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Frische Primeln für den Balkon

Es dürstet uns alle nach frischen, bunten Blümchen. Die Primeln immerhin schaffen es jetzt schon, in einer geschützten Ecke auf dem Fenstersims oder Balkon zu blühen.

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FOTOS
zVg
16. Januar 2017

Beim Rosmarinbäumchen pflanzt Sabine Reber gelbe Stängel- und rosa Primeln.


Frühe Blüten

Ungeduld ist der Frühlingsgärtner Untugend. Noch ist es ja gar früh aber unser Balkon sieht nach dem strengen Winter so traurig aus, dass ich nicht noch länger warten möchte. Auf dem geschützten Fenstersims könnten sicher bereits ein paar bunte Primeln blühen. Einige Minusgrade vertragen sie durchaus, und falls die Temperaturen nachts nochmals richtig tief sinken sollten, kann ich sie vorübergehend im Treppenhaus in Sicherheit bringen. Aber grundsätzlich bin ich optimistisch. Die grosse Kälte dürfte nun hinter uns liegen. Und eben, ich bin ungeduldig. Also zaubere ich jetzt einen Hauch Frühling auf den Fenstersims und auch in die äusseren Balkonkistchen am Geländer. Als Erstes besorge ich mir die frühen Primeli-Sorten wie Sphinx oder Bonneli. Ab Mitte Februar wird die Auswahl bei Coop immer grösser. Mehrfarbige oder gefüllte Primeli gefallen mir sehr, aber meine Favoriten sind heuer die gelben Stängelprimeln Aemme Gold, die ausgeprägt nach Honig duften.

Primeln zwischen Kräutern

Neu gekaufte Primeln am besten mit etwas frischer Erde ein- oder umtopfen. 

In meinen Eternitkistchen sind noch etwas Thymian und ein Rosmarinbäumchen vom letzten Jahr übrig. Der Rosmarin hat sogar schon einige Blüten gebildet. Und auch die Petersilie vom letzten Jahr taut langsam auf und bildet zaghaft ein paar frische Blättchen. Vom Schnittlauch ziehe ich immer ein schönes Büschel auf dem Küchenbalkon, das wird bestimmt bald weiterwachsen. Ein weiteres Büschel ziehe ich in einem Topf in der Wohnung, um auch im Winter frischen Schnittlauch zu haben. Die Minze in den Töpfchen habe ich ebenfalls die letzten Monate drinnen überwintert. Sie kann nun langsam wieder auf den Balkon. Da diese Kräuter die Kälte alle so wacker überlebt haben, will ich sie nun etwas verhätscheln.

Dazu etwas Bio-Gemüseerde

Erst einmal entferne ich die verdorrten Blätter, dann lockere ich die Erde um die Kräuter mit einer Gabel auf. Ja, mit einer Gabel aus der Küche das geht besser als mit der Handschaufel. Dann entferne ich alle Pflänzchen, die zwischen den Kräutern erfroren sind, und entsorge die Erikas, die nun nicht mehr schön aussehen. In die Lücken kommen ein Dutzend Primeln und frühe Narzissen. Dann fülle ich die Zwischenräume mit frischer Gemüseerde auf und gebe auch etwas frische Erde unter die aufgelockerten Kräuter. Die neu gepflanzten Primeln werden gut angegossen und die Kräuter bekommen beim Giessen etwas Flüssigdünger, um ihnen frische Kraft zu verleihen. Die Primeln brauchen während der ersten Wochen keinen Dünger, da sie noch Vorrat aus dem Laden in der Erde haben, aber falls sie beim Kräutergiessen auch etwas Nahrung abbekommen, schadet ihnen das natürlich nicht.

Tipps

Drei kulinarische Tipps

Hübsch und fein
Primelblüten sind nicht nur attraktiv, sondern auch essbar, vorausgesetzt, man kauft sie in Bio-Qualität.

Schnittlauch für Eilige
Im Garten ein Büschel ausstechen, eintopfen und drinnen an ein helles Plätzchen stellen, so wächst es rasch.

Kresse säen
Am besten auf dem Fenstersims. Kressebrötchen mit einer frischen Primel drauf machen Frühlingslaune.

Primeln: Die Auswahl ist gross

Ab Mitte Februar gibt es bei Coop blaue, gelbe, rosa, rote, weisse und orangefarbene Primeln und auch solche, bei denen die einzelnen Blüten zweifarbig oder besonders gefüllt sind. Zusätzlich sind Stängelprimeln wie die oben gezeigte Premium Primula sehr im Kommen. Erhältlich bei Coop Bau+Hobby und in grösseren Verkaufsstellen für Fr. 8.95. Die beste Haltbarkeit haben Primeln, die speziell für die späte Blüte gezüchtet werden.