Creed nimmt den Megakampf an. Auf der anderen Seite des Rings geht es ebenfalls um Vergangenheitsbewältigung, denn Ivan Drago verlor mit der Niederlage gegen Rocky nicht nur den Kampf, sondern auch seinen guten Ruf in Russland und seine Frau. Sein Sohn soll nun sein Versagen wieder gut machen. Die Ausgangslage ist an Dramatik nicht zu übertreffen.

In Adonis' Leben dreht sich aber nicht alles ums Boxen, denn seine Freundin und zukünftige Frau Bianca (Tessa Thompson) ist schwanger. Weil zudem die Chance besteht, dass sein Kind von Bianca die Gehörlosigkeit geerbt haben könnte, hat Adonis Mühe, sich voll und ganz auf seine Titelverteidigung zu konzentrieren. Da würde ein Trainer mit der Erfahrung von Rocky schon sehr helfen.

Wenn man die Creed-Serie zu den Rocky-Filmen dazu zählen will, dann geht es nun in die siebte Runde. Und diese ist vollkommen gelungen, denn «Creed 2» ist voller Spannung und Drama, aber auch mit ruhigen Momenten und Emotionen versehen, in denen vor allem Michael B. Jackson seine schauspielerische Klasse zeigt. Es ist förmlich zu spüren, wie emotional die Beziehungen der Figuren sind und was die Ereignisse aus der Vergangenheit in ihnen auslösen. Man fühlt mit jeder Figur mit, sogar mit den Dragos. Der Film ist sicher für alle Rocky-Fans ein Erfolg, und wenn plötzlich die alte Musik wieder zu hören ist, schlägt das eine oder andere nostalgische Herz bestimmt wieder höher. Die Stärke der Creed-Filme ist, dass sie auch unabhängig der Rocky-Filme funktionieren, denn man kann sich sehr gut auf die Filme einlassen. «Creed 2» ist für jede Generation ein guter und packender Film.

Schüler Jonas Neuenschwander (17) schrieb diese Filmkritik im Rahmen seines Praktikums bei der Coopzeitung.

Im Kino

Creed 2

Filmstart: 24. Januar 2019
Land: USA 2018
Länge: 130 Minuten
Besetzung: Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson, Dolph Lundgren, Florian Munteanu
Regie: Steven Caple Jr.