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Traumrosen: Gesunde neue Sorten

Rosen spritzen war gestern. Heute gibt es viele neue Züchtungen, die widerstandsfähig und krankheitsresistent sind. Ein Versuch lohnt sich!

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FOTOS
Alamy, zVg
06. Juni 2017

An Rosen kann man sich nie sattsehen. Alte und neue Sorten sind schön die neuen kränkeln weniger.


Geprüft

Mit den Rosen halte ich es so: Wenn eine Sorte Jahr für Jahr kränkelt, dann fliegt sie irgendwann raus. Da ich grundsätzlich nicht spritze, setze ich konsequent auf neue, gesunde Rosensorten. Und davon gibt es inzwischen so viele und so schöne! Die Züchter haben in den letzten Jahren wirklich enorme Fortschritte gemacht. Die neueren Nostalgie-Sorten begeistern mich besonders. Sie haben romantische, gefüllte und duftende Blüten, so wie wir es von den alten Rosen kennen aber ohne deren Schwächen. Das Beste daran: Sie blühen mehrmals, erfreuen also immer wieder von Neuem.

Die klassisch rote Piano von Züchter Tantau hat grosse, gefüllte Blüten und dunkelgrün glänzendes Edelrosenlaub, das resistent ist gegen Pilzkrankheiten. Auch die weisse Alabaster und die kuriose Nostalgie, die aussen kirschrot und innen cremeweiss blüht, stammen vom deutschen Züchter Tantau.

Strenge Prüfung

Lavendel hält als Begleitpflanze zu Rosen die Blattläuse fern.

Dass viele der besten, gesunden Rosen aus Deutschland stammen, ist kein Zufall. Seit Jahren gibt es dort eine besonders strenge Prüfung: die Allgemeine Deutsche Rosenprüfung. Wenn eine Sorte den Test besteht und das ADR-Label erhält, dann ist sie sehr gut. Die Züchterfamile Noack etwa hat Floribunda- und Beetrosen mit ADR-Siegel hervorgebracht, darunter die leuchtend rote Resonanz oder die orange-gelbe Westzeit. Aus diesem Hause sind ebenfalls bei Coop äusserst resistente Edelrosen wie die magentarote Charisma oder Inspiration erhältlich, die aussen rosa und innen gelb blühen. Aber auch auf ältere ADR-Rosen ist ohne lästiges und umweltschädigendes Spritzen Verlass. Oft schon seit Jahrzehnten blühen hierzulande die klassische gelbe Edelrose Sutters Gold oder die weisse Schneewittchen-Rose.

Genug Platz, bitte!

Natürlich ist ein Rosenbeet erst mit Begleitpflanzen richtig schön. Klassischerweise wird Lavendel zu Rosen kombiniert. Aber auch Stauden wie die violette Hain-Salbei, Margeriten oder das zarte weisse Schleierkraut eignen sich. Zu roten und orangen Rosen passt das gelb-braune Mädchenauge. Eine hübsche Umrandung für Rosenbeete bilden die hellgrünen Frauenmänteli. Wichtig ist, dass die Begleiter den Rosen nicht zu nahe kommen. Idealerweise pflanzt man sie mit mindestens einem Fuss Abstand. Da Lavendel recht gross werden kann, sollte der Abstand gut einen halben Meter betragen. Der Boden um die Rosen herum sollte frei bleiben, damit er regelmässig mit einer zweizackigen Rosengabel aufgelockert werden kann. So bekommt die Pflanze auch genug Nahrung und Wasser. Als Dank dafür werden die Rosen umso schöner gedeihen und mehr Blüten bilden!

Drei Tipps zur Rosenpflege

Fleissig schneiden
Verblühte Rosen sollten regelmässig weggeschnitten werden, damit sich immer wieder neue Blüten bilden.

Die richtige Schere
Ein Muss für jeden Rosengarten ist eine scharfe Felco-Rosenschere, die gern gut geölt wird.

Schräge Schnitte
Saubere Schnitte schräg über einem Auge beugen Krankheiten vor. Das Auge zeigt, wohin der Trieb wächst.

Rosenschere

Schnipp, schnapp Die Felco-100-Rosenpflückschere kann man für kleine und grosse Schnitte einstellen. Sie ist aus Aluminium und Stahl, 21 Zentimenter lang, 255 Gramm schwer und hat rutschfeste Griffe.Erhältlich ist dieses patente Modell von Felco für Fr. 79.95 unter www.bauundhobby.ch und bei Coop Bau+Hobby.

Die ADR-Rosensorten Resonanz, Westzeit, Charisma und Inspiration gibt es in grösseren Coop und den Bau+Hobby-Verkaufsstellen für Fr. 29.95.