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Barbara Wenner

Ihr Garten liegt in Wohlen BE, wo sie mit ihrem Mann lebt. Sie entwirft Kleider, schaut zu ihrem Enkel und verbringt viel Zeit im Garten.

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Eva Nydegger, zVg
14. April 2016

Portrait

Im Garten geht es mir einfach wunderbar. Gärtnern ist gut für die Seele. Nur wenn ich nach Stunden der Gartenarbeit wieder aufstehen soll, habe ich etwas Mühe. Deshalb habe ich mir einen kleinen Hocker besorgt, so gehts.

Als ich noch in einer Wohnung lebte, war mir mein Balkon sehr wichtig. Da hatte ich einen richtigen Dschungel, Bäume, die so grosse Wurzeln machten, dass ich sie beim Auszug fast nicht entfernen konnte. Als ich dann hierher zu meinem Partner zog, war der Garten ziemlich zugewachsen. Es hatte viel zu viele Büsche und Föhren. Die meisten kamen weg. Es sieht jetzt alles anders aus. Natürlich sind wir manchmal über einen Gartenbereich nicht gleicher Meinung und wollen Dinge unterschiedlich haben, dann streiten wir uns ein bisschen. Doch insgesamt bereichert der Garten mein Leben ungemein. Es ist so spannend herauszufinden, welche Pflanzen wo am besten gedeihen, welche überhaupt hierher passen und welche nicht. Manchmal sind Sachen nicht so gekommen, wie ich wollte, das gehört auch dazu.

Auch die groben Arbeiten wie Bäume fällen oder Büsche schneiden machen mir Spass. Da kann ich mich gut abreagieren. Aber auch frische Samen ansetzen oder im Sommer mit meinem Enkel Fenchel pflücken für den Raupenkasten ist eine Freude. Das findet auch Ruedi, mein Mann. Manchmal meint er, dass ich das Gärtnern fast ein bisschen übertreibe. Wenn das Stichwort Gartentherapie fällt, tut er so, als wisse er nicht, was das ist, und erkundigt sich, ob das eine Behandlung sei, die einem den Gartenfimmel austreibe. Das würde noch fehlen!